Was tun?!

Was tun, wenn man keine Antwort auf die Frage findet? Wenn das Ereignis so tragisch ist, dass kein Ausweg gefunden wird.

Wenn der Blick fürs Ganze fehlt, die Sicht vernebelt ist und kein Ausweg insicht?

Akzeptanz. Das Schwerste was uns Menschen bevorsteht. Akzeptiere was gerade ist. Leicht gesagt oder geschrieben. Umsetzung? Nahezu unmöglich. Sehe ich jeden Tag.

Wir wissen was schlecht ist für uns, wir wissen was wir lieber nicht tun sollten. Und dennoch tun wir es. Brauchen wir Ruhe, sagen wir uns, wir sind faul oder unproduktiv. Brauchen wir Liebe, sagen wir uns, wir können das alleine und sind es nicht wert.

Brauchen wir Hilfe, sind wir schwach. Akzeptanz begegnet uns in allen Bereichen unseres Lebens. Überall wo wir hinblicken. Nicht bewerten, den anderen so akzeptieren wie er ist. Nicht all den Gedanken Bedeutung geben, die wir denken. Situationen in denen wir uns nicht wohl fühlen, nicht mehr Raum geben, als sie brauchen.

Grenzen erkennen und zulassen. Wir sind Menschen, keine Götter.

Alle Gefühle haben ihr Recht in uns zu sein. Wir dürfen ihnen nur nicht mehr Macht über uns geben. Sie dürfen kommen und eine Weile bleiben, sie dürfen wieder gehen um neuen Gefühlen Platz zu machen.

Wie setze ich das um? Kommunikation! Zu mir selbst und zu anderen. Kaum ausgesprochen verliert jeder Schrecken seine Grausamkeit. Wird jedes Erfreuen greifbar. Ich schreibe mir einen Brief und lese ihn so oft ich möchte. Alle Gedanken haben darin Platz und können ihren Weg nach draußen finden. Ich bin zu mir, wie ich zu (m)einem Kind bin. Voller Liebe, Zuversicht, Moral, Harmonie und Freude. Ich fange bei mir an. Ich bitte um Hilfe und ich biete sie an. Ich gebe Liebe und fordere sie ein. Ich gebe Halt und möchte gehalten werden.

All das hab ich verdient.

Chaos – Selbstliebe

Es ist nicht einfach das Chaos im Kopf zu akzeptieren. Ich bin jederzeit mit meiner Außenwelt konfrontiert. Mit meiner Gedankenwelt im Inneren konfrontiert.

Für mich eine Balance zu finden ist schon schwer genug. Wie kann ich das für andere schaffen?

Differenzieren ist das Zauberwort. Ich kann eindeutig ausmachen, was meine Außenwelt von mir möchte. Wie ich reagieren könnte, wie ich es letztendlich tue. Ich kann reagieren und ein Ergebnis erzeugen, welches in dieser Situation annehmbar ist. Für mich. Es ist mein Ergebnis.

Dies sollte gleichermaßen für mein Inneres gelten. Tut es aber nicht. Im Inneren herrscht oft Chaos. Aber kann ich dieses Chaos nicht als das annehmen was es ist? Mein Chaos. Meine Gedanken, meine Emotionen. Es ist ein Teil der mich ausmacht. Zu akzeptieren, dass es so ist, ist Selbstliebe. Nicht ein Mantra welches ich mir immer wieder vorsage, sondern das Handeln, das willentliche Handeln und die Akzeptanz meines Chaos.

Wenn ich diesen Schritt gegangen bin, kann ich auch für andere Balance schaffen. Zumindest kann ich Balance ausstrahlen und den Weg mit anderen gemeinsam gehen. Niemand ist wie ich und ich bin nicht wie andere. Ich kann nur die richtigen Fragen stellen, um einen neuen Weg aufzuzeigen. Ich kann mich bereit erklären zu zeigen, wie jeder sein Chaos akzeptieren kann. Das was dazu nötig ist, ist Ruhe und Motivation. Intrinsische Motivation, der eigene Wille selber an sich zu arbeiten.

