Weltherrschaft

Es ist an der Zeit, ich muss mich diesen nervenden Menschenmassen stellen. Muss mich in die Mengen wagen. Daher habe ich mich jetzt zum Elternbeiratsmitglied wählen lassen.
Ich werde ab sofort im Auge des Sturmes sitzen und genauestens Bescheid wissen über schulische Aktivitäten jeglicher Art.
Mein Mann meinte, der Weg zur Weltherrschaft sei jetzt geebnet.

Sehr gut. Ich setze meinen Plan bereits bei der Zukunft der Menschheit um. Bei den Kindern! Sie werden nach meinem Belieben geformt und verändert. Sie werden meinem Willen gehorchen.

Ich werde jäh von dieser Idee unterbrochen, als mein pubertierendes Kind mich anbrüllt, weil ihre Wäsche nicht gewaschen ist. Schon ändert sich die Haltung von Weltherrschaft in Putze.

Ich buckel vor dem Kind und wasche Wäsche. Hilft ja nix, nackt kann sie ja nicht herumrennen. Selbst wenn ich ihr das androhen würde, würde mich ihr Zorn dreimal so stark treffen. Nein. Das kann ich nicht riskieren.

Ich habe gehört, dass die Pubertät dazu dient, das Band zwischen Mutter und Tochter zu lockern. Es soll sich etwas fremd anfühlen damit man später, nach der Pubertät, wieder enger zusammen rücken kann.

Wir werden sehen. Zurück zur Weltherrschaft.
Ich plane sie bei einer Tasse Kaffee in der Küche am Tisch. Die Katzen schleichen um die Füße und ich denke gerade an einen Bondbösewicht, der eine weisse Katze streichelt und diabolisch lacht.
Ich versuche die dicke Katze zu greifen und es dem Bösewicht gleich zu tun. Aber die Dicke räkelt sich und statt Gelächter habe ich Haare im Mund. Super.

Ich stehe auf und nehme die Tasse Kaffee um mir bei Netflix ein paar Ideen zur Weltherrschaft abzuschauen. Aber eigentlich wird bei den Serien mein Hass auf die Menschheit nur noch mehr geschürt.
Tod und Verderben springen mir entgegen. Verrat und Selbsthass.
Im Grunde zerstört sich die Menschheit doch selber, wozu also diese untergehende Spezies hassen? Es erledigt sich doch von allein. Aber wozu dann die Weltherrschaft anstreben, wozu dann meine Ideen auf andere überstülpen. Soviel besser sind meine Ideen jetzt auch wieder nicht. Vielleicht reicht es erstmal im Elternbeirat zu sein? Vielleicht kann ich dort den einen oder anderen bewegen?!

Ich gehe mit meiner Tasse Kaffee zum Kind ins Zimmer, sie spielt am Tablet. Ich setze mich zu ihr, küsse ihre Stirn.
Wir sitzen auf ihrem Bett bis sie mich irgendwann fragt, was ich eigentlich will und schickt mich mit schroffem Ton raus.
Weltherrschaft klingt auf einmal doch wieder gut. 🙂

