Wieso mache ich das eigentlich?

Über Hemmungen beim Videodreh und wie ich damit umgehe
Ein Artikel von Jenny, alias @alltagsspagat bei Instagram:
Im letzten Jahr hat sich mein Blog entwickelt und mein Instagram-Account dazu. Verschiedene Themen prasselten auf mich ein. So vieles, was ich erzählen wollte. Eine digitale Flut. Begeistert von den Informationen wollte ich alles auf einmal. Aber eine Insta-Story zu drehen, stand nicht ganz oben. Neugierig war ich schon. Die anderen können das doch auch. Was also hält mich ab?

Einfach mal machen?
Diverse Male habe ich ein Skript für ein Video geschrieben. Mir überlegt was ich wie sagen kann. Was ich anziehe und wie ich mich schminke. Ach und Haare sind wichtig. Wenn es ein Badhairday ist, geht’s natürlich nicht.
Ich habe mir sogar bei YouTube angeschaut, wie man an so ein Projekt herangeht. Als Einsteiger ist Technik erstmal keine Herausforderung. Handy in Position und los geht’s.
Ich habe schon eine große Klappe, aber wenn es um online Videos geht, dann schlackern mir die Knie.
Ich meine, es sehen wirklich viele Menschen, ich bilde mir nicht ein, dass die ganze Welt zuschaut, aber auch wenn 20 Leute das Video sehen, sind es schon mal mehr als in meinem Yoga Kurs.
Was werden diese Menschen denken? Hören die die gleiche Stimme wie ich, wenn ich mir das Video ansehe? Wer will so eine Stimme hören? Wenn ich mich verspreche? Wenn ich in die Kamera spucke? Oder ich mich sogar verschlucke?
Egal wie man es dreht und wendet, es birgt Große Gefahren. Letztendlich ist es aber auch egal, weil ich nicht live gehe, sondern aufnehme, lösche und neu drehe. Also eigentlich harmlos. Trotzdem habe ich Hemmungen.

Disziplin – und Action!
Ich habe mich mit einer Freundin ausgetauscht, die einen Blog schreibt übers Auswandern und Leben in Mexiko. Sie sagte mir, sie hat einfach drauf losgesprochen und gut ist. Das Video bei Insta löscht sich ja nach 24 Stunden wieder. Recht hat sie. Einfach loslegen.

Und trotzdem habe ich noch kein Video veröffentlicht. Aber ich muss meinen inneren Schweinehund bezwingen. Ich weiß auch, wie es geht. Ich setze mir eine Deadline und arbeite auf dieses Datum hin.
Mit dieser Methode kann man sich selbst disziplinieren und setzt sich bei realistischen Daten auch nicht zu sehr unter Druck. Auch eine Pro und Kontraliste kann helfen, das Thema für so ein Video zu eruieren.
Ich halte mir gerne Optionen offen, was das Thema angeht. Auch eine kleine Umfrage unter Freunden oder Bekannten kann helfen, die Interessen der Zielgruppen herauszufinden.
So ist der Name meines Blogs rasch gefunden worden. Ich habe zwei potenzielle Namen an diverse Menschen geschickt und deren Meinungen dann zusammengeschrieben. Et Voila mein Blog hatte einen Namen: Alltagsspagat.com.
Sich bei einer Sache unsicher zu sein ist ok, nur lähmen lassen sollte man sich nicht. Mit solchen kleinen Tricks kann man sich schnell klarwerden. Einige Meinungen von Freunden helfen ebenso. Niemand muss sich alleine einer Entscheidung stellen.

Kenne Dein Warum
Um die Frage zu beantworten, wieso ich das eigentlich mache: ein Video zu drehen gehört zu den Sachen, die ich schon immer machen wollte.
Meinen Schweinehund besiegen, der Angst ins Auge blicken. Etwas aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen herstellen. Viel wichtiger: eine Botschaft adressieren.
Meine Botschaft ist in erster Linie glasklar. Was andere können, kann ich auch. An zweiter Stelle kommt aber der Wunsch, meine Meinung unters Volk zu bringen. Diesen Wunsch sollte wohl jeder haben, der in den sozialen Netzwerken unterwegs ist.
Vielleicht komme ich ja gut an? Wenn ich es nicht probiere, werde ich es nie wissen. Und das ist etwas, was ich gar nicht kann. Nicht zu wissen, wie es hätte sein können, nur, weil man sich nicht getraut hat.

