Projekt Alpha

Meine Tochter steckt in der Pubertät. Es ist noch nicht total dramatisch, aber es geht langsam los.
Dennoch haben wir eine wirklich enge Kommunikation zueinander.
Wir haben das Projekt Alpha ins Leben gerufen, dass uns beide beschäftigt, woraus andere lernen und wir Zeit miteinander verbringen können.

Wir schreiben an einem Kinderbuch. Ab der 5. Klasse kann es gelesen werden und vielleicht auch verstanden.

Zumindest hoffen wir das. Das Kind illustriert. Und das darf sie, weil sie wirklich gut zeichnen kann und nicht weil ich die Malsachen als Mutter toll finden muss.

Die Idee kam von mir, die Titelhelden vom Kind.

Jedes Elternteil, dass dem eigenen Kind ein Mobiltelefon ermöglicht, will das das Kind dieses Mobilteil auch benutzt.

Um, genau, anzurufen. Wenn das Kind nachm Sport mit den anderen Kiddos noch trödelt, hätte Mami doch gerne eine Info. Einen Anruf. Mir geht’s gut, komme später. Oder ne SMS. Oder ne Whatsapp.
Irgendwas.

Ich habe meinem Kind schon früh ein Handy gegeben. Weil sie in ein anderes Dorf musste. Also, Handy her, erklärt und los.

Wisst ihr wie viele Gedanken pro Minute durch den Kopf rasen, wenn Kind nicht wie besprochen mit dem 11 nach Bus kommt, sondern gar nicht.
Es auch nicht ans Handy geht, weil das aus ist.

Millionen. Also hektisch, fast panisch ins Auto und die Busstrecke abgefahren. Kind gefunden.

Handy war aus, weil man den sehr großen Knopf zu lange gedrückt hat. Bus verpasst, weil man getrödelt hat.

Ich wütend aber erleichtert. Kind heult. Super.

Sie war in der 5. Klasse. Im Nachbardorf. Man hätte zu Fuß gehen können. Hätte.

Also. Das Buch handelt vom Erreichbar sein. Weil Mami und Papi sonst sterben vor Sorge.

Weil es mit einem Kind für Kinder formuliert wird, hoffe ich, kommen nicht zu viele Gewaltszenen vor. 🙂

Und ja Liebe Eltern, bevor ich mein Kind mit dem Auto hole und bringe und hektisch alles schaffen muss, fährt es Bus und bekommt son doofes Handy.

Lieber erkläre ich wie ein Handy funktioniert und wie viele Gedanken man sich als Elternteil macht, als Stress für alle zu veranstalten, weil man mit dem Auto nicht direkt vor der Schule parken kann oder es dem Kind peinlich ist und man sonstwo im Wald stehen muss.

Das Kind muss Selbständigkeit lernen und ich muss Leiden und alle müssen sehen,dass am Ende alles gut geht. Auch wenn die Nachrichten was anderes sagen und nicht jedes Kind, trotz Handy, ankommt.

Macht nicht die Augen zu. Redet mit euren Kindern und erklärt verdammt noch mal wie Handys funktioniert und zwar früh.

Und redet mit euren Kindern, dass etwas Skepsis gesund ist.

Und vor allem, erklärt euren Kindern, dass es natürlich ist, als Elternteil Angst zu haben und das die Kinder mit Hilfe von uns Großen nur lernen können was eine gesunde Portion Skepsis ist. Das wir den Kindern vertrauen, aber die Angst eben nicht einfach abschalten können. Das wir lieber dreimal am Fenster stehen und sehen, wie unsere Kinder in die Busse steigen. Aber mit viel Übung und Handytraining, wird es gehen und es wird alles gut.

Und ich meine beiden Seiten damit.

Bauchgefühl

Oder das Fehlen eines solchen Gefühls.

Ich predige meinem Kind immer, dass sie sich auf ihren Bauch verlassen soll. Fühlt sich die Situation komisch an, dann ist sie es auch.

Zeit für Nachfragen sollte immer sein und wenn diese nicht so beantwortet werden, dass man sich wohl fühlt, dann sollte man die Situation lieber verlassen.

