Im Kopf habe ich mehrere Schubladen. Immer, wenn ich etwas erlebt habe, wird es in eine Schublade sortiert. Dies gilt für so ziemlich alles in meinem Leben. Bei euch auch?

Manche sind schon uralt, andere werden täglich geöffnet und wieder geschlossen. Es gibt auch welche, die sind schon sehr lange zu und sollen es eigentlich auch bleiben.

Nur eine dumpfe Erinnerung, wie ein dichter Nebel steigt in meinem Kopf auf und ein merkwürdiges Gefühl macht sich breit. Das ist dann der Hinweis für mich, dass die Schublade sich öffnen möchte. Dies möchte ich natürlich verhindern und sorge dafür, dass sie geschlossen bleibt.

Je älter ich werde, je mehr Schubladen habe ich im Kopf. Viel erlebt und viel wegsortiert.

Das tut jeder für sich selbst. Es gibt eben nur meine Schubladen, meine Wahrnehmungen und meine Erinnerungen.

Und nein, nur weil man viele Schubladen hat, muss man nicht unbedingt voreilig Neues da hineinstopfen. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

Es ist aber einfacher Negatives in eine Schublade zu stopfen als Positives. Ich gehe mal nicht näher darauf ein, warum dies so ist. Das kann sich sicherlich jeder schon selber herleiten. 😉

Aber alle diese Schubladen stehen nun im Kopf herum und verstellen vielleicht auch mal den Weg. Irgendwann ist der Kopf auch mal voll und es passt vielleicht nichts mehr hinein.

Warum also keine große, gemeinsame Schublade aufmachen. Man sagt ja, halbes Leid ist geteiltes Leid. Aber das geht natürlich auch mit positiven Sachen. Freude teilen sollte vorrangig das Ziel sein. Das passt doch alles in so eine große Schublade. Vielleicht sollte man die kleinen Schubladen doch noch mal aufmachen und neu sortiert in die große Schublade packen.

Damit lebt es sich vielleicht einfacher. Außerdem ist so eine große Schublade auch viel praktischer, es passt viel mehr rein.

Wenn der Partner oder die Kinder oder der beste Freund dieselbe große Schublade haben, wird sie auch nie zu voll und quillt über. Jeder kann darauf zurückgreifen und sich die Erinnerungen noch mal ansehen.

Ich versuche es mal mit der großen Schublade. Ist neu für mich, aber ich möchte das Neue auch mal ausprobieren und mich dem nicht verschließen.

Ich finde den Gedanken schön zusammen mit einem Menschen dieselbe Schublade zu haben. Grundehrlich und unkompliziert. Keine Geheimnisse, nur geteilte Erinnerungen, Meinungen und Wahrnehmungen. Zusammen die Schublade zu packen und wiede zu entpacken.

Neue Wege müssen keine Angst machen und neue Dinge auszuprobieren gehören zum Leben dazu.

Das ist schon mal eine Sache die in der neuen, großen Schublade liegt.

Posted by:jennyfrankkoppenhagen

Ich bin ein Schreiberneuling - nicht. :) Die Angst zu Versagen ist quasi minütlich präsent - nicht mehr. :) Aber der Wille etwas "selber zu machen" ist stärker. Und wird immer stärker!

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