Wieso mache ich das eigentlich?

Über Hemmungen beim Videodreh und wie ich damit umgehe
Ein Artikel von Jenny, alias @alltagsspagat bei Instagram:
Im letzten Jahr hat sich mein Blog entwickelt und mein Instagram-Account dazu. Verschiedene Themen prasselten auf mich ein. So vieles, was ich erzählen wollte. Eine digitale Flut. Begeistert von den Informationen wollte ich alles auf einmal. Aber eine Insta-Story zu drehen, stand nicht ganz oben. Neugierig war ich schon. Die anderen können das doch auch. Was also hält mich ab?

Einfach mal machen?
Diverse Male habe ich ein Skript für ein Video geschrieben. Mir überlegt was ich wie sagen kann. Was ich anziehe und wie ich mich schminke. Ach und Haare sind wichtig. Wenn es ein Badhairday ist, geht’s natürlich nicht.
Ich habe mir sogar bei YouTube angeschaut, wie man an so ein Projekt herangeht. Als Einsteiger ist Technik erstmal keine Herausforderung. Handy in Position und los geht’s.
Ich habe schon eine große Klappe, aber wenn es um online Videos geht, dann schlackern mir die Knie.
Ich meine, es sehen wirklich viele Menschen, ich bilde mir nicht ein, dass die ganze Welt zuschaut, aber auch wenn 20 Leute das Video sehen, sind es schon mal mehr als in meinem Yoga Kurs.
Was werden diese Menschen denken? Hören die die gleiche Stimme wie ich, wenn ich mir das Video ansehe? Wer will so eine Stimme hören? Wenn ich mich verspreche? Wenn ich in die Kamera spucke? Oder ich mich sogar verschlucke?
Egal wie man es dreht und wendet, es birgt Große Gefahren. Letztendlich ist es aber auch egal, weil ich nicht live gehe, sondern aufnehme, lösche und neu drehe. Also eigentlich harmlos. Trotzdem habe ich Hemmungen.

Disziplin – und Action!
Ich habe mich mit einer Freundin ausgetauscht, die einen Blog schreibt übers Auswandern und Leben in Mexiko. Sie sagte mir, sie hat einfach drauf losgesprochen und gut ist. Das Video bei Insta löscht sich ja nach 24 Stunden wieder. Recht hat sie. Einfach loslegen.

Und trotzdem habe ich noch kein Video veröffentlicht. Aber ich muss meinen inneren Schweinehund bezwingen. Ich weiß auch, wie es geht. Ich setze mir eine Deadline und arbeite auf dieses Datum hin.
Mit dieser Methode kann man sich selbst disziplinieren und setzt sich bei realistischen Daten auch nicht zu sehr unter Druck. Auch eine Pro und Kontraliste kann helfen, das Thema für so ein Video zu eruieren.
Ich halte mir gerne Optionen offen, was das Thema angeht. Auch eine kleine Umfrage unter Freunden oder Bekannten kann helfen, die Interessen der Zielgruppen herauszufinden.
So ist der Name meines Blogs rasch gefunden worden. Ich habe zwei potenzielle Namen an diverse Menschen geschickt und deren Meinungen dann zusammengeschrieben. Et Voila mein Blog hatte einen Namen: Alltagsspagat.com.
Sich bei einer Sache unsicher zu sein ist ok, nur lähmen lassen sollte man sich nicht. Mit solchen kleinen Tricks kann man sich schnell klarwerden. Einige Meinungen von Freunden helfen ebenso. Niemand muss sich alleine einer Entscheidung stellen.

Kenne Dein Warum
Um die Frage zu beantworten, wieso ich das eigentlich mache: ein Video zu drehen gehört zu den Sachen, die ich schon immer machen wollte.
Meinen Schweinehund besiegen, der Angst ins Auge blicken. Etwas aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen herstellen. Viel wichtiger: eine Botschaft adressieren.
Meine Botschaft ist in erster Linie glasklar. Was andere können, kann ich auch. An zweiter Stelle kommt aber der Wunsch, meine Meinung unters Volk zu bringen. Diesen Wunsch sollte wohl jeder haben, der in den sozialen Netzwerken unterwegs ist.
Vielleicht komme ich ja gut an? Wenn ich es nicht probiere, werde ich es nie wissen. Und das ist etwas, was ich gar nicht kann. Nicht zu wissen, wie es hätte sein können, nur, weil man sich nicht getraut hat.