Wer will, findet Wege
Um meine Angst zu besiegen, habe ich mir Videos von Freunden und Fremden angesehen. Das empfehle ich euch auch. Aber Zähne zusammenbeißen und loslegen, ist wie ins kalte Wasser springen.
Ich habe das Skript im Kopf, heißt, ich kenne meinen roten Faden. Dies empfehlen auch Autoren: die Story muss im Kopf stehen, nur dann kann man drauf los schreiben und der Handlung Spielraum geben.
Wichtig ist es aber den Spaß nicht zu vergessen. Wenn man etwas krampfhaft macht, sieht man es und man kann seiner Botschaft nicht den nötigen Respekt verleihen.

Zugegeben, alles muss man nicht probieren in seinem Leben, aber ein harmloses Instavideo gehört ab sofort zu den Sachen auf der “Erledigt“ Liste. Es könnten ja sogar noch einige Videos folgen. Ist das etwas, was zu meinen Talenten zählt? Wir finden es heraus.
Schaut doch mal bei Alltagsspagat vorbei. In den nächsten Monaten wird sich noch einiges ändern und ich freue mich darauf, diese Erlebnisse mit euch zu teilen.

 

Wieso mache ich das eigentlich?

 

 

1

Was habe ich schon geschafft in einem Jahr? Eigentlich habe ich mir nichts vorgenommen. Ich hatte geträumt, gehofft.
Ich wollte es langsam angehen. Ich möchte es eigentlich nicht analysieren.
Ich habe mir nichts vorgenommen und dennoch viel erreicht.

Ich habe einen Insta Account mit über 400 Followern. Ich habe 27 Follower hier auf dem Blog, mehr als ich je gehofft hatte. 🙂 Danke dafür.
Ohne ein Ziel jemals zu definieren, habe ich doch einige Menschen angesprochen. Stehe mit meiner Meinung nicht alleine da. Ein richtiges Netzwerk habe ich aber noch nicht. Aber das kommt noch. Gemach. Gemach.

Ich habe gelernt in diesem Jahr und habe mein Ziel, Konfliktmanager zu werden, erreicht. Meine Abschlussarbeit wurde mit sehr gut benotet. Oh mein Gott.
Ich habe Artikel publiziert, in einem Magazin, welches 35.000 Exemplare Auflage hat.
Ich konnte Freunden helfen, Ziele zu formulieren. Ich habe tatsächlich nette Kontakte aufgetan.
Ich sehe Dinge in einem anderen Licht. Ich kann so viel erreichen. Wer hält mich auf? Nur ich selber. Niemand sonst. Wenn ich mir zu sehr zu Herzen nehme, was andere über meine Ziele denken, dann halte auch nur wieder ich mich auf. Man sollte ganz klar definieren, wer einem was sagt und rät. Sind es Menschen die sich im Kreis drehen und die Welt nicht bereist haben? Sind es Menschen die engstirnig sind? Vielleicht sind es Unwissende? Risikoscheue Menschen?!
Dennoch höre ich mir ihre Worte an, weil ich dann sortieren kann, was mir weiterhilft. Ich weiss, nicht jeder kann das. Sortieren und herausfiltern. Sich nicht einlullen oder sogar demotivieren lassen. Kritik ist nichts wovor man Angst haben muss, aber man muss ganz klar erkennen können, ob diese Kritik wirklich korrekt adressiert ist.
Nicht jeder kann Kritik gut äussern und nicht jeder kann Kritik gut auffassen.
Ab nächstem Jahr helfe ich euch professionell bei diesem Thema.
Filtern, filtern lernen. Sich dabei nicht vergessen.

Aber zurück zu meiner Einjahresfeier.
Ich feiere dieses Jahr mit meiner Familie. Mit meinem Mann und meiner Tochter. Eigentlich müsste die Journalistin in unserer Familie ebenfalls dazu stoßen. Meine Mum liest meine Artikel immer nochmal genau. Manchmal zu meinem Leidwesen. Nicht immer sind wir uns grün bei den Artikeln. Aber da wären wir wieder bei der Kritik. Ich kann es filtern.
Hätte meine Familie nicht so viel Verständnis und vielleicht auch Spass an meinem Blog, wäre ich gar nicht soweit gekommen. Wir teilen unsere Zeit gerecht auf. Zeit für uns, für unsere Tochter und Zeit fürs allein sein.

