Auf Grund meiner Recherchen für neue Schreibaufträge, stoße ich immer wieder auf altbekannte Texte. Auf angeblich neue Methoden und warum alte Methoden nicht funktionieren. Dann lese ich mir diese Texte durch und denke so bei mir: „Das kennen wir doch alles schon. Nix Neues.“

Aber warum zur Hölle handeln wir dennoch nach dem alten Schema? Warum können wir uns nicht an die gut bewährten, praktizierten Methoden halten?

Weil wir alleine sind und null konsequent uns gegenüber. Bei mir läuft es immer so ab, dass ich Medikamente absetze, weil es ja super geht. Dann geht es wieder schlecht und ich denke mir, verdammt warum hast du aufgehört das Zeug zu nehmen?!

Weil mir niemand gesagt hat, dass es besser ist weiter zu machen. Niemand hat mich erinnert, dass es vielleicht nicht gut ausgeht, wenn ich jetzt aufhöre.

Aber es sollte uns als Erwachsene doch auch niemand daran erinnern müssen, oder?

Sollten wir als Erwachsene nicht wissen was gut für uns ist?

Nein, wissen wir nicht. Und nein, es ist nichts falsch daran jemanden zu haben der uns an das Gute erinnert. Ich meine nicht Alexa, die uns an die Einkäufe oder Lieblingsserie erinnert. Ich meine eine Erinnerung an ein Gefühl oder eine Konsequenz.

Nobody is perfect. Warum also alles immer wissen? Es gibt mittlerweile dutzende Apps die uns an alles erinnern oder was für uns machen. Selbst die Periodenstatistik kann jetzt via App getrackt werden. Ist meines Erachtens aber ein wenig aufwendig, weil man sich selber immer erinnern muss, dort etwas einzutragen. Kalenderapps sind auch toll. Muss man auch selber eintragen um erinnert zu werden.

Wenn unser Tagebuch sprechen könnte, würde es vielleicht mal sagen: „Verdammte Scheiße, das ging beim letzten Mal schon nicht gut, warum tust du dir das wieder an?!“

Gut, in unserem Tagebuch tragen wir auch Dinge ein. Aber das haben wir einmal gemacht, vielleicht wieder vergessen und machen irgendwas dummes wieder. Jetzt wäre eine Erinnerung doch schön, oder?

Etwas was uns an gute Gefühle erinnert. Gutes Verhalten. Also all die Texte und neuen Methoden, die es im Netz gibt, sind doch nur dazu da, um uns wieder zu erinnern.

Am schönsten finde ich da immer noch die Therapie Angesicht zu Angesicht. Durch regelmäßige Termine und durchsprechen der vergangenen Sitzung frischt sich das Gefühl wieder auf. Man wird an etwas erinnert und man geht immer mit Erleichterung und viel Motivation wieder raus.

 

 

 

 

Posted by:jennyfrankkoppenhagen

Ich bin ein "Schreiberneuling". Die Angst zu Versagen ist quasi minütlich präsent. Aber der Wille etwas "selber zu machen" ist stärker.

2 Antworten auf „Das kennen wir doch alles….

  1. Super beschrieben, kommt mir sehr bekannt vor. Und genau so sollte man es auch für sich annehmen – wir drehen uns so häufig um uns selbst, und oft hört man irgendwo Optimieren und Verbessern. In meinen Augen ist alles das oft viel zu viel gewollt… es gilt einen Weg zu finden, der für uns stimmig ist und uns gut tut, jeder für sich. Ich sende Dir alles Liebe und danke Dir für den schönen Gedankenanstoß. Sovely

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s