Wer will, findet Wege
Um meine Angst zu besiegen, habe ich mir Videos von Freunden und Fremden angesehen. Das empfehle ich euch auch. Aber Zähne zusammenbeißen und loslegen, ist wie ins kalte Wasser springen.
Ich habe das Skript im Kopf, heißt, ich kenne meinen roten Faden. Dies empfehlen auch Autoren: die Story muss im Kopf stehen, nur dann kann man drauf los schreiben und der Handlung Spielraum geben.
Wichtig ist es aber den Spaß nicht zu vergessen. Wenn man etwas krampfhaft macht, sieht man es und man kann seiner Botschaft nicht den nötigen Respekt verleihen.

Zugegeben, alles muss man nicht probieren in seinem Leben, aber ein harmloses Instavideo gehört ab sofort zu den Sachen auf der “Erledigt“ Liste. Es könnten ja sogar noch einige Videos folgen. Ist das etwas, was zu meinen Talenten zählt? Wir finden es heraus.
Schaut doch mal bei Alltagsspagat vorbei. In den nächsten Monaten wird sich noch einiges ändern und ich freue mich darauf, diese Erlebnisse mit euch zu teilen.

 

https://connect2develop.de/wieso-mache-ich-das-eigentlich/

 

 

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agro

Völlig genervt habe ich “Türlich, Türlich“ von “Das Bo“ im Radio aufgedreht und laut mitgesungen. Eigentlich ist es mir peinlich laut zu singen, aber “wir brauchen Bass“ geht nun mal nicht leise.
Dieses Lied hat meine Stimmung gehoben. Für einen kurzen Moment. Es hat meine extreme Aggressivität gemildert und in gute Laune verwandelt. Wie erwähnt, nur kurz.
Ich habe Signale nicht richtig gedeutet, habe meine unverblümte Art an den Tag gelegt und bin auf die Fresse gefallen. Nein, nicht immer will man meine Hilfe. Manchmal denke ich auch nur, man will Hilfe.

Auch wenn ich der Meinung bin meine Hilfe sei angebracht, heisst es nicht, dass man sie auch annehmen muss.

Das ist ein Zustand an den ich mich schlecht gewöhnen kann. Es ist etwas womit ich nicht immer klar komme.

Warum?

Wenn ich Gejammer höre, dann denke ich, dass Hilfe gewünscht ist.
Nein, man will nur Aufmerksamkeit. Nur mitleidige Blicke. Oder Verständnis? Nicht von mir. Ich habe kein Verständnis für eine selbstverschuldete Situation. Ich helfe, obwohl man nicht ausdrücklich nach Hilfe gefragt hat.
Ich verurteile niemanden für den Mist den er verzapft. Ist ja sein Mist, nicht meiner. Ich helfe nur.
Kann man von mir lernen, Mist nicht immer selber zu verzapfen? Ja. Kann man.
Will man das? Vielleicht.

Ich ändere etwas, um zu sehen ob dieser Weg mehr Erfolg bringt. Ich weiß nicht ob das richtig ist. Ich mache es einfach.

Nur ein Idiot denkt, dass sich von alleine etwas ändert, wenn man gar nichts tut.

Probieren geht über Studieren. Sagt man doch so schön. Scheinbar bin ich aber von Idioten umgeben, die nicht sehen wollen oder können.

Vielleicht bin aber auch ich der Idiot, weil ich glaube, das etwas tun besser ist als nichts.

Während ich mir meine Wut von der Seele schreibe, schaut die dicke Katze ganz verwundert zu mir auf. Sie spürt scheinbar ein gewisses aggressives Potenzial. Oder es liegt daran, dass ich sie voll
agro hinterm Ohr kraule.

1

Was habe ich schon geschafft in einem Jahr? Eigentlich habe ich mir nichts vorgenommen. Ich hatte geträumt, gehofft.
Ich wollte es langsam angehen. Ich möchte es eigentlich nicht analysieren.
Ich habe mir nichts vorgenommen und dennoch viel erreicht.