Das mit der Zeit wird erst noch zum Thema wenn ich nächstes Jahr meine Workshops aktiv anbiete. Wenn ich auf Kundenfang gehe.:)
Ich glaube ich selber weiß noch gar nicht recht, wie viel Zeit wirklich für dieses Vorhaben drauf geht.
Ich bereite mich mental darauf vor. Ich werde meine Gesundheit mehr in den Vordergrund stellen und ich werde das machen worauf ich Lust habe und nicht wohin man mich drängen möchte.

Ich werde an meinem Schreibstil arbeiten. Ich werde mich auf meine Wünsche konzentrieren. Ich bin offen für Versuche, für Fehlschläge und für erreichte Ziele. Alles erreichen, wenn man nur will.

Weltherrschaft

Es ist an der Zeit, ich muss mich diesen nervenden Menschenmassen stellen. Muss mich in die Mengen wagen. Daher habe ich mich jetzt zum Elternbeiratsmitglied wählen lassen.
Ich werde ab sofort im Auge des Sturmes sitzen und genauestens Bescheid wissen über schulische Aktivitäten jeglicher Art.
Mein Mann meinte, der Weg zur Weltherrschaft sei jetzt geebnet.

Sehr gut. Ich setze meinen Plan bereits bei der Zukunft der Menschheit um. Bei den Kindern! Sie werden nach meinem Belieben geformt und verändert. Sie werden meinem Willen gehorchen.

Ich werde jäh von dieser Idee unterbrochen, als mein pubertierendes Kind mich anbrüllt, weil ihre Wäsche nicht gewaschen ist. Schon ändert sich die Haltung von Weltherrschaft in Putze.

Ich buckel vor dem Kind und wasche Wäsche. Hilft ja nix, nackt kann sie ja nicht herumrennen. Selbst wenn ich ihr das androhen würde, würde mich ihr Zorn dreimal so stark treffen. Nein. Das kann ich nicht riskieren.

Ich habe gehört, dass die Pubertät dazu dient, das Band zwischen Mutter und Tochter zu lockern. Es soll sich etwas fremd anfühlen damit man später, nach der Pubertät, wieder enger zusammen rücken kann.

Wir werden sehen. Zurück zur Weltherrschaft.
Ich plane sie bei einer Tasse Kaffee in der Küche am Tisch. Die Katzen schleichen um die Füße und ich denke gerade an einen Bondbösewicht, der eine weisse Katze streichelt und diabolisch lacht.
Ich versuche die dicke Katze zu greifen und es dem Bösewicht gleich zu tun. Aber die Dicke räkelt sich und statt Gelächter habe ich Haare im Mund. Super.

Ich stehe auf und nehme die Tasse Kaffee um mir bei Netflix ein paar Ideen zur Weltherrschaft abzuschauen. Aber eigentlich wird bei den Serien mein Hass auf die Menschheit nur noch mehr geschürt.
Tod und Verderben springen mir entgegen. Verrat und Selbsthass.
Im Grunde zerstört sich die Menschheit doch selber, wozu also diese untergehende Spezies hassen? Es erledigt sich doch von allein. Aber wozu dann die Weltherrschaft anstreben, wozu dann meine Ideen auf andere überstülpen. Soviel besser sind meine Ideen jetzt auch wieder nicht. Vielleicht reicht es erstmal im Elternbeirat zu sein? Vielleicht kann ich dort den einen oder anderen bewegen?!

Ich gehe mit meiner Tasse Kaffee zum Kind ins Zimmer, sie spielt am Tablet. Ich setze mich zu ihr, küsse ihre Stirn.
Wir sitzen auf ihrem Bett bis sie mich irgendwann fragt, was ich eigentlich will und schickt mich mit schroffem Ton raus.
Weltherrschaft klingt auf einmal doch wieder gut. 🙂

Achim

Das ist der Mann im Bild. Die Kinder und seine Frau komplettieren das Foto. Achim hat grad seinen Job gekündigt und findet das ziemlich gut. Es geht ihm sehr gut, sagt er. Er sieht auch weiser aus als früher, finde ich. Ich kenne ihn von einem Job. Uns beide hat dieser Job aufgerieben. Mich persönlich hat er aber auch geformt, gefördert und gefordert. Achim lernte dort einen Menschen kennen, der durch viele Gespräche Achims Gespür für die Welt verändert hat.

