still ruht der See…

Still ruht der See, die Vöglein schlafen,
ein Flüstern nur, du hörst es kaum.
Der Abend naht, nun senkt sich nieder
auf die Natur ein süßer Traum.

Still ruht der See, durch das Gezweige
der heil’ge Odem Gottes weht.
Die Blümlein an dem Seegestade,
sie sprechen fromm ihr Nachtgebt.

Still ruht der See, vom Himmelsdome
die Sterne friedsam niederseh’n.
O Menschenherz, gib‘ dich zufrieden,
auch du, auch du wirst schlafen geh’n.

Auch du wirst schlafen gehn. Es gibt also noch Hoffnung für uns?! Wenn ich Abends im Bett liege rasen mit Tempo 200 tausende Gedanken durch meinen Kopf. Pausenlos. Mit immer mehr Fragen als Antworten. Warum ist das so? Es liegt schlichtweg daran, dass wir tagsüber keine Zeit haben zum NACHdenken. Wir reagieren doch die meiste Zeit und agieren nicht. Wir lassen uns keine Zeit für die Wahl, die wir immer haben. Ich gebe zu im Joballtag ist die AUSwahl nicht sooo groß.

Am Abend dann zeigt uns unser Kopf diese ganzen Wahlmöglichkeiten auf, sogar mit mehr als einer Alternative und Sätzen, die man hätte sagen können und witzigen Anekdoten, die dazu gepasst hätten, inklusive Klamottenwahl. Dann sagen wir „Danke lieber Kopf, warum sagst du mir das jetzt? Drei Uhr nachts und nicht um sechs Uhr wenn der Wecker klingelt?“ Weil da der Kopf noch schläft. Weil er müde ist vom ganzen Gedanken umherschieben.

Und jetzt die Frage an alle! Was können wir tun, um das zu verhindern? Es ist nur eine Kleinigkeit. Wer kommt drauf?

Wir geben dem Kopf die Zeit die er braucht! Richtig! Und wie machen wir das? Indem wir eine klitzekleine Zeitumstellung akzeptieren. Es ist harte Arbeit aber das Ziel liegt nah und der Weg ist nicht zu lang.

Mir hat es geholfen feste Meditationszeiten einzuführen und wenn ich diese vernachlässige schlafe ich eben nicht gut. Klar oder, Aktion und Reaktion. Der Kopf ist ja nicht dumm, der merkt schon wenn wir ihn übers Ohr hauen wollen. Nicht für jeden ist Meditation das Mittel zur Lösung. Daher folgende Idee:

  1. Pausen machen bevor man an schwierige Prozesse herangeht.
  2. Bevor man den Arbeitsplatz verlässt, drei Minuten insich gehen und Notizzettel bereit halten. Ihr merkt dann schon warum. 😉
  3. Zu Hause eine kleine Achtsamkeitsübung. Tee kochen! Oder halt Bier aufmachen, wie ihr wollt.
  4. Bevor ihr zu Bett geht, einmal die Frage stellen“ Was kann ich eigentlich vom Bett aus mit Schlafanzug an noch machen für die Arbeit?“ Nix! Augen zu!

Was daran harte Arbeit ist? Das müsst ihr jeden Tag machen. Jeden verdammten Tag. Bis euer Kopf vergessen hat, wie es ist, sich nachts Gedanken zu machen.

Viel Erfolg!

 

 

 

2 Kommentare zu „still ruht der See…

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