Ich habe einen Insta Account mit über 400 Followern. Ich habe 27 Follower hier auf dem Blog, mehr als ich je gehofft hatte. 🙂 Danke dafür.
Ohne ein Ziel jemals zu definieren, habe ich doch einige Menschen angesprochen. Stehe mit meiner Meinung nicht alleine da. Ein richtiges Netzwerk habe ich aber noch nicht. Aber das kommt noch. Gemach. Gemach.

Ich habe gelernt in diesem Jahr und habe mein Ziel, Konfliktmanager zu werden, erreicht. Meine Abschlussarbeit wurde mit sehr gut benotet. Oh mein Gott.
Ich habe Artikel publiziert, in einem Magazin, welches 35.000 Exemplare Auflage hat.
Ich konnte Freunden helfen, Ziele zu formulieren. Ich habe tatsächlich nette Kontakte aufgetan.
Ich sehe Dinge in einem anderen Licht. Ich kann so viel erreichen. Wer hält mich auf? Nur ich selber. Niemand sonst. Wenn ich mir zu sehr zu Herzen nehme, was andere über meine Ziele denken, dann halte auch nur wieder ich mich auf. Man sollte ganz klar definieren, wer einem was sagt und rät. Sind es Menschen die sich im Kreis drehen und die Welt nicht bereist haben? Sind es Menschen die engstirnig sind? Vielleicht sind es Unwissende? Risikoscheue Menschen?!
Dennoch höre ich mir ihre Worte an, weil ich dann sortieren kann, was mir weiterhilft. Ich weiss, nicht jeder kann das. Sortieren und herausfiltern. Sich nicht einlullen oder sogar demotivieren lassen. Kritik ist nichts wovor man Angst haben muss, aber man muss ganz klar erkennen können, ob diese Kritik wirklich korrekt adressiert ist.
Nicht jeder kann Kritik gut äussern und nicht jeder kann Kritik gut auffassen.
Ab nächstem Jahr helfe ich euch professionell bei diesem Thema.
Filtern, filtern lernen. Sich dabei nicht vergessen.

Aber zurück zu meiner Einjahresfeier.
Ich feiere dieses Jahr mit meiner Familie. Mit meinem Mann und meiner Tochter. Eigentlich müsste die Journalistin in unserer Familie ebenfalls dazu stoßen. Meine Mum liest meine Artikel immer nochmal genau. Manchmal zu meinem Leidwesen. Nicht immer sind wir uns grün bei den Artikeln. Aber da wären wir wieder bei der Kritik. Ich kann es filtern.
Hätte meine Familie nicht so viel Verständnis und vielleicht auch Spass an meinem Blog, wäre ich gar nicht soweit gekommen. Wir teilen unsere Zeit gerecht auf. Zeit für uns, für unsere Tochter und Zeit fürs allein sein.

Das mit der Zeit wird erst noch zum Thema wenn ich nächstes Jahr meine Workshops aktiv anbiete. Wenn ich auf Kundenfang gehe.:)
Ich glaube ich selber weiß noch gar nicht recht, wie viel Zeit wirklich für dieses Vorhaben drauf geht.
Ich bereite mich mental darauf vor. Ich werde meine Gesundheit mehr in den Vordergrund stellen und ich werde das machen worauf ich Lust habe und nicht wohin man mich drängen möchte.

Ich werde an meinem Schreibstil arbeiten. Ich werde mich auf meine Wünsche konzentrieren. Ich bin offen für Versuche, für Fehlschläge und für erreichte Ziele. Alles erreichen, wenn man nur will.

Weltherrschaft

Es ist an der Zeit, ich muss mich diesen nervenden Menschenmassen stellen. Muss mich in die Mengen wagen. Daher habe ich mich jetzt zum Elternbeiratsmitglied wählen lassen.
Ich werde ab sofort im Auge des Sturmes sitzen und genauestens Bescheid wissen über schulische Aktivitäten jeglicher Art.
Mein Mann meinte, der Weg zur Weltherrschaft sei jetzt geebnet.

Sehr gut. Ich setze meinen Plan bereits bei der Zukunft der Menschheit um. Bei den Kindern! Sie werden nach meinem Belieben geformt und verändert. Sie werden meinem Willen gehorchen.