Als wir uns zum Eis essen letzte Woche getroffen haben, wusste ich nicht genau was mich erwartet. Achim geht einen Weg, der nichts für mich wäre, aber ich respektiere ihn sehr für diese Entscheidung.

Achim ist mit seiner Frau in Deutschland unterwegs, um eine Gemeinschaft zu finden, in der er und seine Familie leben kann. Wo seine Kinder barfuß laufen und Hühner füttern können. Seine Frau ist ernährungstechnisch ziemlich “Rock’n’Roll“. Nordischroh heißt ihr Blog. Schaut da unbedingt mal rein. Das heisst, für den Job sind sie nicht an einen Ort gebunden. Digitale Nomaden sozusagen. Übrigens durfte ich mal eine vegane Süßigkeit probieren. Ich, als alter Schokoladenliebhaber, war schwer zu überzeugen, aber es war der Hammer. Dennoch nicht meine Ernährung. Also nicht vollumfänglich.

Aber ich wollte über unser Gespräch berichten. Wir haben über seine Schritte in die (finanzielle) Unabhängigkeit gesprochen. Wir haben über das Bloggerleben philosophiert. Ich steh‘ da ja noch ganz am Anfang, Achim und seine Frau sind da mega alte Hasen. Dann kam das Thema Ernährung dran. Ich erzählte ihm, dass ich beschmunzelt werde, wenn ich meine Algen und Heilpilze vorsortiere, damit ich jeden Tag die richtige Dosis bekomme. Achim schmunzelte nicht. Er packte erstmal eine lange Liste an Präparaten auf den Tisch, die er zu sich nimmt. Warum? Weil man einfach nicht gesund leben kann ohne gewisse “Zusatzstoffe“. Er hat mich völlig ernst angeschaut und über Menschen berichtet, die mit einer gewissen Kombination an Stoffen, ihre zum Teil schweren Krankheiten, ein wenig erträglicher machten. Ich konnte nur nicken und ihm versichern, dass ich meine Ernährung ernst nehme. Aber eben nur ich, nicht meine Familie. Das Problem hat Achim nicht. Er und seine Frau ernähren sich vegan und (oder auch) von Rohkost. Ihre Kinder aber dürfen frei entscheiden, was sie essen möchten.

Kurz noch zum Eis essen. Eigentlich hat Achim die ersten fünf Minuten nicht reden können, weil er sich das vegane Schokoeis in den Mund geschoben hatte. Er grummelte vor sich hin, wie geil das Eis ist. Es klang so, als ob er schon echt lange kein Eis mehr gegessen hatte. Ich auch nicht, bestimmt eine Woche lang nicht. 😉

Wir haben über Seelenfrieden gesprochen, über Bücher die wir noch lesen wollen und das Gefühl frei zu sein. Frei von Mieten. Frei von Zwängen. Frei von Schuld.

Wir beide realisieren das mit Coaches. Wie so oft, komme ich hier wieder darauf zurück, dass es ohne Hilfe nicht geht. Keiner kann alleine alles überblicken. Ich bin froh, wenn ich Themen hinterfragen kann und eine andere Meinung dazu erhalte. Ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, der mir helfen kann. Es ist nichts verwerfliches daran, eine geschulte Person in seinem Leben zu haben, die mit ihrem Know-how berät.

Achim arbeitet noch weiter an sich. Ich denke er ist auf einem sehr guten Weg. Wir werden sicherlich noch mal Eis essen. Ich finde die Sehnsucht nach dem richtigen Weg großartig. Ich finde das Beschreiten noch viel mutiger. Ich wünsche jedem diesen Mut. Man ist nie zu alt oder zu jung dafür, das Richtige für sich zu wollen.

Wir fanden das Gespräch übrigens richtig genial. Es wird definitiv ein weiteres Treffen geben, vielleicht sogar mit Folgeterminen mit zukünftigen gemeinsamen Themen?! Wer weiss…. Achim und seine Frau geben Kurse zum Thema Rohkost, Ernährung und gesundes Leben. Es ist gar nicht so schwer das Richtige zu machen.

 

 

 

 

 

Was ich kann.