unverplant

Wie kam es dazu, dass ich das Wochenende nicht verplant hatte?
Es war einfach frei. Ich hatte es übersehen. Zu kurzfristig um noch jmd. einzuladen oder einen Trip zu planen.
Ich glaube es war ein Versehen, oder ein Geschenk?
Ich muss dazu sagen, dass ich selten ein ungewollt freies Wochenende habe.
In der Regel plane ich drei Monate im voraus. Freizeitaktivitäten, Verplfichtungen, Kurztripps.
Klingt es nach Zwang? Nein, es bedeutet Sicherheit. Für mich und meine Familie.
Was passiert, wenn ich etwas nicht plane? Etwas, was ich nicht vorhersehe. Ich kann, auch wenn es anders klingt, flexibel reagieren. Das muss heutzutage einfach drin sein. Ich kann sogar auf Dramen und epische Veränderungen reagieren. Im Kopf habe ich alles durchgespielt. Ob Zombieapokalypse oder einen vergessenen Geburtstag. Schlimm? Nein – sicher.
Mir hilft es, wenn ich zumindest einen Hauch von Sicherheit spüre. Ob es wirklich alles so passiert, wie ich es in meinem Kopf durchgespielt habe, sei dahingestellt.
Es gibt sogar Netflix Serien, die über das „Prepping“ berichten. Nicht das ich mich daran beteilige. Es ist nur in meinem Kopf.
Bei Facebook gab es einen Test wie lange man eine Zombieapokalypse überleben würde, ich hätte ganze 12 Minuten überlebt. Immerhin. Es lag nur daran, weil ich nicht rennen kann und totstellen ist anscheinend keine Option.
Aber eines ist klar, das unverplante Wochenende hat mich eiskalt erwischt. Vielleicht kann ich doch nicht so flexibel reagieren, wie gedacht?
Was tut man mit dieser vielen Freizeit? Fernseh schauen? Ja, auch. Lesen? vielleicht. Schreiben? Nur ein wenig.
Also rausgehen ist ebenfalls keine Option. Zu bäh.
Sport? Niemals!
Am Ende lag ich lange im Bett und habe Schnupfen bekommen.
Hat mich das Kopfzerbrechen über diese freie Zeit krank gemacht?
Ich hoffe nicht. Es war einfach an der Zeit diese Pause zu haben. Mein Körper wollte diese Pause. Genutzt habe ich sie. Ich lag im Bett, die dicke Katze neben mir. Schlief genauso fest wie ich.
Putzte sich. Weinte kurz als sie wach wurde. Das tut sie von Zeit zu Zeit, aufwachen, weinen, wieder einschlafen. Ich weiss nicht warum sie das macht, aber es ist manchmal verstörend. Für sie. Für uns auch.
Sicherheit bedeutet nicht für jeden das selbe wie für mich. Ich plane. Andere schließen die Tür vier mal ab oder kopieren den Reisepass.
Am Ende war es aber egal. Ich habe geschlafen. Also war ich sicher. Sicher, dass all die Planung mir diese Zeit zum Schlafen nicht gegeben hätte. Doch ein Geschenk, dieses unverplante Wochenende?!
Wie machen das Menschen, die nicht planen? Gibt es Menschen die nicht planen? Die werden doch nicht einfach auf Zufälle warten? Oder doch?
So was bringt mich ja völlig aus dem Konzept. Zumindest ein grober fünf Jahresplan sollte doch stehen. 😉

Achim

Das ist der Mann im Bild. Die Kinder und seine Frau komplettieren das Foto. Achim hat grad seinen Job gekündigt und findet das ziemlich gut. Es geht ihm sehr gut, sagt er. Er sieht auch weiser aus als früher, finde ich. Ich kenne ihn von einem Job. Uns beide hat dieser Job aufgerieben. Mich persönlich hat er aber auch geformt, gefördert und gefordert. Achim lernte dort einen Menschen kennen, der durch viele Gespräche Achims Gespür für die Welt verändert hat.

Als wir uns zum Eis essen letzte Woche getroffen haben, wusste ich nicht genau was mich erwartet. Achim geht einen Weg, der nichts für mich wäre, aber ich respektiere ihn sehr für diese Entscheidung.

Achim ist mit seiner Frau in Deutschland unterwegs, um eine Gemeinschaft zu finden, in der er und seine Familie leben kann. Wo seine Kinder barfuß laufen und Hühner füttern können. Seine Frau ist ernährungstechnisch ziemlich “Rock’n’Roll“. Nordischroh heißt ihr Blog. Schaut da unbedingt mal rein. Das heisst, für den Job sind sie nicht an einen Ort gebunden. Digitale Nomaden sozusagen. Übrigens durfte ich mal eine vegane Süßigkeit probieren. Ich, als alter Schokoladenliebhaber, war schwer zu überzeugen, aber es war der Hammer. Dennoch nicht meine Ernährung. Also nicht vollumfänglich.

