Ich wünsche mir…

Nachdem einige Zeit ins Land gegangen ist bleibt nach dieser Zwangspause nur eins übrig, Wünsche äußern.

Nachdem man sich darauf besinnen durfte was einem wirklich wichtig ist in so einer globalen Krise wird es jetzt Zeit sich für die Zukunft etwas zu wünschen.

Was wäre das bei dir?

Bei mir sind es gar nicht mal so wenig Sachen. Aber alle gleichermaßen wichtig.

Ich wünsche mir…

…Gefühle zu sortieren..

…einen klaren Strich ziehen zu können…

….eine gute Mutter zu sein…

….einen guten Job zu machen….

….gesund zu sein….

und vor allem wieder glücklich zu sein!

Das wünsche sicherlich nicht nur ich mir. Das wünscht sich vielleicht die eine oder andere Frau ebenfalls. Sollte doch machbar sein, oder? Es kann doch nicht so schwer sein, dass alles hinzubekommen. Andere schaffen das doch auch.

Und was das eigentlich Tolle daran ist, ich brauche niemanden dazu. Das kann ich alles ganz allein. Ich kann mich entscheiden glücklich zu sein. Ich kann mich entscheiden meinen Job so gut zu machen wie irgend möglich. Ich kann eine gute Mutter sein, wahrscheinlich bin ich das schon.

Naja und das mit dem gesund sein, kommt spätestens dann, wenn ich glücklich bin. Alles eine Frage der Einstellung. Mit genügend Zeit werden wir das alle  hinbekommen.

Da ist es, das Zeit-Thema. Da war doch was?! Ich als „nicht geduldiger“ Mensch bringe Zeit einfach nicht auf meine Seite. Wieso nicht? Zeit ist doch relativ! Wieder eine Frage der Einstellung. Punkt.

Hier ein paar nette Zitate zur Zeit:

„Zeit heilt alle Wunden.“

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“

„Es gibt eine Zeit für die Arbeit. Und es gibt eine Zeit für die Liebe. Mehr Zeit hat man nicht.“

„Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.“

„Zeitverschwendung ist die leichteste aller Verschwendungen.“

Genug Zitate. Hilft ja alles nichts. Wir sind nur einmal hier und haben nur ein Leben. Was wir daraus machen ist völlig uns überlassen. Zeit hin oder her. Nur ein Leben.

Hier meine These zum Thema Wünschen und Zeit:

Passen all meine Wünsche auch in „meine“ Zeit?

Wieviel Zeit habe ich überhaupt? Das weiß ja keiner. Es ist quasi eine Überraschung. Ich liebe Überraschungen! Also, weil der Ausgang ungewiss und Zeit schon mal nicht die Konstante in dieser Rechnung ist, muss ich wohl oder übel näher auf meine Wünsche eingehen.

Das bekomme ich hin und du auch! Wunschlisten schreiben gehört eh zu meinen liebsten Zeitverschwendungen.

Also Wünsche und Einstellungen sind die Punkte auf die ich meine Aufmerksam lenken sollte und Zeit ist etwas, was ich nicht beeinflussen kann. Zeit ist einfach da und keiner weiß wie lange. Also Zeit sollte keine so große Rolle spielen.

Vielleicht machst du mit und schreibst mit mir zusammen eine Wunschliste? Frei raus, einfach mal aufschreiben  was dir in den Sinn kommt. Ich habe meine Punkte oben schon mal notiert. Da kommen sicherlich noch mehr dazu. Ich kenne mich ja. 😉

Ich freue mich richtig darauf meine Wunschliste anzufangen. Also worauf warten? Zeit ist da.

 

 

 

 

 

 

Ich will das nicht

Es gibt Momente, da sträubt sich der ganze Körper gegen etwas. Er lehnt sich auf. Mit jeder einzelnen Faser merkt man, dass man das nicht will. Egal was.

Reden. Jemandem zuhören. Besuchen. Lernen. Prüfungen. Reisen. Konflikte. Neue Bekanntschaften.

Nichts ist so deutlich, wie das Aufstellen von Nackenhaaren. Kalter Schweiß auf der Stirn. Schnelles Atmen. Magenkrämpfe.

Bei mir ist es manchmal der Besuch bei den Schwiegereltern oder allgemein der Verwandtschaft.