Ich werde jäh von dieser Idee unterbrochen, als mein pubertierendes Kind mich anbrüllt, weil ihre Wäsche nicht gewaschen ist. Schon ändert sich die Haltung von Weltherrschaft in Putze.

Ich buckel vor dem Kind und wasche Wäsche. Hilft ja nix, nackt kann sie ja nicht herumrennen. Selbst wenn ich ihr das androhen würde, würde mich ihr Zorn dreimal so stark treffen. Nein. Das kann ich nicht riskieren.

Ich habe gehört, dass die Pubertät dazu dient, das Band zwischen Mutter und Tochter zu lockern. Es soll sich etwas fremd anfühlen damit man später, nach der Pubertät, wieder enger zusammen rücken kann.

Wir werden sehen. Zurück zur Weltherrschaft.
Ich plane sie bei einer Tasse Kaffee in der Küche am Tisch. Die Katzen schleichen um die Füße und ich denke gerade an einen Bondbösewicht, der eine weisse Katze streichelt und diabolisch lacht.
Ich versuche die dicke Katze zu greifen und es dem Bösewicht gleich zu tun. Aber die Dicke räkelt sich und statt Gelächter habe ich Haare im Mund. Super.

Ich stehe auf und nehme die Tasse Kaffee um mir bei Netflix ein paar Ideen zur Weltherrschaft abzuschauen. Aber eigentlich wird bei den Serien mein Hass auf die Menschheit nur noch mehr geschürt.
Tod und Verderben springen mir entgegen. Verrat und Selbsthass.
Im Grunde zerstört sich die Menschheit doch selber, wozu also diese untergehende Spezies hassen? Es erledigt sich doch von allein. Aber wozu dann die Weltherrschaft anstreben, wozu dann meine Ideen auf andere überstülpen. Soviel besser sind meine Ideen jetzt auch wieder nicht. Vielleicht reicht es erstmal im Elternbeirat zu sein? Vielleicht kann ich dort den einen oder anderen bewegen?!

Ich gehe mit meiner Tasse Kaffee zum Kind ins Zimmer, sie spielt am Tablet. Ich setze mich zu ihr, küsse ihre Stirn.
Wir sitzen auf ihrem Bett bis sie mich irgendwann fragt, was ich eigentlich will und schickt mich mit schroffem Ton raus.
Weltherrschaft klingt auf einmal doch wieder gut. 🙂

Guten Hunger.

Seit längerem ernähre ich mich Glutenfrei (in Gedanken glutn frei gesprochen und gelacht dabei). Aus dem einfachen Grund, “normal“ geht nicht mehr.
Aber nach vielen Ratgebern, Foren, Blogs und Fachzeitschriften habe ich herausgefunden, dass Gluten nicht normal ist. Im Gegenteil, das sollte gar nicht auf dem Speiseplan stehen.
Zum Anfang habe ich immer noch ganz verstohlen auf Burgerbrötchen, Pizza oder Toastbrot gestarrt. Gibt es auch alles ohne Gluten.
Aber eben für mehr Geld und nicht immer gleich lecker (ich weiss, sagt man nicht).
Es gibt Unmengen Alternativen. Nicht immer sehr viel teurer, aber auch nicht so günstig wie ein Brot bei Aldi.
A pro pos, Aldi hat Glutenfreies Brot im Sortiment.
Zurück zu den Alternativen. Reis. Mais. Buchweizen. Obwohl in Buchweizen kein Weizen drin ist, heisst es aber so. Egal. Geht jedenfalls. Chia ginge auch, aber ist viel zu teuer.
Das sind nur einige Alternativen. Ach so, die gute, alte Kartoffel geht auch.
In der ersten Woche glutenfrei habe ich dem Ganzen eigentlich keinen Erfolg eingerechnet. Ich war immer wieder überrascht, wie gut es mir ging. Ich habe nicht glauben können, dass es an der Ernährung lag. Also an der Umstellung von nur einem Lebensmittel. Beziehungsweise dem Weglassen.
Unglaublich.
Einschlafen ohne Stein im Bauch. Auswärts essen gehen ohne Probleme danach zu haben. Müsli essen am Morgen, ohne Kummer und Sorgen. 🙂
Warum hat man denn Gluten erfunden? Wozu ist das denn gut?