Aber ich wollte über unser Gespräch berichten. Wir haben über seine Schritte in die (finanzielle) Unabhängigkeit gesprochen. Wir haben über das Bloggerleben philosophiert. Ich steh‘ da ja noch ganz am Anfang, Achim und seine Frau sind da mega alte Hasen. Dann kam das Thema Ernährung dran. Ich erzählte ihm, dass ich beschmunzelt werde, wenn ich meine Algen und Heilpilze vorsortiere, damit ich jeden Tag die richtige Dosis bekomme. Achim schmunzelte nicht. Er packte erstmal eine lange Liste an Präparaten auf den Tisch, die er zu sich nimmt. Warum? Weil man einfach nicht gesund leben kann ohne gewisse “Zusatzstoffe“. Er hat mich völlig ernst angeschaut und über Menschen berichtet, die mit einer gewissen Kombination an Stoffen, ihre zum Teil schweren Krankheiten, ein wenig erträglicher machten. Ich konnte nur nicken und ihm versichern, dass ich meine Ernährung ernst nehme. Aber eben nur ich, nicht meine Familie. Das Problem hat Achim nicht. Er und seine Frau ernähren sich vegan und (oder auch) von Rohkost. Ihre Kinder aber dürfen frei entscheiden, was sie essen möchten.

Kurz noch zum Eis essen. Eigentlich hat Achim die ersten fünf Minuten nicht reden können, weil er sich das vegane Schokoeis in den Mund geschoben hatte. Er grummelte vor sich hin, wie geil das Eis ist. Es klang so, als ob er schon echt lange kein Eis mehr gegessen hatte. Ich auch nicht, bestimmt eine Woche lang nicht. 😉

Wir haben über Seelenfrieden gesprochen, über Bücher die wir noch lesen wollen und das Gefühl frei zu sein. Frei von Mieten. Frei von Zwängen. Frei von Schuld.

Wir beide realisieren das mit Coaches. Wie so oft, komme ich hier wieder darauf zurück, dass es ohne Hilfe nicht geht. Keiner kann alleine alles überblicken. Ich bin froh, wenn ich Themen hinterfragen kann und eine andere Meinung dazu erhalte. Ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, der mir helfen kann. Es ist nichts verwerfliches daran, eine geschulte Person in seinem Leben zu haben, die mit ihrem Know-how berät.

Achim arbeitet noch weiter an sich. Ich denke er ist auf einem sehr guten Weg. Wir werden sicherlich noch mal Eis essen. Ich finde die Sehnsucht nach dem richtigen Weg großartig. Ich finde das Beschreiten noch viel mutiger. Ich wünsche jedem diesen Mut. Man ist nie zu alt oder zu jung dafür, das Richtige für sich zu wollen.

Wir fanden das Gespräch übrigens richtig genial. Es wird definitiv ein weiteres Treffen geben, vielleicht sogar mit Folgeterminen mit zukünftigen gemeinsamen Themen?! Wer weiss…. Achim und seine Frau geben Kurse zum Thema Rohkost, Ernährung und gesundes Leben. Es ist gar nicht so schwer das Richtige zu machen.

 

 

 

 

 

Was ich kann.

Ich weiß nicht, ob die Liste mit den Sachen die ich nicht kann länger ist? Ich denke schon. Dann ist die Liste mit den Sachen die ich kann definitiv kürzer und damit fang ich an. 😉

Jeder sollte mit den Sachen anfangen, die er kann. Das motiviert. Außerdem tauchen vielleicht Sachen auf, die einen selbst überraschen. Wie zum Beispiel die Fähigkeit zum beidhändigem Umrühren von heissen Getränken. Kann nicht jeder. Bekommt man damit einen Job? Nein. Ausser man will Barista werden, dann vielleicht.