Manchmal aber auch der Besuch beim Arzt oder aber das Lesen einer Mail oder das zufällige Treffen von speziellen Personen auf der Strasse.

Warum zum Teufel hören wir nicht auf unseren Körper und zwingen uns durch solche Situationen durch?

Warum tun wir nicht mehr Dinge, die wir lieben? Es geht nicht um Komfortzonen, es geht um Schmerzen, die wir empfinden, wenn wir etwas tun, was wir nicht wollen. Ich rede auch nicht unbedingt von körperlichen Schmerzen und den damit verbunden Grausamkeiten.

Seelischer Schmerz. Der schwer zu verdauen ist.

Weil man schon hundert Mal enttäuscht wurde oder aber schon so oft gesehen hat, wie andere verletzt wurden.

Das Schmerzgedächtnis wird in manchen Fällen einfach überlagert, wir können uns nicht mehr erinnern. Und machen dann immer wieder dieselbe Erfahrung.

Ich frage mich zum Beispiel oft, war es vor Jahren auch schon so? Konnte ich damit besser umgehen? Und warum wird es jetzt zu viel?

Ich werde älter und vielleicht auch weiser. Ich kann mir meine Schmerzen aussuchen. Das ist mein Recht. Und es gibt Sachen, die mich nicht mehr glücklich machen. Ich möchte mehr tun von dem was ich liebe und nicht mehr etwas anderen zur Liebe tun.

Wenn man den Unterschied verstanden hat, dann kann einen auch nicht mehr der Blick der Schwiegermutter treffen.

😉

 

 

 

Erwartungen

Und so etwas wie Hoffnung.

Schon sehr eigenartig wie voreingenommen ich bin, wenn ich Erwartungen habe. Es gibt zweierlei Problematiken dabei.

Entweder ich stelle es mir genauestens vor und ich setze es genauso um und frage mich dann, ob es nicht besser hätte laufen können, oder ich stelle mir etwas vor und bin bitter enttäuscht, wenn es dann nicht mal ansatzweise klappt.

Die Wahrnehmung spielt dabei eine erhebliche Rolle. Selbst ich, die wirklich sehr empathisch ist, kann sich da schon mal vertun.

Wie kommt das? Habe ich ich nicht genau auf die Signale geachtet, die Wortwahl durchdacht, gezielt recherchiert?

Doch, und da sind dann auf einmal die Erwartungen. Wenn ich einen Apfel erwarte und einen Birne bekomme, bin ich enttäuscht. Bin ich dann nicht flexibel genug, um mich auf die Birne einzustellen, dann ist sogar die Hoffnung auf einen gesunden Snack dahin.

Ich finde, das Birnen-Äpfel-Beispiel ist sehr anschaulich. Es lässt sich auf jede erdenkliche Situation anwenden.

Ich erwarte ein “Wow“ und bekomme ein “Das war nett“. Ich hab die Präsentation fertig und der Termin wird abgesagt. Ich könnte die Liste mit den Beispielen endlos fortführen. Fakt ist, dass Erwartungen gut sowie schlecht sein können und nur ich selbst entscheiden kann, wie ich es werte.

Wahrnehmung und Hoffnung spielen leider auch eine Rolle in dieser “ménage à troi“.

Die Mischung aus Erwartung, Wahrnehmung und Hoffnung macht’s. Aber nur weil es Risiken birgt, höre ich nicht auf zu hoffen oder stelle meine Erwartungen hinten an. Nein, ich ertrage den Schmerz, wenn er denn da ist, und überlege was genau ich daraus lernen kann. Geschehen ist geschehen.

Ich übe fleissig an meiner Flexibilität und gebe die Hoffnung nicht auf, sagt man doch so schön.

Heisst im Klartext. Erfahrungen sammeln. Einige Zeit warten und die Situation bewerten. Mit der Vergangenheit abgleichen und neue Schlüsse ziehen. So kann man aus der Vergangenheit lernen. Durch eine neutrale Betrachtung nach einiger Zeit, gibt es auch kein enormes Gefühlschaos. Ich empfehle ein Tagebuch. Ganz klassisch. Den Gedanken Raum geben.

Es gibt Studien, die belegen, dass Menschen, die häufig schlechte Erfahrungen gemacht haben, mit schlechten Nachrichten positiver umgehen. Zumindest so lange, wie diese Menschen mental stabil sind.

