Hallo?!

Auf der Suche nach Zweisamkeit vernachlässigt man schnell die Suche nach sich selbst. Bedauert. Trauert. Stagniert.

Endet eure Suche nach euch selbst auch oft in Tränen? Frage für einen Freund…

Nachdem ich aus freien Stücken und besten Wissen und Gewissen Entscheidungen getroffen habe, ist meine Suche nach etwas Anderem nicht befriedigt. Sei es beruflich oder privat. Immer wieder stelle ich mir die Frage, war es das schon? Zugegeben, dass habe ich auch schon vor 2 Jahren gefragt und scheinbar die Antwort, die ich erhielt, nicht als zufriedenstellend bewertet. Suche ich scheinbar immer noch. Aber wonach? Das Gold am Ende des Regenbogens? Ein Abenteuer? Versuchung? Laster? Frieden? Egal was es ist, ich habe es scheinbar nicht gefunden.

Philosophisch betrachtet beginnt die Suche in mir. Heißt also, in mir ist irgendwas verschwunden oder einfach nicht da? Heißt dass, ich bin nicht komplett? Fehlen mir Tassen im Schrank? Durchaus berechtigte Fragen, finde ich. Suchen eigentlich nur wir Frauen nach dem großen Ganzen oder geht das auch Männern so? Ich bitte um Antwort.

Ich für meinen Teil, kann mit Gewissheit sagen, dass die Suche nach Etwas oder Jemandem enorm anstrengend ist. Kräftezehrend und unaufhaltsam. Betrachtet man es genau, sind es nur Details die fehlen. Kleine Puzzlestücke. Ist es schlimm, diese Puzzlestücke zu suchen? Ich meine, wie sieht denn so ein unfertiges Puzzle bitte aus? Unschön, finde ich. Oder entscheidet man sich einfach das fehlende Puzzlestück wegzulassen? Es ist dann eben unfertig. Das Motiv mag ja erkennbar sein… Alles Annahmen und Spekulationen. Muss man vielleicht doch einfach nur akzeptieren, dass die Suche nach Vollendung auch nur der Schrei nach Perfektion ist. Und wir alle wissen, dass es Perfektion nicht gibt (unsere Kinder sind davon ausgenommen, die sind perfekt so wie sie sind). Das Streben nach Perfektion soll laut Psychologen auch völliger Irrsinn sein. Zerstört man sich auf dem Weg dahin doch fast ganz und gar.

Gut, also Perfektion ist es dann doch nicht, was ich anstrebe. Dann suche ich eben das Tüpfelchen auf dem i. Vielleicht hilft es einmal aufzulisten, was man nicht schon alles erreicht hat. Hallo?! Das ist eine ganze Menge bei mir. Ok, aus dieser Sicht ist es alles gar nicht mehr so dramatisch. Man darf nicht aus den Augen verlieren was man bereits erreicht hat und wofür man dankbar ist. Ich glaube eine tägliche Wiederholung dieser Dinge könnte helfen. Und mal ganz ehrlich, so ein Abend auf der Couch mit Netflix für sich allein hat schon seine Vorzüge. Wenn es nicht jeden Abend so ist und man auch mal geistreiche Gespräche führen kann. Außerhalb des eigenen Kopfes. Das wäre doch schon mal was. Die Gedanken lasse ich hier so stehen. Ich muss jetzt weiter auf Netflix meine derzeitige Lieblingsserie verfolgen.

Jetzt

Jetzt, nachdem ich den Weg für mich alleine beschreite, habe ich jeden Tag eine neue Erkenntnis erlangt. Ich glaube das ist das Ziel. Das ist die Konsequenz daraus, alleine zu sein.

Es fühlt sich an wie Schwäche, wie zurück bleiben auf halber Strecke, wie Neues wollen, aber Altes bekommen. Ich dachte der Kopf ist klar, aber er ist es nicht. Was ich nicht mehr will, weiß ich. Was ich will, noch nicht ganz. Ich bin entschlossen unentschlossen. Tatkräftig tatenlos.

Was der Körper will und was er dann tatsächlich kann, stellt mich auf eine harte Probe. Jeden Tag aufs Neue.

Und wisst ihr was?! Es ist ok, nichts zu können und nichts zu wollen. Es ist ok, einfach nein zu sagen und es ist besonders ok, alte Kontakte zu löschen. Aus dem Handy und aus dem Leben.

Ich muss nichts, was sich nicht richtig für mich anfühlt. Ich muss nicht mit jedem gut auskommen. Ich muss mit mir gut auskommen. Und das ist eine Herausforderung. Aber die Augen davor zu verschließen macht keinen Sinn. Blind durch den Tag laufen hilft keinem weiter, insbesondere mir nicht. Aufgeschlossen die Komfortzone zu verlassen ohne sich selbst zu verlieren. Das ist der Plan, das ist das Ziel. Mein Ziel.

Schreiben hilft dabei. Ein Tagebuch zum Beispiel oder eben etwas Öffentliches, damit auch andere an diesem Prozess teilhaben können. Wovor soll ich mich verstecken? Was soll mir Angst machen? Nichts.