Ich selber habe mein Bauchgefühl 2016 verloren. Ich weiß das so genau, weil in diesem Jahr so unglaublich viel schief gelaufen ist.

Es gibt Studien, die besagen, dass ein Mensch der viele Schicksalsschläge hinnehmen musste, mit Verlust anders- professioneller – umgeht. Aber da muss man erstmal hinkommen. Nachdem also unendlich viel schief gelaufen war, musste ich erst wieder lernen, meinem Bauch zu vertrauen. Zum Selbstbewusstsein zurück zu finden.

Ich habe keine Entscheidung treffen können, oder wollen. Es ging nicht.

Ich habe alles hinterfragt, selbst Dinge die schon lange Bestand hatten. Nichts wollte mehr gelingen.

Ich habe mir dann jemanden gesucht, der mich durch diese Zeit begleitet, einen Life Coach oder aber Therapeuten, wie ihr es auch immer nennen wollt. Nur durch intensive Gespräche, konnte ich endlich wieder zu meiner alten Form zurückfinden.

Aber zurück zum Bauchgefühl. Ich konnte mich immer sehr darauf verlassen und jetzt wieder. So gut, dass ich intuitiv richtige Entscheidungen treffe. Ich brauche keinen langen Prozess um abzuwägen, keine ellenlange Pro-und Kontraliste.

Ich spüre ganz genau, ob  das jetzt gut für mich ist, oder nicht.

Ich hoffe, ich kann meinem Kind das Handhaben dieses Gefühls ausreichend vermitteln in den nächsten Jahren.

Und auch, dass das Verlieren nur temporär ist. Es ist nie weg, man muss sich nur wieder erinnern, wie man das Gefühl wieder hervorruft.

Verlassen auf altbewährtes. Sich an Situationen erinnern, die gut verlaufen sind und hinterfragen, wie man das damals gemacht hat. Sich nicht an Ängste klammern, sondern immer wieder an die guten Ereignisse erinnern und sich klar machen, dass es so immer wieder werden kann.

Hier fünf Tipps, wie ihr gar nicht erst das Gefühl verliert.

1. Tagebuch führen und bitte auch immer die schönen Sachen notieren.

2. Revue passieren lassen; war ein Tag oder ein Erlebnis besonders schön? – Abends nachspüren.

3. Nachspüren macht man am besten allein, abends und mit einem Lächeln.

4. Wenn es drunter und drüber geht – stehen bleiben, Hände auf den Bauch, durchatmen und besinnen.

5. Wiederholungen! Ruft euch das Gefühl, welches zum gewollten Ergebnis geführt hat, immer wieder auf. Egal in welcher Situation. Fühlt es sich richtig an, ist es das meist auch.

 

 

 

Ich will das nicht

Es gibt Momente, da sträubt sich der ganze Körper gegen etwas. Er lehnt sich auf. Mit jeder einzelnen Faser merkt man, dass man das nicht will. Egal was.

Reden. Jemandem zuhören. Besuchen. Lernen. Prüfungen. Reisen. Konflikte. Neue Bekanntschaften.

Nichts ist so deutlich, wie das Aufstellen von Nackenhaaren. Kalter Schweiß auf der Stirn. Schnelles Atmen. Magenkrämpfe.

Bei mir ist es manchmal der Besuch bei den Schwiegereltern oder allgemein der Verwandtschaft.

Manchmal aber auch der Besuch beim Arzt oder aber das Lesen einer Mail oder das zufällige Treffen von speziellen Personen auf der Strasse.

Warum zum Teufel hören wir nicht auf unseren Körper und zwingen uns durch solche Situationen durch?

Warum tun wir nicht mehr Dinge, die wir lieben? Es geht nicht um Komfortzonen, es geht um Schmerzen, die wir empfinden, wenn wir etwas tun, was wir nicht wollen. Ich rede auch nicht unbedingt von körperlichen Schmerzen und den damit verbunden Grausamkeiten.

Seelischer Schmerz. Der schwer zu verdauen ist.

Weil man schon hundert Mal enttäuscht wurde oder aber schon so oft gesehen hat, wie andere verletzt wurden.

