Berufung!

Meine Mutter fragt mich bei jedem Jobwechsel ob ich denn jetzt den Job gefunden hätte, zu dem ich mich berufen fühle.

Ich sage fleissig ja. Aber das stimmt nicht. (Sorry Mutti) Ich suche nach der Berufung. Irgendjemand wichtiges hat mal gesagt, wenn du den Job schlechthin gefunden hast, dann brauchst du keinen Tag mehr arbeiten. Danke für den Hinweis. Irgendwie ist danach suchen ja auch wie Berufung. Stehe ich eventuell nicht auf der Seite der Personaler mit dieser Sichtweise. Aber gut.
Es gibt Sachen die ich echt gut kann und dann gibt es Sachen die ich nicht gut kann. Im Kopf Mehrwertsteuer ausrechnen kann ich nicht. Aber satten Rabatt für Handtaschen kann ich rausschlagen.

Ich kann Menschen und Situationen gut einschätzen. Am liebsten Menschen in Situationen. “Nur“ Menschen ist auch schwierig.
Aber in Situationen den bestmöglichen Ausgang herbeiführen ist meine Gabe.

Im Vordergrund steht ja immer das Individuum. Aber das alleine kann ja noch nicht viel. Erst wenn es interagiert kann es Berge versetzen. Man braucht immer mehr als einen um das Bestmögliche zu erreichen. Immer. Ich meine, schlaue Bücher lesen ist schon ein Anfang, aber irgendwer hat diese schlauen Bücher ja auch geschrieben. Also schon mal wieder mehr als einer.

Ich finde es gut zu beobachten wie Menschen in Gruppen agieren. Es ist wahnsinnig faszinierend. Jeder möchte sich als Individuum am besten positionieren, aber das geht eben nicht ohne Interaktion mit den Anderen. Irgendwann kenne ich das Geheimnis, den besten Weg, wie man in einer Gruppe „überlebt“ ohne anzuecken und ohne sich selbst aufgeben zu müssen. Ich arbeite da schon länger dran, aber es wird einen Weg geben und ich werde ihn euch verraten.

Bis dahin empfehle ich euch, auch den Spaß daran zu entdecken, „Gruppen“ zu analysieren. Dann ist es auch leichter die Kompromisse zu akzeptieren. 🙂

 

 

Mehr wollen.

Ich habe gewisse Ansprüche an mich. Die sind sogar ziemlich ambitioniert. Immer wieder muss ich mich bremsen, damit ich nicht übers Ziel hinausschieße. Und immer wenn ich merke, dass ich wieder 1000% von mir verlange, stoppt mich mein Körper. Er hört dann einfach auf, dass zu machen was er soll. Denken zum Beispiel.  Geradeauslaufen oder Gläser in der Hand behalten wollen, geht auch nicht immer.

Dann weiss ich, dass ich einen Gang zurückschalten muss.

Ich hatte das schon eins, zweimal erwähnt in meinem Blog. Dieses “Körperproblem“. Ich ertappe mich aber dabei, dass ich meine eigenen Ratschläge gar nicht befolge. Woran das liegt? Fehlende Übung. Wiederholung ist das A und O. Nur dann festigen sich diese “Glaubenssätze“. Nicht vergessen, dass sind “Ratschläge“ von anderen an uns oder eben an unsselbst. Wenn diese Ratschläge für den Einzelnen nicht funktionieren, müssen diese angepasst werden.

Ich gebe hier einige Beispiele. Dann können wir gemeinsam üben. Einige Wochen müssen aber investiert werden.  Sonst bringt es nichts. Das ist Tatsache.

Einer dieser Glaubenssätze kann heissen:“Ich kann das.“ Den Ratschlag, den ich euch damit gebe, könnte dann lauten: “Glaub an Dich, Du schaffst das.“ Das ist ein Ratschlag den ich so tatsächlich erteile, auch wenn er abgedroschen klingt. Wenn man diesen aber als “Mantra“ sieht und es sich morgens (oder vorm Schlafengehen) immer wieder vorsagt, wird es ein Glaubenssatz, den wir verinnerlichen und der uns stärkt.