Ein Tipp! Gedanken laut auszusprechen und mit Menschen zu teilen, ist eine enorme Erleichterung, dass was dann zurück kommt, bedingt den Wandel. Öffnet die Augen, öffnet den Geist. Dazu eine Tasse Kaffee oder Tee und das Ergebnis strahlt in einem anderen Licht. Viel zu wenig nimmt man sich Zeit für diese Dinge. Und nicht immer ist es sinnvoll diese Sachen nur mit sich auszumachen. Dann die richtige Entscheidung treffen, wird sich viel leichter ergeben und richtig anfühlen.

Aber nie sich selbst darüber hinaus vergessen. Gedanken zu teilen heißt nicht, andere über sein Leben entscheiden zu lassen. Es ist nur eine Motivation. All zu oft, sehe ich dann Dinge klarer und weiß um so mehr was ich nicht möchte.

Und trotzdem fällt es mir schwer, herauszufinden was ich letztendlich möchte.

Vielleicht reiche ich mir allein nicht aus? Vielleicht habe ich aber so viel zu geben, dass es unbedingt für weitere Menschen reicht? Da ich das nicht weiß, heißt der Weg „probieren“ und sehen wohin es führt. In die absolute Erfüllung oder in die Hölle. Aber wenn ich es nicht versuche, dann werde ich es nie wirklich wissen, also bin ich mutig und verlasse alte Pfade und finde heraus, was ich will.

Den Kopf frei bekommen

Dieses Jahr stand ein langgehegter Wunsch ganz oben auf meiner Todoliste.

Schottland.

Wandern und Loch Ness besuchen.
Gesagt. Getan.
Ich kann es nur damit beschreiben, dass es bewusstseinsverändernd war.
Ich habe viel gelesen und natürlich Bilder gesehen. Auf der Insel war ich auch schon, aber abseits von Trubel eben noch nie.

In Edinburgh bin ich gelandet, dann nach Inverness mit dem Zug. Von dort war der erste Tagesmarsch geplant.

Um 7 Uhr ging es los. Durch den Ort Inverness entlang eines Kanals, der direkt in den Loch Ness führte.
Nur mal so erwähnt, der Bus brauchte von Inverness zum Loch Ness nur 20 Minuten.

Ich habe über 5 Stunden gebraucht zu Fuß.

Also die erste Stunde ging es nur bergauf. Das war irgendwie nicht das, was ich erwartet habe. Ich meine, ich kann keine Höhenangaben wirklich gut einschätzen. Ist ein Frauending vermute ich.

Also schwitzend und schnaufend den ollen Berg hoch. Schottland ist sehr bergig, nicht alle sind sehr hoch, aber mit Gepäck und anderer Erwartung eben doch ein klein wenig anstrengend.

Es regnete immer so eben weg, der schottische Sommer eben.

Zum Glück war der Weg gut ausgeschildert und die Schuhe haben dem Regen stand gehalten.

Ich habe keinen Redbull mehr getrunken, nachdem die drei vor der Null stand. Aber an dem Tag hatte ich einen dabei. Leicht zögerlich, weil Angst vor Herzattacken trank ich diesen. Wohl gemerkt nach der ersten Stunde s schon.

Der Blick beim Trinken war atemberaubend. Alles war grün und roch nach frischem Regen.

Es ging durch ein ausgedehntes Waldstück. Mein Regencape ruschelte lustig vor sich hin und bei diesem sonoren Geräusch versank ich in meinen Gedanken.

Mein Rucksack schnürte mir die linke Schulter ab. Das tat weh, sogar sehr. Egal. Weiter.

Dann habe ich meine Ader für Farne und Moos entdeckt. Viele Fotos später, waren immer noch genügend Farne und Moose da.

Der Rucksack tat immer noch weh. Ich wusste schon gar nicht mehr wie ich ihn noch aufsetzen sollte?!

Das war aber nicht das größte Problem. Das war der Drang in die Büsche zu müssen und nicht zu wissen, wie viele Wanderer noch den Weg gingen. Schließlich habe ich ein Zelt im Wald gesehen und keine Ahnung gehabt, ob da jemand drin war, oder der eben auch in den Büschen hockte. Also nach ca. einer Stunde aushalten, ging es nicht mehr. Es regnete noch. Alles war nass, dann war das Hinhocken in die nassen Büsche auch kein Thema mehr. Erledigt.

Ich war ein wenig stolz auf mich, dass ich weder hingefallen bin, noch das ich mehr nass gemacht hätte, als es eh schon war. Aber es ist kein schönes Gefühl, die nasse Hose über die nassen Beine zu ziehen und zu wissen, dass man vor abends auf gar keinen Fall mehr trocken wird.

Der Rucksack war kein Thema mehr, als ich merkte, dass mein Knie zicken machte.

Ich wollt es ignorieren, aber es ging nicht. Da wusste ich noch nicht, dass die letzte Stunde des Marsches nur bergab ging und zwar bei 35% Gefälle.

Die Schmerzen beim Wandern begleiteten mich also stetig. Der Regen war mir mittlerweile egal geworden. Hunger und Durst waren auf einmal nicht mehr wichtig.

