Oder das Fehlen eines solchen Gefühls.

Ich predige meinem Kind immer, dass sie sich auf ihren Bauch verlassen soll. Fühlt sich die Situation komisch an, dann ist sie es auch.

Zeit für Nachfragen sollte immer sein und wenn diese nicht so beantwortet werden, dass man sich wohl fühlt, dann sollte man die Situation lieber verlassen.

Ich selber habe mein Bauchgefühl 2016 verloren. Ich weiß das so genau, weil in diesem Jahr so unglaublich viel schief gelaufen ist.

Es gibt Studien, die besagen, dass ein Mensch der viele Schicksalsschläge hinnehmen musste, mit Verlust anders- professioneller – umgeht. Aber da muss man erstmal hinkommen. Nachdem also unendlich viel schief gelaufen war, musste ich erst wieder lernen, meinem Bauch zu vertrauen. Zum Selbstbewusstsein zurück zu finden.

Ich habe keine Entscheidung treffen können, oder wollen. Es ging nicht.

Ich habe alles hinterfragt, selbst Dinge die schon lange Bestand hatten. Nichts wollte mehr gelingen.

Ich habe mir dann jemanden gesucht, der mich durch diese Zeit begleitet, einen Life Coach oder aber Therapeuten, wie ihr es auch immer nennen wollt. Nur durch intensive Gespräche, konnte ich endlich wieder zu meiner alten Form zurückfinden.

Aber zurück zum Bauchgefühl. Ich konnte mich immer sehr darauf verlassen und jetzt wieder. So gut, dass ich intuitiv richtige Entscheidungen treffe. Ich brauche keinen langen Prozess um abzuwägen, keine ellenlange Pro-und Kontraliste.

Ich spüre ganz genau, ob  das jetzt gut für mich ist, oder nicht.

Ich hoffe, ich kann meinem Kind das Handhaben dieses Gefühls ausreichend vermitteln in den nächsten Jahren.

Und auch, dass das Verlieren nur temporär ist. Es ist nie weg, man muss sich nur wieder erinnern, wie man das Gefühl wieder hervorruft.

Verlassen auf altbewährtes. Sich an Situationen erinnern, die gut verlaufen sind und hinterfragen, wie man das damals gemacht hat. Sich nicht an Ängste klammern, sondern immer wieder an die guten Ereignisse erinnern und sich klar machen, dass es so immer wieder werden kann.

Hier fünf Tipps, wie ihr gar nicht erst das Gefühl verliert.

1. Tagebuch führen und bitte auch immer die schönen Sachen notieren.

2. Revue passieren lassen; war ein Tag oder ein Erlebnis besonders schön? – Abends nachspüren.

3. Nachspüren macht man am besten allein, abends und mit einem Lächeln.

4. Wenn es drunter und drüber geht – stehen bleiben, Hände auf den Bauch, durchatmen und besinnen.

5. Wiederholungen! Ruft euch das Gefühl, welches zum gewollten Ergebnis geführt hat, immer wieder auf. Egal in welcher Situation. Fühlt es sich richtig an, ist es das meist auch.

 

 

 

Posted by:jennyfrankkoppenhagen

Ich bin ein "Schreiberneuling". Die Angst zu Versagen ist quasi minütlich präsent. Aber der Wille etwas "selber zu machen" ist stärker.

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