Ich weiß nicht, ob die Liste mit den Sachen die ich nicht kann länger ist? Ich denke schon. Dann ist die Liste mit den Sachen die ich kann definitiv kürzer und damit fang ich an. 😉

Jeder sollte mit den Sachen anfangen, die er kann. Das motiviert. Außerdem tauchen vielleicht Sachen auf, die einen selbst überraschen. Wie zum Beispiel die Fähigkeit zum beidhändigem Umrühren von heissen Getränken. Kann nicht jeder. Bekommt man damit einen Job? Nein. Ausser man will Barista werden, dann vielleicht.

Ich habe einen, mittlerweile, sechs Seiten langen Lebenslauf. Schön ausgearbeitet, mit vielen Details. Ich habe für jede Berufserfahrung Begründungen warum es nicht “gehalten“ hat. Offizielle und Inoffizielle.

Nach jedem Jobdesaster habe ich an mir gezweifelt, nachdem ich stinksauer über irgendwas oder irgendjemand war. Was will ich? Was kann ich? Jedes mal die selben Fragen. Ein Loch. Kurze Heulkrämpfe. Motivation.

Immer derselbe Ablauf. Warum lerne ich nicht daraus? Kann diesen Prozess überspringen? Gleich zur Motivation kommen? Also die Steps werden schon bedeutend kürzer und ich gelange immer schneller zur Motivation. Also mich kann ich schon mal motivieren. Ich kann auch andere motivieren. Check.

Bekommt man als Motivator einen Job? Hände hoch wer wen kennt.

Ich fasse kurz zusammen. Ich kann zwei Heissgetränke gleichzeitig umrühren und ich kann motivieren. Reicht das schon für irgendwas?

Ich glaube auch fest daran, dass wenn man das machen kann was man kann, dann macht das auch glücklich. Macht das Sinn?Und wenn man dann noch richtig gefördert wird. Jackpot!Ach so und Geld sollte auch stimmen.

Ich kann natürlich noch mehr. Aber das verrate ich nur wenn es wirklich wichtig wird. 😉

Ich mag meinen Job. Aber ich frage mich, war das schon alles? Geht da nicht noch mehr?

Wenn ich die Antwort habe, gebe ich Bescheid.

Übrigens, meine Lieblingsaffirmation ist derzeit: “Jeder Tag birgt Neuigkeiten!“

 

 

 

 

 

 

 

Allein.Allein.

Früher konnte ich nicht alleine sein. Also nicht lange. Ich hatte immer Freunde um mich herum. War selten Single und immer auf Achse.

Mittlerweile finde ich das Alleinsein aber sehr attraktiv. Es lächelt mir charmant zu und fordert mich auf ein wenig zu verweilen. Alleine. Mit mir und meinen Gedanken.

Vorteil: Man kann seine Gedanken sortieren. Aussortieren. Umsortieren. Vergessen. Prioritäten setzen. Ziele neu vereinbaren. Ziele verwerfen. Auf das Geleistete zurückblicken.

Nachteil: Man sortiert seine Gedanken neu. Man sortiert nicht aus, sondern verweilt in Erinnerungen und die Ziele, die man nicht erreicht hat, wirft man sich als Scheitern vor.

Ich nutze das Gespräch mit mir als Anhaltspunkt. Als Ausgangssituation.

Als meine “Ich-Zeit“.

Die Ideen, die dann kommen und gehen werden von mir bearbeitet, sortiert und priorisiert. Ich nutze diese Zeit ausschließlich für mich und meine Gedanken. Ich hatte anfangs Angst davor, aber es ist nichts schlimmes passiert. Na ja ein kleines Gefühlschaos gab es schon hin und wieder, aber das befürchtete schwarze Loch blieb aus.

Wie messe ich es? Ich teile meine Gedanken mit anderen. Ich warte auf die Reaktion und verbuche das dann für mich als Erfolg. Oder Misserfolg. Je nach dem. Dann bin ich zwar nicht mehr allein. Aber den Anfang bin ich alleine gegangen. Ich würde nie auf meine “Ich-Zeit“ verzichten wollen. Es ist wie eine kleine MaFo (Marktforschung) Einheit. Ich habe die Ideen und Familie und Freunde dürfen drauf los diskutieren. Ich sage dabei aber nie, ob es jetzt um etwas ging was “weg“ soll oder “bleiben“ darf. Ich warte die Reaktionen einfach ab.

Manchmal ist nach so einer MaFo Einheit der Wunsch nach dem Alleine sein wieder groß. Dann kann ich auch wieder alleine sein.