Sein Chaos zu akzeptieren ist nicht Stagnation, es ist Fortschritt. Inne halten und auf sich zu schauen ist nicht depressiv sondern sinnvoll. Zu verharren, um den Mut zu finden weiter zu machen ist Fortschritt. Wie klein die Schritte auch sein mögen und ob es zwei vor und einer zurück ist, ist Bewegung. Das Leben ist doch wie ein Tanz. Es geht auch häufig im Kreis und vor und zurück. Aber es ist vor allem nicht alleine zu bewältigen. Keiner muss sein Chaos alleine lieben lernen. Ein „Tanzpartner“ kann unterstützen und ein Gewinn sein. Die Balance ist mit einem „Tanzpartner“ auch einfacher zu halten.

Chaos akzeptieren heißt Selbstliebe und jemanden zu Fragen, der einem beim Balancieren erst noch vorsichtig hält, ist der richtige Weg.

müde

Manchmal ist diese Müdigkeit kaum zu ertragen. Sie ist ständiger Begleiter. Den ganzen Tag über. Die Nächte sind zu kurz trotz tiefer Schlafphasen. Irgendwann hüllt sich der Kopf in ein lautes, weißes Rauschen. Die Augen schauen durch einen feinen Nebel in den Tag. Der Zustand ist nicht schmerzhaft, nur ein wenig befremdlich. Fatiguesyndrom könnte man es nennen. Aber nur weil es einen Namen hat, macht es die Sache nicht erträglicher.

Ich habe kein Fatiguesyndrom. Ich kann nur grad nicht geradeausdenken. Das wird sich legen, vor allem wenn man bereits erwähnte Tipps befolgt. Und ja, ich muss es auch tun. Übrigens wie weit seid ihr mit den Glaubenssätzen? Nein, ich habe es nicht vergessen.

Meine Favoriten sind derzeit: Ich bin ganz entspannt UND Ich bleibe ruhig.

Brauche ich tatsächlich öfter am Tag und hilft. Bei euch auch?

Aber leider ist der Terminkalender so voll, dass der Schlaf viel zu kurz kommt. Aber noch ist mein Körper kein “Totalausfall“.

Noch geht es irgendwie. Trotz dichter werdendem Nebel vor den Augen und leichtes “betrunkenes“ Dasein hin und wieder. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. 😉 Das weisse Rauschen hingegen verschlingt schon einige Gefühle. Das möchte ich gerne beheben. Heisst aber mehr Pausen, runterkommen und entspannen. Dann weiss ich ja was ich zu tun habe.

Gute Nacht.

 

 

 

 

 

still ruht der See…

Still ruht der See, die Vöglein schlafen,
ein Flüstern nur, du hörst es kaum.
Der Abend naht, nun senkt sich nieder
auf die Natur ein süßer Traum.

Still ruht der See, durch das Gezweige
der heil’ge Odem Gottes weht.
Die Blümlein an dem Seegestade,
sie sprechen fromm ihr Nachtgebt.

Still ruht der See, vom Himmelsdome
die Sterne friedsam niederseh’n.
O Menschenherz, gib‘ dich zufrieden,
auch du, auch du wirst schlafen geh’n.

Auch du wirst schlafen gehn. Es gibt also noch Hoffnung für uns?! Wenn ich Abends im Bett liege rasen mit Tempo 200 tausende Gedanken durch meinen Kopf. Pausenlos. Mit immer mehr Fragen als Antworten. Warum ist das so? Es liegt schlichtweg daran, dass wir tagsüber keine Zeit haben zum NACHdenken. Wir reagieren doch die meiste Zeit und agieren nicht. Wir lassen uns keine Zeit für die Wahl, die wir immer haben. Ich gebe zu im Joballtag ist die AUSwahl nicht sooo groß.

Am Abend dann zeigt uns unser Kopf diese ganzen Wahlmöglichkeiten auf, sogar mit mehr als einer Alternative und Sätzen, die man hätte sagen können und witzigen Anekdoten, die dazu gepasst hätten, inklusive Klamottenwahl. Dann sagen wir „Danke lieber Kopf, warum sagst du mir das jetzt? Drei Uhr nachts und nicht um sechs Uhr wenn der Wecker klingelt?“ Weil da der Kopf noch schläft. Weil er müde ist vom ganzen Gedanken umherschieben.

Und jetzt die Frage an alle! Was können wir tun, um das zu verhindern? Es ist nur eine Kleinigkeit. Wer kommt drauf?