Ich habe schon ziemlich hohe Erwartungen an mich. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn ich mich enttäusche, ich habe ja noch Hoffnung. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Glaskugel

Meine Glaskugel hab ich vergessen. Sonst könnte ich natürlich genauestens sagen, was mich morgen erwartet.

Nach Urlaub und Feiertagen, nach Familien und Freunden, Geschenke geben und bekommen, Völlerei und Komasaufen, endlich wieder arbeiten.

Wie das letzte Jahr endete, beginnt das Neue. Vorfreude und ein kribbeln im Bauch.

Zwischen Erwartungen und Wünschen, hoffe ich einfach nur das richtige Outfit für den Arbeitstag zu finden. Nicht all zu müde auszusehen und nicht gleich mega angepisst zu sein – kurz nach 9.

Ach ja und Kaffee, ich brauche gleich einen guten Kaffee. Dann wird’s eigentlich schon gehen.

So motiviert war ich selten. Aber die Aufgaben, die auf mich warten, spornen mich an. Emotionen, die bislang verkümmerten, kommen wieder ans Tageslicht. Eine gewisse Leichtigkeit hat eingesetzt. Vielleicht bin ich aber doch alt und weise geworden. Nein, dass wird es nicht sein.

Und immer wieder frage ich mich, was noch fehlt zum absoluten Glück.

Tatsächlich nicht mehr viel. Ich kann das alles erarbeiten und bin meines eigenen Glückes Schmied.

Ich bin der Anfang, ich bringe es weiter, ich suche mir Unterstützung und ich setze es um.

Allerdings ist da noch das mit der Komfortzone. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

 

 

 

Das letzte Mal

….für dieses Jahr, schreibe ich einige Zeilen. Ich habe den Kopf voll.

Viel zu organisieren. Der Entwicklung Raum geben. Im nächsten Jahr starte ich mit einem Artikel in der Psylife.

Gleich am 1.1. gegen mittag erscheint der Artikel. Das Thema ist Mindset Shift. Mehr verrate ich aber nicht. Lest selbst.

Das Jahr startet ebenfalls mit neuen Aufgaben. Genauso mag ich das. Stagnation ist des Fortschritts Tod.

Das Layout vom Blog wird geändert. Neue Kontakte aufgetan. Mein Netzwerk hat sich vergrößert und im Sommer 2019 wartet ebenfalls eine Neuerung auf mich. Aber dazu später mehr.

Ab Februar bin ich endlich “in Farbe“ zu sehen, ich gebe Workshops an der VHS in meinem Heimatort. Ich freue mich so sehr auf diese Workshops. Ich kann es kaum abwarten. Der Januar wird dazu genutzt die Workshops zu perfektionieren. Es wird für alle ein Erlebnis werden.

Der Ausblick auf 2019 lässt mich fast vergessen wie bewegt 2018 war.

Aber ich werde nicht in der Vergangenheit schwelgen, der Blick nach vorne ist mein Ziel.

Wir werden uns sehen.

 

 

 

 

 

Wieso mache ich das eigentlich?

Über Hemmungen beim Videodreh und wie ich damit umgehe
Ein Artikel von Jenny, alias @alltagsspagat bei Instagram:
Im letzten Jahr hat sich mein Blog entwickelt und mein Instagram-Account dazu. Verschiedene Themen prasselten auf mich ein. So vieles, was ich erzählen wollte. Eine digitale Flut. Begeistert von den Informationen wollte ich alles auf einmal. Aber eine Insta-Story zu drehen, stand nicht ganz oben. Neugierig war ich schon. Die anderen können das doch auch. Was also hält mich ab?