Hab gerade mit einem Ernährungswissenschaftler (ein promovierter Mediziner) gesprochen.
Er sagt, ich bilde mir das alles ein.

Also dann…guten Hunger.

unverplant

Wie kam es dazu, dass ich das Wochenende nicht verplant hatte?
Es war einfach frei. Ich hatte es übersehen. Zu kurzfristig um noch jmd. einzuladen oder einen Trip zu planen.
Ich glaube es war ein Versehen, oder ein Geschenk?
Ich muss dazu sagen, dass ich selten ein ungewollt freies Wochenende habe.
In der Regel plane ich drei Monate im voraus. Freizeitaktivitäten, Verplfichtungen, Kurztripps.
Klingt es nach Zwang? Nein, es bedeutet Sicherheit. Für mich und meine Familie.
Was passiert, wenn ich etwas nicht plane? Etwas, was ich nicht vorhersehe. Ich kann, auch wenn es anders klingt, flexibel reagieren. Das muss heutzutage einfach drin sein. Ich kann sogar auf Dramen und epische Veränderungen reagieren. Im Kopf habe ich alles durchgespielt. Ob Zombieapokalypse oder einen vergessenen Geburtstag. Schlimm? Nein – sicher.
Mir hilft es, wenn ich zumindest einen Hauch von Sicherheit spüre. Ob es wirklich alles so passiert, wie ich es in meinem Kopf durchgespielt habe, sei dahingestellt.
Es gibt sogar Netflix Serien, die über das „Prepping“ berichten. Nicht das ich mich daran beteilige. Es ist nur in meinem Kopf.
Bei Facebook gab es einen Test wie lange man eine Zombieapokalypse überleben würde, ich hätte ganze 12 Minuten überlebt. Immerhin. Es lag nur daran, weil ich nicht rennen kann und totstellen ist anscheinend keine Option.
Aber eines ist klar, das unverplante Wochenende hat mich eiskalt erwischt. Vielleicht kann ich doch nicht so flexibel reagieren, wie gedacht?
Was tut man mit dieser vielen Freizeit? Fernseh schauen? Ja, auch. Lesen? vielleicht. Schreiben? Nur ein wenig.
Also rausgehen ist ebenfalls keine Option. Zu bäh.
Sport? Niemals!
Am Ende lag ich lange im Bett und habe Schnupfen bekommen.
Hat mich das Kopfzerbrechen über diese freie Zeit krank gemacht?
Ich hoffe nicht. Es war einfach an der Zeit diese Pause zu haben. Mein Körper wollte diese Pause. Genutzt habe ich sie. Ich lag im Bett, die dicke Katze neben mir. Schlief genauso fest wie ich.
Putzte sich. Weinte kurz als sie wach wurde. Das tut sie von Zeit zu Zeit, aufwachen, weinen, wieder einschlafen. Ich weiss nicht warum sie das macht, aber es ist manchmal verstörend. Für sie. Für uns auch.
Sicherheit bedeutet nicht für jeden das selbe wie für mich. Ich plane. Andere schließen die Tür vier mal ab oder kopieren den Reisepass.
Am Ende war es aber egal. Ich habe geschlafen. Also war ich sicher. Sicher, dass all die Planung mir diese Zeit zum Schlafen nicht gegeben hätte. Doch ein Geschenk, dieses unverplante Wochenende?!
Wie machen das Menschen, die nicht planen? Gibt es Menschen die nicht planen? Die werden doch nicht einfach auf Zufälle warten? Oder doch?
So was bringt mich ja völlig aus dem Konzept. Zumindest ein grober fünf Jahresplan sollte doch stehen. 😉

Karma – oder aber, warum Kraftausdrücke gut tun.

Wenn man Scheisse baut und einem daraufhin Scheisse passiert, ist das Karma.

Der Protagonist im Film eskaliert in einem Meeting völlig und kurz darauf geht seine Freundin fremd. Karma.

Ich nehme einer alten Oma die Vorfahrt, kurz darauf muss ich Überstunden machen. Karma.

