agro

Völlig genervt habe ich “Türlich, Türlich“ von “Das Bo“ im Radio aufgedreht und laut mitgesungen. Eigentlich ist es mir peinlich laut zu singen, aber “wir brauchen Bass“ geht nun mal nicht leise.
Dieses Lied hat meine Stimmung gehoben. Für einen kurzen Moment. Es hat meine extreme Aggressivität gemildert und in gute Laune verwandelt. Wie erwähnt, nur kurz.
Ich habe Signale nicht richtig gedeutet, habe meine unverblümte Art an den Tag gelegt und bin auf die Fresse gefallen. Nein, nicht immer will man meine Hilfe. Manchmal denke ich auch nur, man will Hilfe.

Auch wenn ich der Meinung bin meine Hilfe sei angebracht, heisst es nicht, dass man sie auch annehmen muss.

Das ist ein Zustand an den ich mich schlecht gewöhnen kann. Es ist etwas womit ich nicht immer klar komme.

Warum?

Wenn ich Gejammer höre, dann denke ich, dass Hilfe gewünscht ist.
Nein, man will nur Aufmerksamkeit. Nur mitleidige Blicke. Oder Verständnis? Nicht von mir. Ich habe kein Verständnis für eine selbstverschuldete Situation. Ich helfe, obwohl man nicht ausdrücklich nach Hilfe gefragt hat.
Ich verurteile niemanden für den Mist den er verzapft. Ist ja sein Mist, nicht meiner. Ich helfe nur.
Kann man von mir lernen, Mist nicht immer selber zu verzapfen? Ja. Kann man.
Will man das? Vielleicht.

Ich ändere etwas, um zu sehen ob dieser Weg mehr Erfolg bringt. Ich weiß nicht ob das richtig ist. Ich mache es einfach.

Nur ein Idiot denkt, dass sich von alleine etwas ändert, wenn man gar nichts tut.

Probieren geht über Studieren. Sagt man doch so schön. Scheinbar bin ich aber von Idioten umgeben, die nicht sehen wollen oder können.

Vielleicht bin aber auch ich der Idiot, weil ich glaube, das etwas tun besser ist als nichts.

Während ich mir meine Wut von der Seele schreibe, schaut die dicke Katze ganz verwundert zu mir auf. Sie spürt scheinbar ein gewisses aggressives Potenzial. Oder es liegt daran, dass ich sie voll
agro hinterm Ohr kraule.

Katzenmenschen und Waldläufer

Ich habe zwei Katzen und bin keine „Crazy Catlady“ (glaube ich zumindest). Haustiere regulieren nachweislich den Blutdruck. Ob Hund oder Katze ist eigentlich egal. Ich bin aber ein Katzenmensch. Ganz eindeutig. Meine Stubentiger schnurren sich durch mein Leben und geben mir ein sehr gutes Gefühl. Ich bin für Sie da und bekomme als Belohnung ein kleinwenig Aufmerksamkeit – hin und wieder.

Wer Stress auf Arbeit verspührt und Abends nach Hause kommt und den Abwasch missgelaunt beäugt, freut sich bestimmt über ein schnurrendes Ding, welches um die Beine schleicht. Das Spielen mit Hausstieren und das „Kümmern“ um diese, erfüllt uns Menschen mit einem warmen Gefühl. Auch das ist in medizinischen Studien nachgewiesen. Schafft euch Haustiere an, lebt glücklicher.

Natürlich nur wenn es euer Lifestile hergibt. Wer seinen Puls beim Schnorcheln runterkurbeln kann, sollte das natürlich vorrangig tun. Keine Tiere anschaffen wenn man sich nicht um sie kümmern kann. Das sollte jedem klar sein. Auch ein ausgedehnter Spaziergang drosselt unser aufgewühltes Herzelein. Es gibt sogar Studien, die beweisen, dass ein langer Waldspaziergang den Einen oder Anderen Arztbesuch wettmachen. „Dr. Wald“ stand in dem Artikel. Ich mag die Idee sehr, dass ein friedlicher Waldspaziergang den Kopf klar und den Herzschlag ruhig machen. Wer kann sich an seinen letzten Waldspaziergang erinnern? Habt ihr mitbekommen, dass es euch danach besser ging?

Achtet da mal drauf. Und hier einige Spazierwälder im Norden. Vielleicht sieht man sich da ja mal?

1. Klövensteen Ein abwechslungsreiches Wildgehege zum Nulltarif.

2. Niendorfer Gehege Das größte Waldgebiet im Bezirk Eimsbüttel.

 3. Rantzauer Forst Der 300 Hektar große Rantzauer Forst im Westen der Stadt Norderstedt zählt zum Staatsforst Schleswig-Holstein.

 4. Tangstedter Forst Direkt an der Bundesstraße 432 am Stadtrand von Norderstedt gelegen, besteht dieser Wald überwiegend aus Nadelhölzern.

5. Wohldorfer Wald und Duvenstedter Brook Gut elf Kilometer lang ist der Rundwanderweg durch eines der schönsten Naherholungsziele der Hansestadt.

 

 

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