Einfach mal machen?
Diverse Male habe ich ein Skript für ein Video geschrieben. Mir überlegt was ich wie sagen kann. Was ich anziehe und wie ich mich schminke. Ach und Haare sind wichtig. Wenn es ein Badhairday ist, geht’s natürlich nicht.
Ich habe mir sogar bei YouTube angeschaut, wie man an so ein Projekt herangeht. Als Einsteiger ist Technik erstmal keine Herausforderung. Handy in Position und los geht’s.
Ich habe schon eine große Klappe, aber wenn es um online Videos geht, dann schlackern mir die Knie.
Ich meine, es sehen wirklich viele Menschen, ich bilde mir nicht ein, dass die ganze Welt zuschaut, aber auch wenn 20 Leute das Video sehen, sind es schon mal mehr als in meinem Yoga Kurs.
Was werden diese Menschen denken? Hören die die gleiche Stimme wie ich, wenn ich mir das Video ansehe? Wer will so eine Stimme hören? Wenn ich mich verspreche? Wenn ich in die Kamera spucke? Oder ich mich sogar verschlucke?
Egal wie man es dreht und wendet, es birgt Große Gefahren. Letztendlich ist es aber auch egal, weil ich nicht live gehe, sondern aufnehme, lösche und neu drehe. Also eigentlich harmlos. Trotzdem habe ich Hemmungen.

Disziplin – und Action!
Ich habe mich mit einer Freundin ausgetauscht, die einen Blog schreibt übers Auswandern und Leben in Mexiko. Sie sagte mir, sie hat einfach drauf losgesprochen und gut ist. Das Video bei Insta löscht sich ja nach 24 Stunden wieder. Recht hat sie. Einfach loslegen.

Und trotzdem habe ich noch kein Video veröffentlicht. Aber ich muss meinen inneren Schweinehund bezwingen. Ich weiß auch, wie es geht. Ich setze mir eine Deadline und arbeite auf dieses Datum hin.
Mit dieser Methode kann man sich selbst disziplinieren und setzt sich bei realistischen Daten auch nicht zu sehr unter Druck. Auch eine Pro und Kontraliste kann helfen, das Thema für so ein Video zu eruieren.
Ich halte mir gerne Optionen offen, was das Thema angeht. Auch eine kleine Umfrage unter Freunden oder Bekannten kann helfen, die Interessen der Zielgruppen herauszufinden.
So ist der Name meines Blogs rasch gefunden worden. Ich habe zwei potenzielle Namen an diverse Menschen geschickt und deren Meinungen dann zusammengeschrieben. Et Voila mein Blog hatte einen Namen: Alltagsspagat.com.
Sich bei einer Sache unsicher zu sein ist ok, nur lähmen lassen sollte man sich nicht. Mit solchen kleinen Tricks kann man sich schnell klarwerden. Einige Meinungen von Freunden helfen ebenso. Niemand muss sich alleine einer Entscheidung stellen.

Kenne Dein Warum
Um die Frage zu beantworten, wieso ich das eigentlich mache: ein Video zu drehen gehört zu den Sachen, die ich schon immer machen wollte.
Meinen Schweinehund besiegen, der Angst ins Auge blicken. Etwas aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen herstellen. Viel wichtiger: eine Botschaft adressieren.
Meine Botschaft ist in erster Linie glasklar. Was andere können, kann ich auch. An zweiter Stelle kommt aber der Wunsch, meine Meinung unters Volk zu bringen. Diesen Wunsch sollte wohl jeder haben, der in den sozialen Netzwerken unterwegs ist.
Vielleicht komme ich ja gut an? Wenn ich es nicht probiere, werde ich es nie wissen. Und das ist etwas, was ich gar nicht kann. Nicht zu wissen, wie es hätte sein können, nur, weil man sich nicht getraut hat.

Wer will, findet Wege
Um meine Angst zu besiegen, habe ich mir Videos von Freunden und Fremden angesehen. Das empfehle ich euch auch. Aber Zähne zusammenbeißen und loslegen, ist wie ins kalte Wasser springen.
Ich habe das Skript im Kopf, heißt, ich kenne meinen roten Faden. Dies empfehlen auch Autoren: die Story muss im Kopf stehen, nur dann kann man drauf los schreiben und der Handlung Spielraum geben.
Wichtig ist es aber den Spaß nicht zu vergessen. Wenn man etwas krampfhaft macht, sieht man es und man kann seiner Botschaft nicht den nötigen Respekt verleihen.

Zugegeben, alles muss man nicht probieren in seinem Leben, aber ein harmloses Instavideo gehört ab sofort zu den Sachen auf der “Erledigt“ Liste. Es könnten ja sogar noch einige Videos folgen. Ist das etwas, was zu meinen Talenten zählt? Wir finden es heraus.
Schaut doch mal bei Alltagsspagat vorbei. In den nächsten Monaten wird sich noch einiges ändern und ich freue mich darauf, diese Erlebnisse mit euch zu teilen.