Wenn jemand mich schlecht behandelt, dann lache ich, weil ich weiss das Karma, die alte Bitch, wieder zuschlägt.

Ich sage immer: “Du weisst nie, wozu das gut war.“

Es gibt Studien, die belegen, dass Fluchen gesund ist. Dies nur am Rande bemerkt.

Wenn in einem Jahr so viel Schlechtes passiert, dann gibt es auch ein Jahr in dem so unendlich viel Gutes passiert. Karma. Das ist so. Das ist nicht frei erfunden, das ist Tatsache.

Noch nicht erlebt? Glaube ich nicht.

Man kann es auf einen Tag runterbrechen, wenn man will.  Sogar Stündlich passieren Sachen, die man dem Karma zuschreiben kann.

Ich kann nicht behaupten, dass ich ein gläubiger Mensch bin, aber Karma gibt es. Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass man seines eigenes Glückes Schmied ist, kann man nicht alles abdecken.

Es ist immer Karma dabei. Ich versuche mein Karmakonto im Gleichgewicht zu halten. Bzw. baue ich ein Depot auf. Man weiss nie wozu das gut ist. 😉

Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, aber ich fühle mich gut, wenn ich Blut spenden gehe und weiss, das ich damit Leben retten kann.

Ich mache das, weil ich es will und Gutes tue.  Und eventuell das Ungleichgewicht für das Beschimpfen des Autofahrers vor mir an der Ampel von vor zwei Tagen wettmacht?!

Geht es euch so? Fühlt ihr euch besser, wenn ihr etwas tut, wovon viele Menschen etwas haben? Oder auch nur ein Mensch? Mir geht es so. Es muss beschwerlich sein, dann fühlt es sich für mich richtig an. Mir geht es nach dem Blutspenden nicht gut, aber ich mache es trotzdem. Ich bin auch eine von denen, die vom DRK immer zwei Einladungen bekommen, wenn ihr wisst was ich meine. 😉

Vielleicht rechtfertige ich aber mit diesen guten Taten auch das Pöbeln an der Ampel oder das nicht ans Telefon gehen wenn ein Umzug ansteht. Ich weiss es nicht, ich spüre nur, dass wenn ich etwas mache was anderen hilft, ich mich wohler fühle.

Ich fühle mich allerdings auch beim Pöbeln an der Ampel super. Zwickmühle. Mehr Beleidigen oder mehr Gutes tun. Beides ist auf alle Fälle gut für das Seelenheil.

Alles raus lassen und nicht “runterschlucken“. Beim Schimpfen gibt es keine Zensur, haut raus den Scheiss.

Aber seid genauso emotional, wenn ihr Gutes vollbringt. Gebt alles.

Ich kann keinen Weltfrieden versprechen, aber wenn wir alle mehr aufs Karmakonto einzahlen, wird es vielleicht auch gut für alle sein. Verrückt.

 

 

 

 

Achim

Das ist der Mann im Bild. Die Kinder und seine Frau komplettieren das Foto. Achim hat grad seinen Job gekündigt und findet das ziemlich gut. Es geht ihm sehr gut, sagt er. Er sieht auch weiser aus als früher, finde ich. Ich kenne ihn von einem Job. Uns beide hat dieser Job aufgerieben. Mich persönlich hat er aber auch geformt, gefördert und gefordert. Achim lernte dort einen Menschen kennen, der durch viele Gespräche Achims Gespür für die Welt verändert hat.

Als wir uns zum Eis essen letzte Woche getroffen haben, wusste ich nicht genau was mich erwartet. Achim geht einen Weg, der nichts für mich wäre, aber ich respektiere ihn sehr für diese Entscheidung.

Achim ist mit seiner Frau in Deutschland unterwegs, um eine Gemeinschaft zu finden, in der er und seine Familie leben kann. Wo seine Kinder barfuß laufen und Hühner füttern können. Seine Frau ist ernährungstechnisch ziemlich “Rock’n’Roll“. Nordischroh heißt ihr Blog. Schaut da unbedingt mal rein. Das heisst, für den Job sind sie nicht an einen Ort gebunden. Digitale Nomaden sozusagen. Übrigens durfte ich mal eine vegane Süßigkeit probieren. Ich, als alter Schokoladenliebhaber, war schwer zu überzeugen, aber es war der Hammer. Dennoch nicht meine Ernährung. Also nicht vollumfänglich.