Das Schmerzgedächtnis wird in manchen Fällen einfach überlagert, wir können uns nicht mehr erinnern. Und machen dann immer wieder dieselbe Erfahrung.

Ich frage mich zum Beispiel oft, war es vor Jahren auch schon so? Konnte ich damit besser umgehen? Und warum wird es jetzt zu viel?

Ich werde älter und vielleicht auch weiser. Ich kann mir meine Schmerzen aussuchen. Das ist mein Recht. Und es gibt Sachen, die mich nicht mehr glücklich machen. Ich möchte mehr tun von dem was ich liebe und nicht mehr etwas anderen zur Liebe tun.

Wenn man den Unterschied verstanden hat, dann kann einen auch nicht mehr der Blick der Schwiegermutter treffen.

😉

 

 

 

Mindset Shift – neuer Begriff, altes Problem

Dieser Artikel wurde im Online Magazin psylife veröffentlicht. Jetzt könnt ihr ihn hier nochmal bewundern.

Das neue Jahr hat begonnen und liegt mit all seinen Möglichkeiten vor dir. Gerade jetzt zum Jahreswechsel fragst du dich vielleicht, ob du alles richtig gemacht hast, ob es das schon war oder ob da noch was kommt.

Zum Beispiel:

Wie kannst du noch mehr Menschen helfen?

Sollst du ein Buch schreiben?

Sollst du einen Blog veröffentlichen?

Musst du immer so lange arbeiten?

Musst du immer erreichbar sein?

Nach einem langen Arbeitstag, fehlt oft der Elan, solche essenzielle Fragen zu beantworten. Wir stecken im Hamsterrad des Alltags fest. Hemmungen lähmen und schüren Ängste. Ich kenne das. Manchmal habe ich nur meine Wortwahl hinterfragt oder gezweifelt, ob Lösung B nicht doch besser gewesen wäre.

Mindset Shift –  heißt umdenken und eingefahrene Sichtweisen ändern. In fünf Schritten erkläre ich dir, wie du einen kleinen oder großen Blick aus dem Hamsterrad werfen und im neuen Jahr vom Fragen zum Tun kommen kannst.

 

Erster Schritt – die richtigen Fragen stellen

Liebst du das was du tust?

Welche Möglichkeiten hast du noch?

Diese Fragen können ganz am Anfang deiner Liste stehen. Dir fallen sicherlich noch andere Fragen ein. Wichtig ist, das Thema benennen. GIB DEM KIND EINEN NAMEN. Fokussiere dich auf die quälendste Frage in deinem Kopf, in deinem Herzen. Welche Frage möchtest du im neuen Jahr angehen?

Zweiter Schritt – lasse dein Mindset, deine Ideen wachsen

Wie kannst du es besser machen?

Wo kannst du noch mehr Informationen finden, um deinem Ziel näher zu kommen?

Wen kannst du fragen?

Mein absolutes Lieblingsinstrument ist das Brainstormen mit Gleichgesinnten z.B. in einer Intervisionsgruppe, mit Kollegen oder Freunden. Keine Scheu. Sie sind deine Vertrauten und sollten alle Fragen, die du hast, auch wahrheitsgemäß beantworten.

Das reicht dir noch nicht? Gut. Dann suche dir eine Plattform mit fremden Gleichgesinnten. Eine Meetup-Gruppe ist über Social Media schnell gegründet. Dort kann man seine Fragen ungeniert stellen – auch solche, die du dich sonst nicht traust zu stellen. Du wirst ganz sicher neue Ideen und neue Energie aus diesen Treffen ziehen. Deine Fragen werden beantwortet und du hast neues Material, um den nächsten Schritt zu gehen.

Dritter Schritt – dein Ziel definieren

Welches Ziel definierst du für dich?

Was ist dein Plan?

Wie kannst du ihn umsetzen?

Mache dir Notizen und erstelle vielleicht sogar eine Mindmap, um einfach abzuspeichern, was passt und was nicht, was du dir vornimmst und was deine Schritte sind. Ich persönlich schwärme immer wieder von Pro- und Kontra Listen. Sie sind schnell gemacht. Sie sind der Vorläufer von den Mindmaps und helfen dabei herauszufinden, welches Ziel ganz oben stehen sollte. Visualisiere dein Ziel.