 

Wieso mache ich das eigentlich?

 

 

agro

Völlig genervt habe ich “Türlich, Türlich“ von “Das Bo“ im Radio aufgedreht und laut mitgesungen. Eigentlich ist es mir peinlich laut zu singen, aber “wir brauchen Bass“ geht nun mal nicht leise.
Dieses Lied hat meine Stimmung gehoben. Für einen kurzen Moment. Es hat meine extreme Aggressivität gemildert und in gute Laune verwandelt. Wie erwähnt, nur kurz.
Ich habe Signale nicht richtig gedeutet, habe meine unverblümte Art an den Tag gelegt und bin auf die Fresse gefallen. Nein, nicht immer will man meine Hilfe. Manchmal denke ich auch nur, man will Hilfe.

Auch wenn ich der Meinung bin meine Hilfe sei angebracht, heisst es nicht, dass man sie auch annehmen muss.

Das ist ein Zustand an den ich mich schlecht gewöhnen kann. Es ist etwas womit ich nicht immer klar komme.

Warum?

Wenn ich Gejammer höre, dann denke ich, dass Hilfe gewünscht ist.
Nein, man will nur Aufmerksamkeit. Nur mitleidige Blicke. Oder Verständnis? Nicht von mir. Ich habe kein Verständnis für eine selbstverschuldete Situation. Ich helfe, obwohl man nicht ausdrücklich nach Hilfe gefragt hat.
Ich verurteile niemanden für den Mist den er verzapft. Ist ja sein Mist, nicht meiner. Ich helfe nur.
Kann man von mir lernen, Mist nicht immer selber zu verzapfen? Ja. Kann man.
Will man das? Vielleicht.

Ich ändere etwas, um zu sehen ob dieser Weg mehr Erfolg bringt. Ich weiß nicht ob das richtig ist. Ich mache es einfach.

Nur ein Idiot denkt, dass sich von alleine etwas ändert, wenn man gar nichts tut.

Probieren geht über Studieren. Sagt man doch so schön. Scheinbar bin ich aber von Idioten umgeben, die nicht sehen wollen oder können.

Vielleicht bin aber auch ich der Idiot, weil ich glaube, das etwas tun besser ist als nichts.

Während ich mir meine Wut von der Seele schreibe, schaut die dicke Katze ganz verwundert zu mir auf. Sie spürt scheinbar ein gewisses aggressives Potenzial. Oder es liegt daran, dass ich sie voll
agro hinterm Ohr kraule.

1

Was habe ich schon geschafft in einem Jahr? Eigentlich habe ich mir nichts vorgenommen. Ich hatte geträumt, gehofft.
Ich wollte es langsam angehen. Ich möchte es eigentlich nicht analysieren.
Ich habe mir nichts vorgenommen und dennoch viel erreicht.

Ich habe einen Insta Account mit über 400 Followern. Ich habe 27 Follower hier auf dem Blog, mehr als ich je gehofft hatte. 🙂 Danke dafür.
Ohne ein Ziel jemals zu definieren, habe ich doch einige Menschen angesprochen. Stehe mit meiner Meinung nicht alleine da. Ein richtiges Netzwerk habe ich aber noch nicht. Aber das kommt noch. Gemach. Gemach.

Ich habe gelernt in diesem Jahr und habe mein Ziel, Konfliktmanager zu werden, erreicht. Meine Abschlussarbeit wurde mit sehr gut benotet. Oh mein Gott.
Ich habe Artikel publiziert, in einem Magazin, welches 35.000 Exemplare Auflage hat.
Ich konnte Freunden helfen, Ziele zu formulieren. Ich habe tatsächlich nette Kontakte aufgetan.
Ich sehe Dinge in einem anderen Licht. Ich kann so viel erreichen. Wer hält mich auf? Nur ich selber. Niemand sonst. Wenn ich mir zu sehr zu Herzen nehme, was andere über meine Ziele denken, dann halte auch nur wieder ich mich auf. Man sollte ganz klar definieren, wer einem was sagt und rät. Sind es Menschen die sich im Kreis drehen und die Welt nicht bereist haben? Sind es Menschen die engstirnig sind? Vielleicht sind es Unwissende? Risikoscheue Menschen?!
Dennoch höre ich mir ihre Worte an, weil ich dann sortieren kann, was mir weiterhilft. Ich weiss, nicht jeder kann das. Sortieren und herausfiltern. Sich nicht einlullen oder sogar demotivieren lassen. Kritik ist nichts wovor man Angst haben muss, aber man muss ganz klar erkennen können, ob diese Kritik wirklich korrekt adressiert ist.
Nicht jeder kann Kritik gut äussern und nicht jeder kann Kritik gut auffassen.
Ab nächstem Jahr helfe ich euch professionell bei diesem Thema.
Filtern, filtern lernen. Sich dabei nicht vergessen.