Ich habe einen, mittlerweile, sechs Seiten langen Lebenslauf. Schön ausgearbeitet, mit vielen Details. Ich habe für jede Berufserfahrung Begründungen warum es nicht “gehalten“ hat. Offizielle und Inoffizielle.

Nach jedem Jobdesaster habe ich an mir gezweifelt, nachdem ich stinksauer über irgendwas oder irgendjemand war. Was will ich? Was kann ich? Jedes mal die selben Fragen. Ein Loch. Kurze Heulkrämpfe. Motivation.

Immer derselbe Ablauf. Warum lerne ich nicht daraus? Kann diesen Prozess überspringen? Gleich zur Motivation kommen? Also die Steps werden schon bedeutend kürzer und ich gelange immer schneller zur Motivation. Also mich kann ich schon mal motivieren. Ich kann auch andere motivieren. Check.

Bekommt man als Motivator einen Job? Hände hoch wer wen kennt.

Ich fasse kurz zusammen. Ich kann zwei Heissgetränke gleichzeitig umrühren und ich kann motivieren. Reicht das schon für irgendwas?

Ich glaube auch fest daran, dass wenn man das machen kann was man kann, dann macht das auch glücklich. Macht das Sinn?Und wenn man dann noch richtig gefördert wird. Jackpot!Ach so und Geld sollte auch stimmen.

Ich kann natürlich noch mehr. Aber das verrate ich nur wenn es wirklich wichtig wird. 😉

Ich mag meinen Job. Aber ich frage mich, war das schon alles? Geht da nicht noch mehr?

Wenn ich die Antwort habe, gebe ich Bescheid.

Übrigens, meine Lieblingsaffirmation ist derzeit: “Jeder Tag birgt Neuigkeiten!“

 

 

 

 

 

 

 

Allein.Allein.

Früher konnte ich nicht alleine sein. Also nicht lange. Ich hatte immer Freunde um mich herum. War selten Single und immer auf Achse.

Mittlerweile finde ich das Alleinsein aber sehr attraktiv. Es lächelt mir charmant zu und fordert mich auf ein wenig zu verweilen. Alleine. Mit mir und meinen Gedanken.

Vorteil: Man kann seine Gedanken sortieren. Aussortieren. Umsortieren. Vergessen. Prioritäten setzen. Ziele neu vereinbaren. Ziele verwerfen. Auf das Geleistete zurückblicken.

Nachteil: Man sortiert seine Gedanken neu. Man sortiert nicht aus, sondern verweilt in Erinnerungen und die Ziele, die man nicht erreicht hat, wirft man sich als Scheitern vor.

Ich nutze das Gespräch mit mir als Anhaltspunkt. Als Ausgangssituation.

Als meine “Ich-Zeit“.

Die Ideen, die dann kommen und gehen werden von mir bearbeitet, sortiert und priorisiert. Ich nutze diese Zeit ausschließlich für mich und meine Gedanken. Ich hatte anfangs Angst davor, aber es ist nichts schlimmes passiert. Na ja ein kleines Gefühlschaos gab es schon hin und wieder, aber das befürchtete schwarze Loch blieb aus.

Wie messe ich es? Ich teile meine Gedanken mit anderen. Ich warte auf die Reaktion und verbuche das dann für mich als Erfolg. Oder Misserfolg. Je nach dem. Dann bin ich zwar nicht mehr allein. Aber den Anfang bin ich alleine gegangen. Ich würde nie auf meine “Ich-Zeit“ verzichten wollen. Es ist wie eine kleine MaFo (Marktforschung) Einheit. Ich habe die Ideen und Familie und Freunde dürfen drauf los diskutieren. Ich sage dabei aber nie, ob es jetzt um etwas ging was “weg“ soll oder “bleiben“ darf. Ich warte die Reaktionen einfach ab.

Manchmal ist nach so einer MaFo Einheit der Wunsch nach dem Alleine sein wieder groß. Dann kann ich auch wieder alleine sein.

