Welcher Spagat?

Jetzt gab es doch noch konstruktive Kritik. Man könne den Spagat zwischen Alltag und „Restleben“ in meinem Blog gar nicht erkennen. *Nase rümpf. Also tatsächlich sehe ich keinen Konflikt und empfinde den Spagat als nicht so schwierig, daher wird er bislang von mir auch so lieblos behandelt. OBWOHL er wirklich da ist, dieser Alltagsspagat.

Wir halten fest, ich meistere scheinbar mühelos (Augenzwinker) den Spagat und schreibe so „pillepalle“ über ihn.

Das möchte ich ändern und tatsächlich mehr erklären, wie ich ihn meistere und welche Hürden mir im Weg sind. Ja, manchmal ist da ein Konflikt, diesen bewältige ich scheinbar in einem rasanten Tempo und stehe dann vor der Lösung, ohne euch zu involvieren. Ich will euch involvieren. Logisch. Sonst kann ich mir mein „Senfdazugeben“ ja auch sparen.

Beispiel; heute morgen hab ich ein klein wenig länger vor mich hingeträumt, da stand das Kind schon vor der Tür und wollte sich fertig machen. Ich musste jetzt also doch schnell, schnell den Tisch decken, damit wir zusammen frühstücken können. In ein Handtuch gewickelt renne ich also los, an den Katzen vorbei in die Küche und habe mir Frühstücksbretter unter den Arm geklemmt, die Messer in die eine Hand und Marmelade in die andere Hand geschmissen. Auf den Tisch geworfen und Toast (Vollkorntoast!) in den Toaster gesteckt. Nochmal los, Milch und Kaffee holen. Die Katzen haben in der Zeit lautstark protestiert, da ich die beiden Mädels noch nicht beachtete. Also ich kann von Glück reden, dass sie sich nicht vor meine Füße geschmissen haben und ich gestolpert bin. Das machen sie sonst. Also, das Kind kam dann tranig an den Tisch und checkte erstmal Whatsapp. Klar. Ich habe mich dann auch hingesetzt und einen großen Schluck Kaffee genommen. Dann ging es eigentlich wieder. Als wir da so saßen, habe ich kurz auf die Uhr geschielt und festgelegt (ja, ganz bewusst), dass ich bevor ich aus dem Haus gehe, das Katzenklo reinige und Waschmaschine anstelle. Der Geschirrspüler kann auch gestartet werden. Was soll ich euch sagen, ich habe alles hinbekommen und bin dann sogar noch früher aus dem Haus, als ich wollte.

Das Kind hat von alle dem nichts mitbekommen, ging satt und sitt. Erwähnte noch die eine oder andere Hausaufgabe, die ich heute Abend (nachdem wir vom Kieferorthopäden gekommen sind) mit ihr lösen darf und schlich raus in die Nacht (es war 7.20 Uhr).

Es überrascht mich immer wieder, wieviel Zeit tatsächlich gebraucht wird. Wenn man denn alles sofort macht und nicht lange vor sich herschiebt. Ich war also heute morgen im Flow. Und, was sagt uns das?

Man empfindet Zeit immer mal etwas anders. Aber sie verändert sich nicht. Es liegt an unserer Wahrnehmung. Wenn ich keine „Ansprüche“ habe und einfach darauf los arbeite, bauen sich keine „Hemmungen/Angst/ Unlust“ auf und die Arbeit ist schnell erledigt. Dieses Prinzip lässt sich, ich würde sagen, auf alle Tätigkeiten anwenden. Also man sollte schlichtweg keine Angst davor haben sondern einfach machen. Dieses Prinzip hat auch einen Namen, Paretoprinzip. Wer sich mit Lernmethoden auseinandersetzt (oder setzen will) kommt an diesem Prinzip nicht vorbei. Das zur Theorie, aber lieber erzähle ich euch, wie gut es mir heut morgen ging, nachdem ich alles erledigt hatte. Die Katzen wollten mich nicht lynchen, dass Kind kam pünktlich zum Unterricht und ich war überpünktlich am Schreibtisch.

Und was hab ich mir zur Belohnung geholt? Eine Streuselschnecke. Klar, das Belohnungszentrum will ja auch bedient werden. Das Vollkorntoast war dann quasi gratis. Nicht jeden Tag sollte man sich etwas zur Belohnung gönnen, dass ginge dann auf die Hüfte. Aber heute war es genau richtig und das Wochenende steht auch vor der Tür, das motiviert noch mal. 🙂

 

 

 

 

7 Kommentare zu „Welcher Spagat?

  1. Btw: Pareto Optimum = Pareto Menge benannt nach Vilfredo Pareto, angewandt in der Mathematik. Pareto Prinzip = 80 zu 20 Regel, auch nach ihm benannt, wird bei Effizienztrainings gelehrt. Inhalt: das 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. 🙂

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