Aber ich wollte über unser Gespräch berichten. Wir haben über seine Schritte in die (finanzielle) Unabhängigkeit gesprochen. Wir haben über das Bloggerleben philosophiert. Ich steh‘ da ja noch ganz am Anfang, Achim und seine Frau sind da mega alte Hasen. Dann kam das Thema Ernährung dran. Ich erzählte ihm, dass ich beschmunzelt werde, wenn ich meine Algen und Heilpilze vorsortiere, damit ich jeden Tag die richtige Dosis bekomme. Achim schmunzelte nicht. Er packte erstmal eine lange Liste an Präparaten auf den Tisch, die er zu sich nimmt. Warum? Weil man einfach nicht gesund leben kann ohne gewisse “Zusatzstoffe“. Er hat mich völlig ernst angeschaut und über Menschen berichtet, die mit einer gewissen Kombination an Stoffen, ihre zum Teil schweren Krankheiten, ein wenig erträglicher machten. Ich konnte nur nicken und ihm versichern, dass ich meine Ernährung ernst nehme. Aber eben nur ich, nicht meine Familie. Das Problem hat Achim nicht. Er und seine Frau ernähren sich vegan und (oder auch) von Rohkost. Ihre Kinder aber dürfen frei entscheiden, was sie essen möchten.

Kurz noch zum Eis essen. Eigentlich hat Achim die ersten fünf Minuten nicht reden können, weil er sich das vegane Schokoeis in den Mund geschoben hatte. Er grummelte vor sich hin, wie geil das Eis ist. Es klang so, als ob er schon echt lange kein Eis mehr gegessen hatte. Ich auch nicht, bestimmt eine Woche lang nicht. 😉

Wir haben über Seelenfrieden gesprochen, über Bücher die wir noch lesen wollen und das Gefühl frei zu sein. Frei von Mieten. Frei von Zwängen. Frei von Schuld.

Wir beide realisieren das mit Coaches. Wie so oft, komme ich hier wieder darauf zurück, dass es ohne Hilfe nicht geht. Keiner kann alleine alles überblicken. Ich bin froh, wenn ich Themen hinterfragen kann und eine andere Meinung dazu erhalte. Ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, der mir helfen kann. Es ist nichts verwerfliches daran, eine geschulte Person in seinem Leben zu haben, die mit ihrem Know-how berät.

Achim arbeitet noch weiter an sich. Ich denke er ist auf einem sehr guten Weg. Wir werden sicherlich noch mal Eis essen. Ich finde die Sehnsucht nach dem richtigen Weg großartig. Ich finde das Beschreiten noch viel mutiger. Ich wünsche jedem diesen Mut. Man ist nie zu alt oder zu jung dafür, das Richtige für sich zu wollen.

Wir fanden das Gespräch übrigens richtig genial. Es wird definitiv ein weiteres Treffen geben, vielleicht sogar mit Folgeterminen mit zukünftigen gemeinsamen Themen?! Wer weiss…. Achim und seine Frau geben Kurse zum Thema Rohkost, Ernährung und gesundes Leben. Es ist gar nicht so schwer das Richtige zu machen.

 

 

 

 

 

“Lecker sagt man nicht.“

Sagt meine Mutter immer.

Dabei ist lecker doch in jeder Hinsicht ein schönes Wort. Ich sage es, wenn ich Eis esse oder ein tolles Foodpic auf Instagram sehe oder wenn ein schnuckliger Typ vorbei geht. Natürlich nur wenn mein Mann nicht dabei ist.

Ich hab Torte vergessen. Bei Torte sage ich es auch. Das Kind sagt es auch öfters, aber nicht bei Oma. Es gibt sogar Studien zu diesem Thema.

Ich verwende es tatsächlich häufig, aber seltener wenn ich bei meiner Mutter esse. Es ist eine kleine Herausforderung, den tagtäglichen Begriff nicht zu verwenden. Aber darin liegt auch eine großartige Aufgabe. Diese hält das Gehirn auf Trab und erhöht den Wortschatz.