Manchmal bekomme ich ein mulmiges Gefühl, wenn mein Kopf sagt,  bleib länger allein. Ich will nicht weglaufen, nur sortieren. Und ich brauche Leute um mich herum, um gute Entscheidungen zu treffen. Ganz einfach. Niemand muss alleine sein. Schon gar nicht einsam.

Das ist ein Unterschied. Ich freue mich schon auf meine nächste “Ich-Zeit“. Ich habe wieder viel zu sortieren. Kleiner Tipp: es sortiert sich mit Listen auch super. Pro und Contra ist da ja sehr beliebt. Aber es sollten nicht, aufgrund einer Liste, schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden, da lohnt es sich immer einen Fachmann hinzu zu ziehen. Aber als Grundlage dient es alle mal. Probiert es aus, grad die Entscheidungsunfreudigen unter euch werden Vorteile erkennen. 😉

 

 

 

 

 

 

Ich kann nicht aus meiner Haut.

Die Mädels und ich waren essen. Der Tisch, an dem wir sitzen sollten, war nicht nach unserem Geschmack. Also lächelte ich die Kellnerin an (ich war fest davon überzeugt ich habe gelächelt) und sagte: “ An diesem Tisch wollen wir nicht sitzen. Aber an dem hier. Wäre es möglich uns umzusetzen?“  Ich lächelte immer noch als sie ging. Die Mädels schauten ein klein wenig skeptisch. Die eine meinte: “Hättest du nicht erst fragen können, ob es möglich wäre, anstatt mit dem ‚hier nicht‘ zu beginnen?!“ Die andere verneinte strickt, als ich gefragt hab, ob ich wenigstens gelächelt hätte.

Was war da los? Im Kopf klang es so liebevoll und in meiner Vorstellung spielten Harfen und Schmetterlinge umkreisten mich.

Aber die Wahrheit sah wohl anders aus. Ich hatte einen Wunsch, den habe ich geäußert und das Ergebnis war mein besserer Sitzplatz.

Falsch?! Nein. Es war von mir auch nicht beabsichtigt das junge Mädchen unfreundlich zu behandeln.

Aber ich kann nicht aus meiner Haut. Ich “will“ etwas, dann frage ich ob es möglich ist, dass zu bekommen, was ich will. Ich nehme es mir ja nicht einfach, ich frage.

Aber da haben wir wieder das nicht vorhandene Pokerface. Alles liest man mir von meinem Gesicht ab. Jedes Gefühl. Jegliche Regung. Unterstrichen durch meine Falten um die Augen herum, die scheinbar besonders tiefe Rillen hinterlassen je falscher mein Lachen ist.

Aber ich will eigentlich ohne viel Trara mein Ziel erreichen. Ich will nicht richten und zerstören. Nur woanders sitzen!

Nachdem die Unterhaltung am besseren Tisch vertieft wurde und auch das eine oder andere Beispiel über “unhöfliche“ Ansprachen erzählt wurde, habe ich einen Entschluss gefasst.

Ich werde einfach leiser reden. Leise reden impliziert doch eine zurückhaltende Art,oder?

Ich werde in vollen Restaurants, an Kinokassen und im Bus einfach viel leiser sein, als ich es sonst bin. Ich probier das einfach aus. Was kann schief gehen? Ausser vielleicht ein paar Nachfragen weil man mich nicht versteht. Dann kann ich ja nochmal sagen, was ich will. Vielleicht auch zwei, dreimal.

Wenn es gut ankommt, wird das DIE Masche, um nicht mehr unhöflich zu wirken. Ausserdem locke ich somit die Person mir gegenüber aus der Reserve, die muss ja jetzt nochmal nach meinen Bedürfnissen fragen.

Das mag ich. Wenn jemand nochmal fragt was ich denn möchte. Ich stelle mir das so vor:“ Entschuldigung, die Umgebung ist so laut. Ich habe ihre Frage gar nicht gehört. Was darf ich für Sie tun?“

Ich befürchte aber, es wird eher so: “ Was? Waaaas? Red lauter, Digger.“

Und ich werde völlig irritiert in eventuell nicht ganzen Sätzen sagen was ich will. “Bier. Danke.“

 

 

 

 

Diplomatisch

Kann ich ja nicht richtig. Herz auf der Zunge und so. Außerdem kein Pokerface.