Ich kann dir schon gratulieren, wenn du bis hierher gekommen bist, dann hast du sehr viel erreicht. Nur Mut. Mach weiter so.

Deine Fragen sind beantwortet? Die wichtigsten Punkte sind aufgelistet und der Plan steht? Dann ist der theoretische Teil hiermit erledigt und du bist bereit in die Testphase, Schritt vier, einzutreten.

Vierter Schritt – Feedback einholen, die Betatestphase

Was benötigst du noch, um deine Ziele zu erreichen?

Wie kannst du deinen Plan umsetzen?

Du hast deine Kollegen oder Freunde eingeweiht oder nette Kontakte in der Meetup-Gruppe aufgetan? Jetzt ist der richtige Moment, um diese Kontakte nach Feedback zu fragen. Deine Gruppe oder deine Kollegen helfen dir bei der Erprobung deines aufgestellten Plans. Die Betatestphase ist enorm wichtig, um kleine Stolpersteine vorab zu erkennen und gleich auszubessern. Außerdem wird dir das Lob deiner Freunde den nötigen Aufschwung für den letzten Schritt geben. Und weil du unbedingt zu einer Lösung kommen willst und wie auf heißen Kohlen das Ergebnis herbeisehnst, bist du bei Schritt fünf angekommen.

Fünfter Schritt – komme ins TUN

Was hält mich jetzt noch ab?

Ich beantworte dir die Frage gerne: Nichts hält dich ab, nur du selbst. Komme ins Tun. Halte dich nicht ab. Mache Fehler und lerne daraus.
Einfacher gesagt als getan? Nein. Es ist so einfach wie es sich anhört.
Es gibt kein Geheimnis. Ich kann dir versprechen, du wirst die Lösung finden, wenn du deine Gedanken teilst, deine Ideen umsetzt und vielleicht auch mal scheiterst. Du kannst nicht wissen, ob alles funktioniert, nur wenn du es im Kopf durchspielst. Sollte dein erster Plan nicht funktionieren, kannst du jederzeit eine Zwischenschleife einbauen: noch mal dein Ziel hinterfragen, am Plan schrauben oder neues Feedback einholen. Es gibt hunderte Bücher über das Thema „Umdenken“, Podcasts und Foren. Aber nur du hast den Schlüssel für dein persönliches Ziel. Alle Fragen können mit diesen fünf kleinen Schritten beantwortet werden.

Der Mindset-Shift ist eine Denkweise, die du üben kannst und die mit jedem Mal, mit jeder Frage etwas leichter wird. Sie kann dir helfen, den Alltagstrott zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu schaffen, Blockaden im Kopf auszuschalten und neue Perspektiven aufzuzeigen. Das fühlt sich frei an. Wenn ich die Tage auf der Couch ausklingen lasse, dann spüre ich diesem Gefühl nach. Du kannst das auch, mit Mut und Enthusiasmus.

Erwartungen

Und so etwas wie Hoffnung.

Schon sehr eigenartig wie voreingenommen ich bin, wenn ich Erwartungen habe. Es gibt zweierlei Problematiken dabei.

Entweder ich stelle es mir genauestens vor und ich setze es genauso um und frage mich dann, ob es nicht besser hätte laufen können, oder ich stelle mir etwas vor und bin bitter enttäuscht, wenn es dann nicht mal ansatzweise klappt.

Die Wahrnehmung spielt dabei eine erhebliche Rolle. Selbst ich, die wirklich sehr empathisch ist, kann sich da schon mal vertun.

Wie kommt das? Habe ich ich nicht genau auf die Signale geachtet, die Wortwahl durchdacht, gezielt recherchiert?

Doch, und da sind dann auf einmal die Erwartungen. Wenn ich einen Apfel erwarte und einen Birne bekomme, bin ich enttäuscht. Bin ich dann nicht flexibel genug, um mich auf die Birne einzustellen, dann ist sogar die Hoffnung auf einen gesunden Snack dahin.

Ich finde, das Birnen-Äpfel-Beispiel ist sehr anschaulich. Es lässt sich auf jede erdenkliche Situation anwenden.

