Es gibt Momente, da sträubt sich der ganze Körper gegen etwas. Er lehnt sich auf. Mit jeder einzelnen Faser merkt man, dass man das nicht will. Egal was.

Reden. Jemandem zuhören. Besuchen. Lernen. Prüfungen. Reisen. Konflikte. Neue Bekanntschaften.

Nichts ist so deutlich, wie das Aufstellen von Nackenhaaren. Kalter Schweiß auf der Stirn. Schnelles Atmen. Magenkrämpfe.

Bei mir ist es manchmal der Besuch bei den Schwiegereltern oder allgemein der Verwandtschaft.

Manchmal aber auch der Besuch beim Arzt oder aber das Lesen einer Mail oder das zufällige Treffen von speziellen Personen auf der Strasse.

Warum zum Teufel hören wir nicht auf unseren Körper und zwingen uns durch solche Situationen durch?

Warum tun wir nicht mehr Dinge, die wir lieben? Es geht nicht um Komfortzonen, es geht um Schmerzen, die wir empfinden, wenn wir etwas tun, was wir nicht wollen. Ich rede auch nicht unbedingt von körperlichen Schmerzen und den damit verbunden Grausamkeiten.

Seelischer Schmerz. Der schwer zu verdauen ist.

Weil man schon hundert Mal enttäuscht wurde oder aber schon so oft gesehen hat, wie andere verletzt wurden.

Das Schmerzgedächtnis wird in manchen Fällen einfach überlagert, wir können uns nicht mehr erinnern. Und machen dann immer wieder dieselbe Erfahrung.

Ich frage mich zum Beispiel oft, war es vor Jahren auch schon so? Konnte ich damit besser umgehen? Und warum wird es jetzt zu viel?

Ich werde älter und vielleicht auch weiser. Ich kann mir meine Schmerzen aussuchen. Das ist mein Recht. Und es gibt Sachen, die mich nicht mehr glücklich machen. Ich möchte mehr tun von dem was ich liebe und nicht mehr etwas anderen zur Liebe tun.

Wenn man den Unterschied verstanden hat, dann kann einen auch nicht mehr der Blick der Schwiegermutter treffen.

😉

 

 

 

Posted by:jennyfrankkoppenhagen

Ich bin ein "Schreiberneuling". Die Angst zu Versagen ist quasi minütlich präsent. Aber der Wille etwas "selber zu machen" ist stärker.

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