Manchmal bekomme ich ein mulmiges Gefühl, wenn mein Kopf sagt,  bleib länger allein. Ich will nicht weglaufen, nur sortieren. Und ich brauche Leute um mich herum, um gute Entscheidungen zu treffen. Ganz einfach. Niemand muss alleine sein. Schon gar nicht einsam.

Das ist ein Unterschied. Ich freue mich schon auf meine nächste “Ich-Zeit“. Ich habe wieder viel zu sortieren. Kleiner Tipp: es sortiert sich mit Listen auch super. Pro und Contra ist da ja sehr beliebt. Aber es sollten nicht, aufgrund einer Liste, schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden, da lohnt es sich immer einen Fachmann hinzu zu ziehen. Aber als Grundlage dient es alle mal. Probiert es aus, grad die Entscheidungsunfreudigen unter euch werden Vorteile erkennen. 😉

 

 

 

 

 

 

Diplomatisch

Kann ich ja nicht richtig. Herz auf der Zunge und so. Außerdem kein Pokerface.

Gut. Nimm es hin Mensch. Kurz beschrieben womit ich mich derzeit plagen muss.

Diplomatisch rüberbringen wie Menschen sich mir gegenüber verhalten. Also Kritik üben.

Ich so:“ Das geht so nicht. Das ist voll nicht nett.“

Sie so:“Ja, aber das liegt doch sicherlich an dir?!“

Ich so:“Waaaaaaas?“

Und dann ergab ein Wort das Andere. Am Ende nickten alle und bestätigten das sie verstanden hatten was man gesagt hat.

Die Tür ging zu und ich fragte mich, warum ich eigentlich heut morgen den Tag nicht mit Wodka begonnen hatte?!

Kennt ihr. 😉

 

schweineHUND

Mein treuer Begleiter. In allen Lebenslagen. Er ist immer für mich da. Er hört aufs Wort und bekommt meistens nach all der Bettelei auch sein Leckerli.

Er hört nicht auf mein Wort, aber auf Irgendeins bestimmt. Tatsächlich gewinnt er ziemlich oft. Was soll die Mühe wenn ein “Liegenlassen“ oder “Morgenmachen“ so viel einfacher ist?

Ich lerne gerade meinen inneren Schweinehund näher kennen. Er drängt sich nicht auf, aber er ist sehr präsent. Er nimmt mir Entscheidungen auch gerne ab. Ich hatte früher keinen Schweinehund, zumindest nicht so einen Großen. Eher was für die Handtasche. Aber man entwickelt sich ja auch weiter. Somit ist er auch größer geworden.

Ich finde es schon schön, wenn man abends nach Hause kommt und da wartet schon was auf mich. Abwaschen? Nein, Danke. Wäsche abnehmen? Nö. Was soll ich sagen, er will halt spielen und nicht arbeiten.

Komisch ist nur, dass ausser mir, keiner meinen Schweinehund mag. Ich muss dann immer was machen. Und dann den armen  S.hund stehen zu lassen ist echt schwer. Ich meine, es hatte doch einen Grund warum ich ihn angeschafft habe?! Der ist zwar in Vergessenheit geraten, aber er war mal glasklar. So ein treuer Begleiter beschützt einen ja auch vor Megastress. Das hat doch was für sich. Er sitzt neben dir auf der Couch und hat somit die Verletzungsgefahr beim Sport verhindert. Hallo?! Ist das denn nichts? Steuern braucht man nicht zahlen. Er hilft also auch beim Sparen. Man man. Wenn ich so überlege, sollte jeder zwei haben.

Bei einem schweineHUND-Doppel geht man ja mehr als auf Nummer sicher. Und Sicherheit ist doch etwas, was man heutzutage am allermeisten braucht. Ein befriedigendes “mach ich morgen“ hat doch noch niemanden umgebracht. Naja, ausser die Kollegen oder die Familie haben es zu oft gehört. Dann ist es vielleicht doch eine der möglichen Todesursachen im Haushalt.  🙂

 

 

müde

Manchmal ist diese Müdigkeit kaum zu ertragen. Sie ist ständiger Begleiter. Den ganzen Tag über. Die Nächte sind zu kurz trotz tiefer Schlafphasen. Irgendwann hüllt sich der Kopf in ein lautes, weißes Rauschen. Die Augen schauen durch einen feinen Nebel in den Tag. Der Zustand ist nicht schmerzhaft, nur ein wenig befremdlich. Fatiguesyndrom könnte man es nennen. Aber nur weil es einen Namen hat, macht es die Sache nicht erträglicher.