Ich erwarte ein “Wow“ und bekomme ein “Das war nett“. Ich hab die Präsentation fertig und der Termin wird abgesagt. Ich könnte die Liste mit den Beispielen endlos fortführen. Fakt ist, dass Erwartungen gut sowie schlecht sein können und nur ich selbst entscheiden kann, wie ich es werte.

Wahrnehmung und Hoffnung spielen leider auch eine Rolle in dieser “ménage à troi“.

Die Mischung aus Erwartung, Wahrnehmung und Hoffnung macht’s. Aber nur weil es Risiken birgt, höre ich nicht auf zu hoffen oder stelle meine Erwartungen hinten an. Nein, ich ertrage den Schmerz, wenn er denn da ist, und überlege was genau ich daraus lernen kann. Geschehen ist geschehen.

Ich übe fleissig an meiner Flexibilität und gebe die Hoffnung nicht auf, sagt man doch so schön.

Heisst im Klartext. Erfahrungen sammeln. Einige Zeit warten und die Situation bewerten. Mit der Vergangenheit abgleichen und neue Schlüsse ziehen. So kann man aus der Vergangenheit lernen. Durch eine neutrale Betrachtung nach einiger Zeit, gibt es auch kein enormes Gefühlschaos. Ich empfehle ein Tagebuch. Ganz klassisch. Den Gedanken Raum geben.

Es gibt Studien, die belegen, dass Menschen, die häufig schlechte Erfahrungen gemacht haben, mit schlechten Nachrichten positiver umgehen. Zumindest so lange, wie diese Menschen mental stabil sind.

Ich habe schon ziemlich hohe Erwartungen an mich. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn ich mich enttäusche, ich habe ja noch Hoffnung. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Glaskugel

Meine Glaskugel hab ich vergessen. Sonst könnte ich natürlich genauestens sagen, was mich morgen erwartet.

Nach Urlaub und Feiertagen, nach Familien und Freunden, Geschenke geben und bekommen, Völlerei und Komasaufen, endlich wieder arbeiten.

Wie das letzte Jahr endete, beginnt das Neue. Vorfreude und ein kribbeln im Bauch.

Zwischen Erwartungen und Wünschen, hoffe ich einfach nur das richtige Outfit für den Arbeitstag zu finden. Nicht all zu müde auszusehen und nicht gleich mega angepisst zu sein – kurz nach 9.

Ach ja und Kaffee, ich brauche gleich einen guten Kaffee. Dann wird’s eigentlich schon gehen.

So motiviert war ich selten. Aber die Aufgaben, die auf mich warten, spornen mich an. Emotionen, die bislang verkümmerten, kommen wieder ans Tageslicht. Eine gewisse Leichtigkeit hat eingesetzt. Vielleicht bin ich aber doch alt und weise geworden. Nein, dass wird es nicht sein.

Und immer wieder frage ich mich, was noch fehlt zum absoluten Glück.

Tatsächlich nicht mehr viel. Ich kann das alles erarbeiten und bin meines eigenen Glückes Schmied.

Ich bin der Anfang, ich bringe es weiter, ich suche mir Unterstützung und ich setze es um.

Allerdings ist da noch das mit der Komfortzone. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

 

 

 

Das letzte Mal

….für dieses Jahr, schreibe ich einige Zeilen. Ich habe den Kopf voll.

Viel zu organisieren. Der Entwicklung Raum geben. Im nächsten Jahr starte ich mit einem Artikel in der Psylife.

Gleich am 1.1. gegen mittag erscheint der Artikel. Das Thema ist Mindset Shift. Mehr verrate ich aber nicht. Lest selbst.

Das Jahr startet ebenfalls mit neuen Aufgaben. Genauso mag ich das. Stagnation ist des Fortschritts Tod.

Das Layout vom Blog wird geändert. Neue Kontakte aufgetan. Mein Netzwerk hat sich vergrößert und im Sommer 2019 wartet ebenfalls eine Neuerung auf mich. Aber dazu später mehr.

