Allein.Allein.

Früher konnte ich nicht alleine sein. Also nicht lange. Ich hatte immer Freunde um mich herum. War selten Single und immer auf Achse.

Mittlerweile finde ich das Alleinsein aber sehr attraktiv. Es lächelt mir charmant zu und fordert mich auf ein wenig zu verweilen. Alleine. Mit mir und meinen Gedanken.

Vorteil: Man kann seine Gedanken sortieren. Aussortieren. Umsortieren. Vergessen. Prioritäten setzen. Ziele neu vereinbaren. Ziele verwerfen. Auf das Geleistete zurückblicken.

Nachteil: Man sortiert seine Gedanken neu. Man sortiert nicht aus, sondern verweilt in Erinnerungen und die Ziele, die man nicht erreicht hat, wirft man sich als Scheitern vor.

Ich nutze das Gespräch mit mir als Anhaltspunkt. Als Ausgangssituation.

Als meine “Ich-Zeit“.

Die Ideen, die dann kommen und gehen werden von mir bearbeitet, sortiert und priorisiert. Ich nutze diese Zeit ausschließlich für mich und meine Gedanken. Ich hatte anfangs Angst davor, aber es ist nichts schlimmes passiert. Na ja ein kleines Gefühlschaos gab es schon hin und wieder, aber das befürchtete schwarze Loch blieb aus.

Wie messe ich es? Ich teile meine Gedanken mit anderen. Ich warte auf die Reaktion und verbuche das dann für mich als Erfolg. Oder Misserfolg. Je nach dem. Dann bin ich zwar nicht mehr allein. Aber den Anfang bin ich alleine gegangen. Ich würde nie auf meine “Ich-Zeit“ verzichten wollen. Es ist wie eine kleine MaFo (Marktforschung) Einheit. Ich habe die Ideen und Familie und Freunde dürfen drauf los diskutieren. Ich sage dabei aber nie, ob es jetzt um etwas ging was “weg“ soll oder “bleiben“ darf. Ich warte die Reaktionen einfach ab.

Manchmal ist nach so einer MaFo Einheit der Wunsch nach dem Alleine sein wieder groß. Dann kann ich auch wieder alleine sein.

Manchmal bekomme ich ein mulmiges Gefühl, wenn mein Kopf sagt,  bleib länger allein. Ich will nicht weglaufen, nur sortieren. Und ich brauche Leute um mich herum, um gute Entscheidungen zu treffen. Ganz einfach. Niemand muss alleine sein. Schon gar nicht einsam.

Das ist ein Unterschied. Ich freue mich schon auf meine nächste “Ich-Zeit“. Ich habe wieder viel zu sortieren. Kleiner Tipp: es sortiert sich mit Listen auch super. Pro und Contra ist da ja sehr beliebt. Aber es sollten nicht, aufgrund einer Liste, schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden, da lohnt es sich immer einen Fachmann hinzu zu ziehen. Aber als Grundlage dient es alle mal. Probiert es aus, grad die Entscheidungsunfreudigen unter euch werden Vorteile erkennen. 😉

 

 

 

 

 

 

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