Gehen war wichtig. Ankommen. Nicht umknicken.

Mit dem Schmerz ging ich also einige Stunden. Bis ich zu einer Lichtung kam. Aus dem Augenwinkel sah ich ein Reh. Es stand so dicht, dass ich alle Details erkennen konnte. Es ging eine Weile mit mir. Was für ein Gefühl. Mit der Natur alleine zu sein.

Nur war ich nicht alleine. Zwei Meter hinter mir, ging das Pubertier, was in groben Abständen rumgrummelte.

Zwei Meter vor mir der Mann mit Karte und Navi.

Was soll ich sagen. Kopf frei bekommen geht anders.

Schön wars trotzdem, ich würde es immer wieder machen. Vielleicht wirklich mal alleine.

müde

Manchmal ist diese Müdigkeit kaum zu ertragen. Sie ist ständiger Begleiter. Den ganzen Tag über. Die Nächte sind zu kurz trotz tiefer Schlafphasen. Irgendwann hüllt sich der Kopf in ein lautes, weißes Rauschen. Die Augen schauen durch einen feinen Nebel in den Tag. Der Zustand ist nicht schmerzhaft, nur ein wenig befremdlich. Fatiguesyndrom könnte man es nennen. Aber nur weil es einen Namen hat, macht es die Sache nicht erträglicher.

Ich habe kein Fatiguesyndrom. Ich kann nur grad nicht geradeausdenken. Das wird sich legen, vor allem wenn man bereits erwähnte Tipps befolgt. Und ja, ich muss es auch tun. Übrigens wie weit seid ihr mit den Glaubenssätzen? Nein, ich habe es nicht vergessen.

Meine Favoriten sind derzeit: Ich bin ganz entspannt UND Ich bleibe ruhig.

Brauche ich tatsächlich öfter am Tag und hilft. Bei euch auch?

Aber leider ist der Terminkalender so voll, dass der Schlaf viel zu kurz kommt. Aber noch ist mein Körper kein “Totalausfall“.

Noch geht es irgendwie. Trotz dichter werdendem Nebel vor den Augen und leichtes “betrunkenes“ Dasein hin und wieder. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. 😉 Das weisse Rauschen hingegen verschlingt schon einige Gefühle. Das möchte ich gerne beheben. Heisst aber mehr Pausen, runterkommen und entspannen. Dann weiss ich ja was ich zu tun habe.

Gute Nacht.

 

 

 

 

 

In der Ruhe liegt die Kraft

Sagte schon Konfuzius. Nicht ganz unrecht hat er. In der heutigen Zeit kann man aber nicht immer mit Ruhe an die Arbeit gehen oder sie beenden. Meistens tanzt man auf 10 Hochzeiten gleichzeitig. Oder, wie ein geschätzter Kollege mal sagte, so viel Sand und nicht genug Förmchen. Wo bleibt da die Zeit für Ruhe, um neue Kraft zu schöpfen?

Ganz einfach, in den Pausen zu denen wir uns manchmal zwingen müssen. Mittagstief? Ja, da braucht der Körper eben seine Erholung. Ich verrate euch hier 5 Tricks, wie ihr den stressigen Alltag ein kleines bißchen mehr bewältigen könnt.

Trick 1: Bewusstes Kaffee trinken, oder Tee, wer keinen Kaffee mag. Danach ist der Kopf frei für Neues. Beobachtet doch mal wie das leckere, heiße Getränk in die Tasse fließt und wir ihr Milch oder Zucker dazu gebt. Umrühren! Ganz langsam! Riechen, schauen und schmecken. Dann erst wieder auf den Weg zum Schreibtisch machen.

Trick 2: Aus dem Fenster schauen. Bewusst die Leute draußen anschauen, den Verkehr beobachten, die Bäume und Vögel bemerken. Ablenkung hilft um sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Trick 3: Mittagspause halb drei? Nagut, das habt ihr euch verdient. Nach dem Mittag (bitte im Sitzen!) gibt es den Kuchen gleich hinterher. Warum? Es ist ja schließlich Kaffeezeit. Die Belohnung bei so einem späten Essen muss einfach etwas größer ausfallen. Vorteil: zum Abendbrot hat man dann vielleicht nicht so einen riesen Hunger und der Salat reicht aus.

Trick 4: Lieblingskollegin oder Kollege! Ein kurzer Besuch reicht meist schon aus um die Laune erheblich zu steigern und Studien haben bewiesen, dass ein reger Austausch mit Gleichgesinnten psychischen Problemen vorbeugt. Aber bitte die Besuche nicht ausufern lassen. Lieber nach dem Feierabend noch einen Absacker zusammen trinken bevor es nach Hause geht.

Trick 5: Feierabend! Ist es bei euch auch so, dass die Arbeit brav auf euch wartet? Bei mir ist es so. Also, da sie keiner macht und sie auch nicht wegläuft, ist der pünktliche Feierabend doch garantiert. Macht es euch zum Ziel diesen mindestens 3x die Woche zu haben…den pünktlichen Feierabend. Was daran gut sein soll? Merkt ihr dann wenn ihr mehr Freizeit und Schlaf habt.

 

 

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