Ab Februar bin ich endlich “in Farbe“ zu sehen, ich gebe Workshops an der VHS in meinem Heimatort. Ich freue mich so sehr auf diese Workshops. Ich kann es kaum abwarten. Der Januar wird dazu genutzt die Workshops zu perfektionieren. Es wird für alle ein Erlebnis werden.

Der Ausblick auf 2019 lässt mich fast vergessen wie bewegt 2018 war.

Aber ich werde nicht in der Vergangenheit schwelgen, der Blick nach vorne ist mein Ziel.

Wir werden uns sehen.

 

 

 

 

 

Wieso mache ich das eigentlich?

Über Hemmungen beim Videodreh und wie ich damit umgehe
Ein Artikel von Jenny, alias @alltagsspagat bei Instagram:
Im letzten Jahr hat sich mein Blog entwickelt und mein Instagram-Account dazu. Verschiedene Themen prasselten auf mich ein. So vieles, was ich erzählen wollte. Eine digitale Flut. Begeistert von den Informationen wollte ich alles auf einmal. Aber eine Insta-Story zu drehen, stand nicht ganz oben. Neugierig war ich schon. Die anderen können das doch auch. Was also hält mich ab?

Einfach mal machen?
Diverse Male habe ich ein Skript für ein Video geschrieben. Mir überlegt was ich wie sagen kann. Was ich anziehe und wie ich mich schminke. Ach und Haare sind wichtig. Wenn es ein Badhairday ist, geht’s natürlich nicht.
Ich habe mir sogar bei YouTube angeschaut, wie man an so ein Projekt herangeht. Als Einsteiger ist Technik erstmal keine Herausforderung. Handy in Position und los geht’s.
Ich habe schon eine große Klappe, aber wenn es um online Videos geht, dann schlackern mir die Knie.
Ich meine, es sehen wirklich viele Menschen, ich bilde mir nicht ein, dass die ganze Welt zuschaut, aber auch wenn 20 Leute das Video sehen, sind es schon mal mehr als in meinem Yoga Kurs.
Was werden diese Menschen denken? Hören die die gleiche Stimme wie ich, wenn ich mir das Video ansehe? Wer will so eine Stimme hören? Wenn ich mich verspreche? Wenn ich in die Kamera spucke? Oder ich mich sogar verschlucke?
Egal wie man es dreht und wendet, es birgt Große Gefahren. Letztendlich ist es aber auch egal, weil ich nicht live gehe, sondern aufnehme, lösche und neu drehe. Also eigentlich harmlos. Trotzdem habe ich Hemmungen.

Disziplin – und Action!
Ich habe mich mit einer Freundin ausgetauscht, die einen Blog schreibt übers Auswandern und Leben in Mexiko. Sie sagte mir, sie hat einfach drauf losgesprochen und gut ist. Das Video bei Insta löscht sich ja nach 24 Stunden wieder. Recht hat sie. Einfach loslegen.

Und trotzdem habe ich noch kein Video veröffentlicht. Aber ich muss meinen inneren Schweinehund bezwingen. Ich weiß auch, wie es geht. Ich setze mir eine Deadline und arbeite auf dieses Datum hin.
Mit dieser Methode kann man sich selbst disziplinieren und setzt sich bei realistischen Daten auch nicht zu sehr unter Druck. Auch eine Pro und Kontraliste kann helfen, das Thema für so ein Video zu eruieren.
Ich halte mir gerne Optionen offen, was das Thema angeht. Auch eine kleine Umfrage unter Freunden oder Bekannten kann helfen, die Interessen der Zielgruppen herauszufinden.
So ist der Name meines Blogs rasch gefunden worden. Ich habe zwei potenzielle Namen an diverse Menschen geschickt und deren Meinungen dann zusammengeschrieben. Et Voila mein Blog hatte einen Namen: Alltagsspagat.com.
Sich bei einer Sache unsicher zu sein ist ok, nur lähmen lassen sollte man sich nicht. Mit solchen kleinen Tricks kann man sich schnell klarwerden. Einige Meinungen von Freunden helfen ebenso. Niemand muss sich alleine einer Entscheidung stellen.