Gut. Nimm es hin Mensch. Kurz beschrieben womit ich mich derzeit plagen muss.

Diplomatisch rüberbringen wie Menschen sich mir gegenüber verhalten. Also Kritik üben.

Ich so:“ Das geht so nicht. Das ist voll nicht nett.“

Sie so:“Ja, aber das liegt doch sicherlich an dir?!“

Ich so:“Waaaaaaas?“

Und dann ergab ein Wort das Andere. Am Ende nickten alle und bestätigten das sie verstanden hatten was man gesagt hat.

Die Tür ging zu und ich fragte mich, warum ich eigentlich heut morgen den Tag nicht mit Wodka begonnen hatte?!

Kennt ihr. 😉

 

schweineHUND

Mein treuer Begleiter. In allen Lebenslagen. Er ist immer für mich da. Er hört aufs Wort und bekommt meistens nach all der Bettelei auch sein Leckerli.

Er hört nicht auf mein Wort, aber auf Irgendeins bestimmt. Tatsächlich gewinnt er ziemlich oft. Was soll die Mühe wenn ein “Liegenlassen“ oder “Morgenmachen“ so viel einfacher ist?

Ich lerne gerade meinen inneren Schweinehund näher kennen. Er drängt sich nicht auf, aber er ist sehr präsent. Er nimmt mir Entscheidungen auch gerne ab. Ich hatte früher keinen Schweinehund, zumindest nicht so einen Großen. Eher was für die Handtasche. Aber man entwickelt sich ja auch weiter. Somit ist er auch größer geworden.

Ich finde es schon schön, wenn man abends nach Hause kommt und da wartet schon was auf mich. Abwaschen? Nein, Danke. Wäsche abnehmen? Nö. Was soll ich sagen, er will halt spielen und nicht arbeiten.

Komisch ist nur, dass ausser mir, keiner meinen Schweinehund mag. Ich muss dann immer was machen. Und dann den armen  S.hund stehen zu lassen ist echt schwer. Ich meine, es hatte doch einen Grund warum ich ihn angeschafft habe?! Der ist zwar in Vergessenheit geraten, aber er war mal glasklar. So ein treuer Begleiter beschützt einen ja auch vor Megastress. Das hat doch was für sich. Er sitzt neben dir auf der Couch und hat somit die Verletzungsgefahr beim Sport verhindert. Hallo?! Ist das denn nichts? Steuern braucht man nicht zahlen. Er hilft also auch beim Sparen. Man man. Wenn ich so überlege, sollte jeder zwei haben.

Bei einem schweineHUND-Doppel geht man ja mehr als auf Nummer sicher. Und Sicherheit ist doch etwas, was man heutzutage am allermeisten braucht. Ein befriedigendes “mach ich morgen“ hat doch noch niemanden umgebracht. Naja, ausser die Kollegen oder die Familie haben es zu oft gehört. Dann ist es vielleicht doch eine der möglichen Todesursachen im Haushalt.  🙂

 

 

müde

Manchmal ist diese Müdigkeit kaum zu ertragen. Sie ist ständiger Begleiter. Den ganzen Tag über. Die Nächte sind zu kurz trotz tiefer Schlafphasen. Irgendwann hüllt sich der Kopf in ein lautes, weißes Rauschen. Die Augen schauen durch einen feinen Nebel in den Tag. Der Zustand ist nicht schmerzhaft, nur ein wenig befremdlich. Fatiguesyndrom könnte man es nennen. Aber nur weil es einen Namen hat, macht es die Sache nicht erträglicher.

Ich habe kein Fatiguesyndrom. Ich kann nur grad nicht geradeausdenken. Das wird sich legen, vor allem wenn man bereits erwähnte Tipps befolgt. Und ja, ich muss es auch tun. Übrigens wie weit seid ihr mit den Glaubenssätzen? Nein, ich habe es nicht vergessen.