Ich habe kein Fatiguesyndrom. Ich kann nur grad nicht geradeausdenken. Das wird sich legen, vor allem wenn man bereits erwähnte Tipps befolgt. Und ja, ich muss es auch tun. Übrigens wie weit seid ihr mit den Glaubenssätzen? Nein, ich habe es nicht vergessen.

Meine Favoriten sind derzeit: Ich bin ganz entspannt UND Ich bleibe ruhig.

Brauche ich tatsächlich öfter am Tag und hilft. Bei euch auch?

Aber leider ist der Terminkalender so voll, dass der Schlaf viel zu kurz kommt. Aber noch ist mein Körper kein “Totalausfall“.

Noch geht es irgendwie. Trotz dichter werdendem Nebel vor den Augen und leichtes “betrunkenes“ Dasein hin und wieder. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. 😉 Das weisse Rauschen hingegen verschlingt schon einige Gefühle. Das möchte ich gerne beheben. Heisst aber mehr Pausen, runterkommen und entspannen. Dann weiss ich ja was ich zu tun habe.

Gute Nacht.

 

 

 

 

 

Hemmungen.

Normalerweise bin ich sehr entscheidungsfreudig. Wirklich ausgesprochen entscheidungsfreudig. Aber dann kommen Hemmungen und machen sich breit. Diese Hemmungen manifestieren sich und verankern sich tief in meinen Gedanken und schon hinterfrage ich einfachste Entscheidungen. Kaffee trinken oder lieber nicht. Aufstehen oder lieber nicht. Essen oder lieber nicht. Zum Glück habe ich einen Coach der mir aus so einer Situation heraus hilft. Sie ist wirklich gut in dem was sie macht. Ich hatte sofort vertrauen zu ihr. Wir haben schon viele Termine miteinander realisiert. Ich gehe immer gestärkt aus so einem Gespräch heraus. Ich kann nur jedem empfehlen sich so einen/ eine Coach/ Person zu suchen. Es gibt Themen die muss sich ein Profi anhören, da reicht die Meinung vom Ehemann leider nicht aus.

Der Profi hinterfragt, vor allem aber kennt der Profi die hilfesuchende Person nicht privat. Von Aussen auf Etwas zu schauen kann so ungemein hilfreich sein. Zusammen im Gespräch Erfolge fest zu stellen und Ziele zu besprechen ist sehr heilsam.

Bei mir gibt es kein Thema was nicht besprochen werden kann. Mein Coach lenkt nicht, sie lässt es sich entwickeln. Es gab Tage, da war ich so ratlos, dass es zwei eng aufeinanderfolgende Termine sein mussten, um mich zu sortieren. Aber dann war wieder alles gut.

Diese Hemmungen kommen immer dann, wenn Stagnation auf meine Vorhaben trifft. Ich hasse Stagnation. Geduld ist eine Tugend, die ich noch lernen muss. Was tut ihr wenn Hemmungen drohen euch zu bremsen? Ich benötige wirklich viel Willenskraft und Motivation um diese Hemmungen zu überwinden.

Zum Glück kann ich mich (und andere) besonders gut motivieren. Ich benötige zurzeit allerdings wieder mehr “Anlauf“. Der Kopf ist voll mit Ideen die umgesetzt werden müssen. Ich habe eigentlich keine Zeit für Hemmungen. Ich denke es ist wieder Zeit meinen Lieblingscoach zu besuchen.

Es ist definitiv keine Schwäche nach Hilfe zu fragen. Ich sehe es sogar als besondere Fähigkeit an nach Beistand zu fragen. Es hat nichts Unselbstständiges. Ziele bringt man meistens schneller voran wenn mehrere drauf schauen. Auch kann ein Brainstoarming neue Wege aufzeigen. Ich bin vielleicht nicht der mega Netzwerker, aber das habe auch ich erkannt.

Ich versuche demnächst einen Workshop zum Thema “lass da mal wen anderes drüber schauen“ zu entwickeln. Der Name ist auch nicht richtig gefunden, vielleicht ist er zu lang?! 🙂

Falls Euch ein schöner Name einfällt, immer her damit.

 

 

 

 

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