Kenne Dein Warum
Um die Frage zu beantworten, wieso ich das eigentlich mache: ein Video zu drehen gehört zu den Sachen, die ich schon immer machen wollte.
Meinen Schweinehund besiegen, der Angst ins Auge blicken. Etwas aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen herstellen. Viel wichtiger: eine Botschaft adressieren.
Meine Botschaft ist in erster Linie glasklar. Was andere können, kann ich auch. An zweiter Stelle kommt aber der Wunsch, meine Meinung unters Volk zu bringen. Diesen Wunsch sollte wohl jeder haben, der in den sozialen Netzwerken unterwegs ist.
Vielleicht komme ich ja gut an? Wenn ich es nicht probiere, werde ich es nie wissen. Und das ist etwas, was ich gar nicht kann. Nicht zu wissen, wie es hätte sein können, nur, weil man sich nicht getraut hat.

Wer will, findet Wege
Um meine Angst zu besiegen, habe ich mir Videos von Freunden und Fremden angesehen. Das empfehle ich euch auch. Aber Zähne zusammenbeißen und loslegen, ist wie ins kalte Wasser springen.
Ich habe das Skript im Kopf, heißt, ich kenne meinen roten Faden. Dies empfehlen auch Autoren: die Story muss im Kopf stehen, nur dann kann man drauf los schreiben und der Handlung Spielraum geben.
Wichtig ist es aber den Spaß nicht zu vergessen. Wenn man etwas krampfhaft macht, sieht man es und man kann seiner Botschaft nicht den nötigen Respekt verleihen.

Zugegeben, alles muss man nicht probieren in seinem Leben, aber ein harmloses Instavideo gehört ab sofort zu den Sachen auf der “Erledigt“ Liste. Es könnten ja sogar noch einige Videos folgen. Ist das etwas, was zu meinen Talenten zählt? Wir finden es heraus.
Schaut doch mal bei Alltagsspagat vorbei. In den nächsten Monaten wird sich noch einiges ändern und ich freue mich darauf, diese Erlebnisse mit euch zu teilen.

 

Wieso mache ich das eigentlich?

 

 

agro

Völlig genervt habe ich “Türlich, Türlich“ von “Das Bo“ im Radio aufgedreht und laut mitgesungen. Eigentlich ist es mir peinlich laut zu singen, aber “wir brauchen Bass“ geht nun mal nicht leise.
Dieses Lied hat meine Stimmung gehoben. Für einen kurzen Moment. Es hat meine extreme Aggressivität gemildert und in gute Laune verwandelt. Wie erwähnt, nur kurz.
Ich habe Signale nicht richtig gedeutet, habe meine unverblümte Art an den Tag gelegt und bin auf die Fresse gefallen. Nein, nicht immer will man meine Hilfe. Manchmal denke ich auch nur, man will Hilfe.

Auch wenn ich der Meinung bin meine Hilfe sei angebracht, heisst es nicht, dass man sie auch annehmen muss.

Das ist ein Zustand an den ich mich schlecht gewöhnen kann. Es ist etwas womit ich nicht immer klar komme.

Warum?

Wenn ich Gejammer höre, dann denke ich, dass Hilfe gewünscht ist.
Nein, man will nur Aufmerksamkeit. Nur mitleidige Blicke. Oder Verständnis? Nicht von mir. Ich habe kein Verständnis für eine selbstverschuldete Situation. Ich helfe, obwohl man nicht ausdrücklich nach Hilfe gefragt hat.
Ich verurteile niemanden für den Mist den er verzapft. Ist ja sein Mist, nicht meiner. Ich helfe nur.
Kann man von mir lernen, Mist nicht immer selber zu verzapfen? Ja. Kann man.
Will man das? Vielleicht.

Ich ändere etwas, um zu sehen ob dieser Weg mehr Erfolg bringt. Ich weiß nicht ob das richtig ist. Ich mache es einfach.

Nur ein Idiot denkt, dass sich von alleine etwas ändert, wenn man gar nichts tut.

Probieren geht über Studieren. Sagt man doch so schön. Scheinbar bin ich aber von Idioten umgeben, die nicht sehen wollen oder können.

Vielleicht bin aber auch ich der Idiot, weil ich glaube, das etwas tun besser ist als nichts.