Meine Favoriten sind derzeit: Ich bin ganz entspannt UND Ich bleibe ruhig.

Brauche ich tatsächlich öfter am Tag und hilft. Bei euch auch?

Aber leider ist der Terminkalender so voll, dass der Schlaf viel zu kurz kommt. Aber noch ist mein Körper kein “Totalausfall“.

Noch geht es irgendwie. Trotz dichter werdendem Nebel vor den Augen und leichtes “betrunkenes“ Dasein hin und wieder. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. 😉 Das weisse Rauschen hingegen verschlingt schon einige Gefühle. Das möchte ich gerne beheben. Heisst aber mehr Pausen, runterkommen und entspannen. Dann weiss ich ja was ich zu tun habe.

Gute Nacht.

 

 

 

 

 

Hemmungen.

Normalerweise bin ich sehr entscheidungsfreudig. Wirklich ausgesprochen entscheidungsfreudig. Aber dann kommen Hemmungen und machen sich breit. Diese Hemmungen manifestieren sich und verankern sich tief in meinen Gedanken und schon hinterfrage ich einfachste Entscheidungen. Kaffee trinken oder lieber nicht. Aufstehen oder lieber nicht. Essen oder lieber nicht. Zum Glück habe ich einen Coach der mir aus so einer Situation heraus hilft. Sie ist wirklich gut in dem was sie macht. Ich hatte sofort vertrauen zu ihr. Wir haben schon viele Termine miteinander realisiert. Ich gehe immer gestärkt aus so einem Gespräch heraus. Ich kann nur jedem empfehlen sich so einen/ eine Coach/ Person zu suchen. Es gibt Themen die muss sich ein Profi anhören, da reicht die Meinung vom Ehemann leider nicht aus.

Der Profi hinterfragt, vor allem aber kennt der Profi die hilfesuchende Person nicht privat. Von Aussen auf Etwas zu schauen kann so ungemein hilfreich sein. Zusammen im Gespräch Erfolge fest zu stellen und Ziele zu besprechen ist sehr heilsam.

Bei mir gibt es kein Thema was nicht besprochen werden kann. Mein Coach lenkt nicht, sie lässt es sich entwickeln. Es gab Tage, da war ich so ratlos, dass es zwei eng aufeinanderfolgende Termine sein mussten, um mich zu sortieren. Aber dann war wieder alles gut.

Diese Hemmungen kommen immer dann, wenn Stagnation auf meine Vorhaben trifft. Ich hasse Stagnation. Geduld ist eine Tugend, die ich noch lernen muss. Was tut ihr wenn Hemmungen drohen euch zu bremsen? Ich benötige wirklich viel Willenskraft und Motivation um diese Hemmungen zu überwinden.

Zum Glück kann ich mich (und andere) besonders gut motivieren. Ich benötige zurzeit allerdings wieder mehr “Anlauf“. Der Kopf ist voll mit Ideen die umgesetzt werden müssen. Ich habe eigentlich keine Zeit für Hemmungen. Ich denke es ist wieder Zeit meinen Lieblingscoach zu besuchen.

Es ist definitiv keine Schwäche nach Hilfe zu fragen. Ich sehe es sogar als besondere Fähigkeit an nach Beistand zu fragen. Es hat nichts Unselbstständiges. Ziele bringt man meistens schneller voran wenn mehrere drauf schauen. Auch kann ein Brainstoarming neue Wege aufzeigen. Ich bin vielleicht nicht der mega Netzwerker, aber das habe auch ich erkannt.

Ich versuche demnächst einen Workshop zum Thema “lass da mal wen anderes drüber schauen“ zu entwickeln. Der Name ist auch nicht richtig gefunden, vielleicht ist er zu lang?! 🙂

Falls Euch ein schöner Name einfällt, immer her damit.

 

 

 

 

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