Aber zurück zu meiner Einjahresfeier.
Ich feiere dieses Jahr mit meiner Familie. Mit meinem Mann und meiner Tochter. Eigentlich müsste die Journalistin in unserer Familie ebenfalls dazu stoßen. Meine Mum liest meine Artikel immer nochmal genau. Manchmal zu meinem Leidwesen. Nicht immer sind wir uns grün bei den Artikeln. Aber da wären wir wieder bei der Kritik. Ich kann es filtern.
Hätte meine Familie nicht so viel Verständnis und vielleicht auch Spass an meinem Blog, wäre ich gar nicht soweit gekommen. Wir teilen unsere Zeit gerecht auf. Zeit für uns, für unsere Tochter und Zeit fürs allein sein.

Das mit der Zeit wird erst noch zum Thema wenn ich nächstes Jahr meine Workshops aktiv anbiete. Wenn ich auf Kundenfang gehe.:)
Ich glaube ich selber weiß noch gar nicht recht, wie viel Zeit wirklich für dieses Vorhaben drauf geht.
Ich bereite mich mental darauf vor. Ich werde meine Gesundheit mehr in den Vordergrund stellen und ich werde das machen worauf ich Lust habe und nicht wohin man mich drängen möchte.

Ich werde an meinem Schreibstil arbeiten. Ich werde mich auf meine Wünsche konzentrieren. Ich bin offen für Versuche, für Fehlschläge und für erreichte Ziele. Alles erreichen, wenn man nur will.

Weltherrschaft

Es ist an der Zeit, ich muss mich diesen nervenden Menschenmassen stellen. Muss mich in die Mengen wagen. Daher habe ich mich jetzt zum Elternbeiratsmitglied wählen lassen.
Ich werde ab sofort im Auge des Sturmes sitzen und genauestens Bescheid wissen über schulische Aktivitäten jeglicher Art.
Mein Mann meinte, der Weg zur Weltherrschaft sei jetzt geebnet.

Sehr gut. Ich setze meinen Plan bereits bei der Zukunft der Menschheit um. Bei den Kindern! Sie werden nach meinem Belieben geformt und verändert. Sie werden meinem Willen gehorchen.

Ich werde jäh von dieser Idee unterbrochen, als mein pubertierendes Kind mich anbrüllt, weil ihre Wäsche nicht gewaschen ist. Schon ändert sich die Haltung von Weltherrschaft in Putze.

Ich buckel vor dem Kind und wasche Wäsche. Hilft ja nix, nackt kann sie ja nicht herumrennen. Selbst wenn ich ihr das androhen würde, würde mich ihr Zorn dreimal so stark treffen. Nein. Das kann ich nicht riskieren.

Ich habe gehört, dass die Pubertät dazu dient, das Band zwischen Mutter und Tochter zu lockern. Es soll sich etwas fremd anfühlen damit man später, nach der Pubertät, wieder enger zusammen rücken kann.

Wir werden sehen. Zurück zur Weltherrschaft.
Ich plane sie bei einer Tasse Kaffee in der Küche am Tisch. Die Katzen schleichen um die Füße und ich denke gerade an einen Bondbösewicht, der eine weisse Katze streichelt und diabolisch lacht.
Ich versuche die dicke Katze zu greifen und es dem Bösewicht gleich zu tun. Aber die Dicke räkelt sich und statt Gelächter habe ich Haare im Mund. Super.