Während ich mir meine Wut von der Seele schreibe, schaut die dicke Katze ganz verwundert zu mir auf. Sie spürt scheinbar ein gewisses aggressives Potenzial. Oder es liegt daran, dass ich sie voll
agro hinterm Ohr kraule.

1

Was habe ich schon geschafft in einem Jahr? Eigentlich habe ich mir nichts vorgenommen. Ich hatte geträumt, gehofft.
Ich wollte es langsam angehen. Ich möchte es eigentlich nicht analysieren.
Ich habe mir nichts vorgenommen und dennoch viel erreicht.

Ich habe einen Insta Account mit über 400 Followern. Ich habe 27 Follower hier auf dem Blog, mehr als ich je gehofft hatte. 🙂 Danke dafür.
Ohne ein Ziel jemals zu definieren, habe ich doch einige Menschen angesprochen. Stehe mit meiner Meinung nicht alleine da. Ein richtiges Netzwerk habe ich aber noch nicht. Aber das kommt noch. Gemach. Gemach.

Ich habe gelernt in diesem Jahr und habe mein Ziel, Konfliktmanager zu werden, erreicht. Meine Abschlussarbeit wurde mit sehr gut benotet. Oh mein Gott.
Ich habe Artikel publiziert, in einem Magazin, welches 35.000 Exemplare Auflage hat.
Ich konnte Freunden helfen, Ziele zu formulieren. Ich habe tatsächlich nette Kontakte aufgetan.
Ich sehe Dinge in einem anderen Licht. Ich kann so viel erreichen. Wer hält mich auf? Nur ich selber. Niemand sonst. Wenn ich mir zu sehr zu Herzen nehme, was andere über meine Ziele denken, dann halte auch nur wieder ich mich auf. Man sollte ganz klar definieren, wer einem was sagt und rät. Sind es Menschen die sich im Kreis drehen und die Welt nicht bereist haben? Sind es Menschen die engstirnig sind? Vielleicht sind es Unwissende? Risikoscheue Menschen?!
Dennoch höre ich mir ihre Worte an, weil ich dann sortieren kann, was mir weiterhilft. Ich weiss, nicht jeder kann das. Sortieren und herausfiltern. Sich nicht einlullen oder sogar demotivieren lassen. Kritik ist nichts wovor man Angst haben muss, aber man muss ganz klar erkennen können, ob diese Kritik wirklich korrekt adressiert ist.
Nicht jeder kann Kritik gut äussern und nicht jeder kann Kritik gut auffassen.
Ab nächstem Jahr helfe ich euch professionell bei diesem Thema.
Filtern, filtern lernen. Sich dabei nicht vergessen.

Aber zurück zu meiner Einjahresfeier.
Ich feiere dieses Jahr mit meiner Familie. Mit meinem Mann und meiner Tochter. Eigentlich müsste die Journalistin in unserer Familie ebenfalls dazu stoßen. Meine Mum liest meine Artikel immer nochmal genau. Manchmal zu meinem Leidwesen. Nicht immer sind wir uns grün bei den Artikeln. Aber da wären wir wieder bei der Kritik. Ich kann es filtern.
Hätte meine Familie nicht so viel Verständnis und vielleicht auch Spass an meinem Blog, wäre ich gar nicht soweit gekommen. Wir teilen unsere Zeit gerecht auf. Zeit für uns, für unsere Tochter und Zeit fürs allein sein.

Das mit der Zeit wird erst noch zum Thema wenn ich nächstes Jahr meine Workshops aktiv anbiete. Wenn ich auf Kundenfang gehe.:)
Ich glaube ich selber weiß noch gar nicht recht, wie viel Zeit wirklich für dieses Vorhaben drauf geht.
Ich bereite mich mental darauf vor. Ich werde meine Gesundheit mehr in den Vordergrund stellen und ich werde das machen worauf ich Lust habe und nicht wohin man mich drängen möchte.

Ich werde an meinem Schreibstil arbeiten. Ich werde mich auf meine Wünsche konzentrieren. Ich bin offen für Versuche, für Fehlschläge und für erreichte Ziele. Alles erreichen, wenn man nur will.

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