Wir geben dem Kopf die Zeit die er braucht! Richtig! Und wie machen wir das? Indem wir eine klitzekleine Zeitumstellung akzeptieren. Es ist harte Arbeit aber das Ziel liegt nah und der Weg ist nicht zu lang.

Mir hat es geholfen feste Meditationszeiten einzuführen und wenn ich diese vernachlässige schlafe ich eben nicht gut. Klar oder, Aktion und Reaktion. Der Kopf ist ja nicht dumm, der merkt schon wenn wir ihn übers Ohr hauen wollen. Nicht für jeden ist Meditation das Mittel zur Lösung. Daher folgende Idee:

  1. Pausen machen bevor man an schwierige Prozesse herangeht.
  2. Bevor man den Arbeitsplatz verlässt, drei Minuten insich gehen und Notizzettel bereit halten. Ihr merkt dann schon warum. 😉
  3. Zu Hause eine kleine Achtsamkeitsübung. Tee kochen! Oder halt Bier aufmachen, wie ihr wollt.
  4. Bevor ihr zu Bett geht, einmal die Frage stellen“ Was kann ich eigentlich vom Bett aus mit Schlafanzug an noch machen für die Arbeit?“ Nix! Augen zu!

Was daran harte Arbeit ist? Das müsst ihr jeden Tag machen. Jeden verdammten Tag. Bis euer Kopf vergessen hat, wie es ist, sich nachts Gedanken zu machen.

Viel Erfolg!

 

 

 

In der Ruhe liegt die Kraft

Sagte schon Konfuzius. Nicht ganz unrecht hat er. In der heutigen Zeit kann man aber nicht immer mit Ruhe an die Arbeit gehen oder sie beenden. Meistens tanzt man auf 10 Hochzeiten gleichzeitig. Oder, wie ein geschätzter Kollege mal sagte, so viel Sand und nicht genug Förmchen. Wo bleibt da die Zeit für Ruhe, um neue Kraft zu schöpfen?

Ganz einfach, in den Pausen zu denen wir uns manchmal zwingen müssen. Mittagstief? Ja, da braucht der Körper eben seine Erholung. Ich verrate euch hier 5 Tricks, wie ihr den stressigen Alltag ein kleines bißchen mehr bewältigen könnt.

Trick 1: Bewusstes Kaffee trinken, oder Tee, wer keinen Kaffee mag. Danach ist der Kopf frei für Neues. Beobachtet doch mal wie das leckere, heiße Getränk in die Tasse fließt und wir ihr Milch oder Zucker dazu gebt. Umrühren! Ganz langsam! Riechen, schauen und schmecken. Dann erst wieder auf den Weg zum Schreibtisch machen.

Trick 2: Aus dem Fenster schauen. Bewusst die Leute draußen anschauen, den Verkehr beobachten, die Bäume und Vögel bemerken. Ablenkung hilft um sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Trick 3: Mittagspause halb drei? Nagut, das habt ihr euch verdient. Nach dem Mittag (bitte im Sitzen!) gibt es den Kuchen gleich hinterher. Warum? Es ist ja schließlich Kaffeezeit. Die Belohnung bei so einem späten Essen muss einfach etwas größer ausfallen. Vorteil: zum Abendbrot hat man dann vielleicht nicht so einen riesen Hunger und der Salat reicht aus.

Trick 4: Lieblingskollegin oder Kollege! Ein kurzer Besuch reicht meist schon aus um die Laune erheblich zu steigern und Studien haben bewiesen, dass ein reger Austausch mit Gleichgesinnten psychischen Problemen vorbeugt. Aber bitte die Besuche nicht ausufern lassen. Lieber nach dem Feierabend noch einen Absacker zusammen trinken bevor es nach Hause geht.

Trick 5: Feierabend! Ist es bei euch auch so, dass die Arbeit brav auf euch wartet? Bei mir ist es so. Also, da sie keiner macht und sie auch nicht wegläuft, ist der pünktliche Feierabend doch garantiert. Macht es euch zum Ziel diesen mindestens 3x die Woche zu haben…den pünktlichen Feierabend. Was daran gut sein soll? Merkt ihr dann wenn ihr mehr Freizeit und Schlaf habt.

 

 

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