Ich stehe auf und nehme die Tasse Kaffee um mir bei Netflix ein paar Ideen zur Weltherrschaft abzuschauen. Aber eigentlich wird bei den Serien mein Hass auf die Menschheit nur noch mehr geschürt.
Tod und Verderben springen mir entgegen. Verrat und Selbsthass.
Im Grunde zerstört sich die Menschheit doch selber, wozu also diese untergehende Spezies hassen? Es erledigt sich doch von allein. Aber wozu dann die Weltherrschaft anstreben, wozu dann meine Ideen auf andere überstülpen. Soviel besser sind meine Ideen jetzt auch wieder nicht. Vielleicht reicht es erstmal im Elternbeirat zu sein? Vielleicht kann ich dort den einen oder anderen bewegen?!

Ich gehe mit meiner Tasse Kaffee zum Kind ins Zimmer, sie spielt am Tablet. Ich setze mich zu ihr, küsse ihre Stirn.
Wir sitzen auf ihrem Bett bis sie mich irgendwann fragt, was ich eigentlich will und schickt mich mit schroffem Ton raus.
Weltherrschaft klingt auf einmal doch wieder gut. 🙂

unverplant

Wie kam es dazu, dass ich das Wochenende nicht verplant hatte?
Es war einfach frei. Ich hatte es übersehen. Zu kurzfristig um noch jmd. einzuladen oder einen Trip zu planen.
Ich glaube es war ein Versehen, oder ein Geschenk?
Ich muss dazu sagen, dass ich selten ein ungewollt freies Wochenende habe.
In der Regel plane ich drei Monate im voraus. Freizeitaktivitäten, Verplfichtungen, Kurztripps.
Klingt es nach Zwang? Nein, es bedeutet Sicherheit. Für mich und meine Familie.
Was passiert, wenn ich etwas nicht plane? Etwas, was ich nicht vorhersehe. Ich kann, auch wenn es anders klingt, flexibel reagieren. Das muss heutzutage einfach drin sein. Ich kann sogar auf Dramen und epische Veränderungen reagieren. Im Kopf habe ich alles durchgespielt. Ob Zombieapokalypse oder einen vergessenen Geburtstag. Schlimm? Nein – sicher.
Mir hilft es, wenn ich zumindest einen Hauch von Sicherheit spüre. Ob es wirklich alles so passiert, wie ich es in meinem Kopf durchgespielt habe, sei dahingestellt.
Es gibt sogar Netflix Serien, die über das „Prepping“ berichten. Nicht das ich mich daran beteilige. Es ist nur in meinem Kopf.
Bei Facebook gab es einen Test wie lange man eine Zombieapokalypse überleben würde, ich hätte ganze 12 Minuten überlebt. Immerhin. Es lag nur daran, weil ich nicht rennen kann und totstellen ist anscheinend keine Option.
Aber eines ist klar, das unverplante Wochenende hat mich eiskalt erwischt. Vielleicht kann ich doch nicht so flexibel reagieren, wie gedacht?
Was tut man mit dieser vielen Freizeit? Fernseh schauen? Ja, auch. Lesen? vielleicht. Schreiben? Nur ein wenig.
Also rausgehen ist ebenfalls keine Option. Zu bäh.
Sport? Niemals!
Am Ende lag ich lange im Bett und habe Schnupfen bekommen.
Hat mich das Kopfzerbrechen über diese freie Zeit krank gemacht?
Ich hoffe nicht. Es war einfach an der Zeit diese Pause zu haben. Mein Körper wollte diese Pause. Genutzt habe ich sie. Ich lag im Bett, die dicke Katze neben mir. Schlief genauso fest wie ich.
Putzte sich. Weinte kurz als sie wach wurde. Das tut sie von Zeit zu Zeit, aufwachen, weinen, wieder einschlafen. Ich weiss nicht warum sie das macht, aber es ist manchmal verstörend. Für sie. Für uns auch.
Sicherheit bedeutet nicht für jeden das selbe wie für mich. Ich plane. Andere schließen die Tür vier mal ab oder kopieren den Reisepass.
Am Ende war es aber egal. Ich habe geschlafen. Also war ich sicher. Sicher, dass all die Planung mir diese Zeit zum Schlafen nicht gegeben hätte. Doch ein Geschenk, dieses unverplante Wochenende?!
Wie machen das Menschen, die nicht planen? Gibt es Menschen die nicht planen? Die werden doch nicht einfach auf Zufälle warten? Oder doch?
So was bringt mich ja völlig aus dem Konzept. Zumindest ein grober fünf Jahresplan sollte doch stehen. 😉

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