Meine Tochter steckt in der Pubertät. Es ist noch nicht total dramatisch, aber es geht langsam los.
Dennoch haben wir eine wirklich enge Kommunikation zueinander.
Wir haben das Projekt Alpha ins Leben gerufen, dass uns beide beschäftigt, woraus andere lernen und wir Zeit miteinander verbringen können.

Wir schreiben an einem Kinderbuch. Ab der 5. Klasse kann es gelesen werden und vielleicht auch verstanden.

Zumindest hoffen wir das. Das Kind illustriert. Und das darf sie, weil sie wirklich gut zeichnen kann und nicht weil ich die Malsachen als Mutter toll finden muss.

Die Idee kam von mir, die Titelhelden vom Kind.

Jedes Elternteil, dass dem eigenen Kind ein Mobiltelefon ermöglicht, will das das Kind dieses Mobilteil auch benutzt.

Um, genau, anzurufen. Wenn das Kind nachm Sport mit den anderen Kiddos noch trödelt, hätte Mami doch gerne eine Info. Einen Anruf. Mir geht’s gut, komme später. Oder ne SMS. Oder ne Whatsapp.
Irgendwas.

Ich habe meinem Kind schon früh ein Handy gegeben. Weil sie in ein anderes Dorf musste. Also, Handy her, erklärt und los.

Wisst ihr wie viele Gedanken pro Minute durch den Kopf rasen, wenn Kind nicht wie besprochen mit dem 11 nach Bus kommt, sondern gar nicht.
Es auch nicht ans Handy geht, weil das aus ist.

Millionen. Also hektisch, fast panisch ins Auto und die Busstrecke abgefahren. Kind gefunden.

Handy war aus, weil man den sehr großen Knopf zu lange gedrückt hat. Bus verpasst, weil man getrödelt hat.

Ich wütend aber erleichtert. Kind heult. Super.

Sie war in der 5. Klasse. Im Nachbardorf. Man hätte zu Fuß gehen können. Hätte.

Also. Das Buch handelt vom Erreichbar sein. Weil Mami und Papi sonst sterben vor Sorge.

Weil es mit einem Kind für Kinder formuliert wird, hoffe ich, kommen nicht zu viele Gewaltszenen vor. 🙂

Und ja Liebe Eltern, bevor ich mein Kind mit dem Auto hole und bringe und hektisch alles schaffen muss, fährt es Bus und bekommt son doofes Handy.

Lieber erkläre ich wie ein Handy funktioniert und wie viele Gedanken man sich als Elternteil macht, als Stress für alle zu veranstalten, weil man mit dem Auto nicht direkt vor der Schule parken kann oder es dem Kind peinlich ist und man sonstwo im Wald stehen muss.

Das Kind muss Selbständigkeit lernen und ich muss Leiden und alle müssen sehen,dass am Ende alles gut geht. Auch wenn die Nachrichten was anderes sagen und nicht jedes Kind, trotz Handy, ankommt.

Macht nicht die Augen zu. Redet mit euren Kindern und erklärt verdammt noch mal wie Handys funktioniert und zwar früh.

Und redet mit euren Kindern, dass etwas Skepsis gesund ist.

Und vor allem, erklärt euren Kindern, dass es natürlich ist, als Elternteil Angst zu haben und das die Kinder mit Hilfe von uns Großen nur lernen können was eine gesunde Portion Skepsis ist. Das wir den Kindern vertrauen, aber die Angst eben nicht einfach abschalten können. Das wir lieber dreimal am Fenster stehen und sehen, wie unsere Kinder in die Busse steigen. Aber mit viel Übung und Handytraining, wird es gehen und es wird alles gut.

Und ich meine beiden Seiten damit.

Posted by:jennyfrankkoppenhagen

Ich bin ein "Schreiberneuling". Die Angst zu Versagen ist quasi minütlich präsent. Aber der Wille etwas "selber zu machen" ist stärker.

2 Antworten auf „Projekt Alpha

  1. ein schönes Projekt…ich wünsche gutes Gelingen…und die Sorgen hören auch mit dem Auszug der Kinder nicht auf…und als Opa kommen nochmal welche dazu…aber es ist schön so……….

    lg wolfgang

    Gefällt 1 Person

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