Ich persönlich bekomme es hin mich zu beruhigen, wenn ich auf 180 bin, mit diesen Worten hier:“ Ich bin ganz ruhig und gelassen.“ Kommt aus dem Autogenen Training und klappt tatsächlich. Aber nur wenn ihr es wirklich immer wieder “vorsagt“.

Über Wochen. Wir machen das mal. Ab heute drei Wochen lang, jeden Tag. Dann sprechen wir uns wieder. Messbar wird das Ganze, wenn ihr so eine Sportapp mit Pulstracker oder ne Pulsuhr habt. 🙂 Glaubt mir, ich weiss, das es geht.

Wir sprechen uns in drei Wochen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg ist das Ziel.

Ich bin bekannt für Neuanfänge! Im Freundeskreis werde ich jedes Jahr zu Weihnachten gefragt ob ich noch den selben Job habe oder ob ich noch im selben Haus wohne. Sagen wir so, es gab Weihnachtsfeiern, da konnte ich jedem zwei neue Adressen geben und von meinen neuen Joberfahrungen berichten.

Manchmal glaube ich, ich bin nicht mehr Chefkompatibel?! Kennt ihr das? Ich trage mein Herz auf der Zunge und habe definitiv kein Pokerface! Also liest man mir meine Reaktionen und Gedanken recht schnell vom Gesicht ab. Das ist nicht immer von Vorteil.

Meine Ex- Chefs können ein Lied davon singen. Ich kann aber wirklich nichts dafür. Irgendwer wollte, dass ich ein offenes Buch bin. Also müssen meine Chefs, auch die Zukünftigen, damit leben. Und ich auch.

Eigentlich bin ich scheinbar nur auf der Suche, nach dem „Richtigen“ (Chef). Der weiß was er an mir hat und ich an ihm. Das ist gar nicht so leicht, kann ich euch sagen. Ich suche wirklich lange und oft und stoße immer wieder an meine Grenzen. Oder werde gestoßen. Das wird sich ändern. Ich habe mir vorgenommen, dass dieses Jahr zu ändern.

Ich suche nicht mehr, ich lasse mich finden. 🙂 Der Weg ist das Ziel, sagt man doch so schön. Wer sagt, dass der Weg nur von einer Person, von mir, beschritten werden muss? Können andere den Weg nicht auch gehen und mich „zufällig“ finden? Zufällig ist schön.

Ich könnte ein Buch über „Cheftypen“ schreiben, geschlechterunabhängig. Und immer wieder habe ich mich gefragt:“Liegt es an mir?“ Manchmal; ja. Manchmal; ganz klar, nein.

Ich möchte, dass meine Arbeit anerkannt wird. Mein Einsatz wertgeschätzt wird. Ist es falsch, das zu wollen? Mich motiviert Geld nur so semi. Geld ist super, aber Anerkennung motiviert mich eben mehr. Das muss ja nicht bei jedem gleich sein. Jetzt kann man spekulieren ob ich als Kind nicht ausreichend wertgeschätzt wurde oder woran es genau liegt, dass ich darauf so abfahre. Aber ich mache „gerne“ Überstunden wenn mir der Chef hinterher sagt, wie gut das war, dass ich die gemacht habe und wie wichtig.  Nicht alle Chefs sagen so etwas. Eigentlich nur wenige. Ich möchte nicht gelobt werden für den Kaffee den ich kochen muss, weil das Teil meines Jobs ist. Ich möchte Lob dafür, dass ich Nachts an das verf**** Mobiltelefon gehe, wenn es einen Feueralarm gab. Und ähm vielleicht kann man noch an meinen Geburtstag denken?!

Ich war mir nicht sicher ob ich dieses Thema veröffentlichen soll.  Ich weiß, ich bin nicht perfekt und “Chefs“ sind auch nur Menschen.

Aber ich kann über mich hinauswachsen, dann können “Chefs“ das auch.

 

 

 

Welcher Spagat?

Jetzt gab es doch noch konstruktive Kritik. Man könne den Spagat zwischen Alltag und „Restleben“ in meinem Blog gar nicht erkennen. *Nase rümpf. Also tatsächlich sehe ich keinen Konflikt und empfinde den Spagat als nicht so schwierig, daher wird er bislang von mir auch so lieblos behandelt. OBWOHL er wirklich da ist, dieser Alltagsspagat.

Wir halten fest, ich meistere scheinbar mühelos (Augenzwinker) den Spagat und schreibe so „pillepalle“ über ihn.

Das möchte ich ändern und tatsächlich mehr erklären, wie ich ihn meistere und welche Hürden mir im Weg sind. Ja, manchmal ist da ein Konflikt, diesen bewältige ich scheinbar in einem rasanten Tempo und stehe dann vor der Lösung, ohne euch zu involvieren. Ich will euch involvieren. Logisch. Sonst kann ich mir mein „Senfdazugeben“ ja auch sparen.

Beispiel; heute morgen hab ich ein klein wenig länger vor mich hingeträumt, da stand das Kind schon vor der Tür und wollte sich fertig machen. Ich musste jetzt also doch schnell, schnell den Tisch decken, damit wir zusammen frühstücken können. In ein Handtuch gewickelt renne ich also los, an den Katzen vorbei in die Küche und habe mir Frühstücksbretter unter den Arm geklemmt, die Messer in die eine Hand und Marmelade in die andere Hand geschmissen. Auf den Tisch geworfen und Toast (Vollkorntoast!) in den Toaster gesteckt. Nochmal los, Milch und Kaffee holen. Die Katzen haben in der Zeit lautstark protestiert, da ich die beiden Mädels noch nicht beachtete. Also ich kann von Glück reden, dass sie sich nicht vor meine Füße geschmissen haben und ich gestolpert bin. Das machen sie sonst. Also, das Kind kam dann tranig an den Tisch und checkte erstmal Whatsapp. Klar. Ich habe mich dann auch hingesetzt und einen großen Schluck Kaffee genommen. Dann ging es eigentlich wieder. Als wir da so saßen, habe ich kurz auf die Uhr geschielt und festgelegt (ja, ganz bewusst), dass ich bevor ich aus dem Haus gehe, das Katzenklo reinige und Waschmaschine anstelle. Der Geschirrspüler kann auch gestartet werden. Was soll ich euch sagen, ich habe alles hinbekommen und bin dann sogar noch früher aus dem Haus, als ich wollte.

Das Kind hat von alle dem nichts mitbekommen, ging satt und sitt. Erwähnte noch die eine oder andere Hausaufgabe, die ich heute Abend (nachdem wir vom Kieferorthopäden gekommen sind) mit ihr lösen darf und schlich raus in die Nacht (es war 7.20 Uhr).

Es überrascht mich immer wieder, wieviel Zeit tatsächlich gebraucht wird. Wenn man denn alles sofort macht und nicht lange vor sich herschiebt. Ich war also heute morgen im Flow. Und, was sagt uns das?

Man empfindet Zeit immer mal etwas anders. Aber sie verändert sich nicht. Es liegt an unserer Wahrnehmung. Wenn ich keine „Ansprüche“ habe und einfach darauf los arbeite, bauen sich keine „Hemmungen/Angst/ Unlust“ auf und die Arbeit ist schnell erledigt. Dieses Prinzip lässt sich, ich würde sagen, auf alle Tätigkeiten anwenden. Also man sollte schlichtweg keine Angst davor haben sondern einfach machen. Dieses Prinzip hat auch einen Namen, Paretoprinzip. Wer sich mit Lernmethoden auseinandersetzt (oder setzen will) kommt an diesem Prinzip nicht vorbei. Das zur Theorie, aber lieber erzähle ich euch, wie gut es mir heut morgen ging, nachdem ich alles erledigt hatte. Die Katzen wollten mich nicht lynchen, dass Kind kam pünktlich zum Unterricht und ich war überpünktlich am Schreibtisch.

Und was hab ich mir zur Belohnung geholt? Eine Streuselschnecke. Klar, das Belohnungszentrum will ja auch bedient werden. Das Vollkorntoast war dann quasi gratis. Nicht jeden Tag sollte man sich etwas zur Belohnung gönnen, dass ginge dann auf die Hüfte. Aber heute war es genau richtig und das Wochenende steht auch vor der Tür, das motiviert noch mal. 🙂

 

 

 

 

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