Synonyme für ein beliebtes Wort zu finden, ist gar nicht so einfach. Es gibt natürlich Suchmaschinen, die einem helfen oder aber den Duden. Wichtig ist, diese Synonyme auch abzuspeichern und im richtigen Moment herauszuholen.

Gerade bei lecker gibt es Begriffe, die sehr altbacken klingen. Deliziös. Wohlschmeckend. Manchmal reicht ein “gut“ nicht aus. Wie schnell sagen wir dann, dass es lecker war.

Mit anderen Begrifflichkeiten kann man das natürlich auch praktizieren (statt machen 🙂 ). Wer häufig Briefe schreibt oder aber journalistisch unterwegs ist, weiß wie schwer es ist, sich nicht ständig zu wiederholen oder aber “dumpfbackig“ zu klingen. Wie oft habe ich mich schon erwischt und “tu“ Sätze fabriziert. In der Hektik kommt das vor und es ist sicherlich nichts wofür man verteufelt wird. Vorausgesetzt natürlich man spricht nicht immer so.

Die Synonyme richtig abspeichern heißt aber auch, sie häufig in der Situation zu verwenden, in der sie passen. Also hier heißt es dann; üben, üben, üben.

Gerade in dieser Zeit, in der Jugendliche so unvorstellbar kreative Wortneuschöpfungen kreieren, muss man sich auf Altbewährtes verlassen können. Lehrer geben sich alle Mühe aber dennoch ist der Wortschatz auf Schulhöfen ziemlich wortkarg. Verstehen sich die Kinder überhaupt? Ich jedenfalls glaube, dass meine Tochter nur vorgibt zu verstehen was man ihr auf der Straße zugrölt. Artikel sind dabei überflüssig. Das muss man der Jugend aber lassen, so viele Wörter wie derzeit gespart werden, ist die Effizienz der Jugendsprache nicht zu verachten. 😉

Ich habe übrigens köstlich als “Leckerersatz“ ausgewählt. Ich mag das Wort wirklich und es verleiht der ersten Gabel Torte auch das passende Flair. 😉

 

 

Was ich kann.

Ich weiß nicht, ob die Liste mit den Sachen die ich nicht kann länger ist? Ich denke schon. Dann ist die Liste mit den Sachen die ich kann definitiv kürzer und damit fang ich an. 😉

Jeder sollte mit den Sachen anfangen, die er kann. Das motiviert. Außerdem tauchen vielleicht Sachen auf, die einen selbst überraschen. Wie zum Beispiel die Fähigkeit zum beidhändigem Umrühren von heissen Getränken. Kann nicht jeder. Bekommt man damit einen Job? Nein. Ausser man will Barista werden, dann vielleicht.

Ich habe einen, mittlerweile, sechs Seiten langen Lebenslauf. Schön ausgearbeitet, mit vielen Details. Ich habe für jede Berufserfahrung Begründungen warum es nicht “gehalten“ hat. Offizielle und Inoffizielle.

Nach jedem Jobdesaster habe ich an mir gezweifelt, nachdem ich stinksauer über irgendwas oder irgendjemand war. Was will ich? Was kann ich? Jedes mal die selben Fragen. Ein Loch. Kurze Heulkrämpfe. Motivation.

Immer derselbe Ablauf. Warum lerne ich nicht daraus? Kann diesen Prozess überspringen? Gleich zur Motivation kommen? Also die Steps werden schon bedeutend kürzer und ich gelange immer schneller zur Motivation. Also mich kann ich schon mal motivieren. Ich kann auch andere motivieren. Check.

Bekommt man als Motivator einen Job? Hände hoch wer wen kennt.

Ich fasse kurz zusammen. Ich kann zwei Heissgetränke gleichzeitig umrühren und ich kann motivieren. Reicht das schon für irgendwas?

Ich glaube auch fest daran, dass wenn man das machen kann was man kann, dann macht das auch glücklich. Macht das Sinn?Und wenn man dann noch richtig gefördert wird. Jackpot!Ach so und Geld sollte auch stimmen.

Ich kann natürlich noch mehr. Aber das verrate ich nur wenn es wirklich wichtig wird. 😉

Ich mag meinen Job. Aber ich frage mich, war das schon alles? Geht da nicht noch mehr?

Wenn ich die Antwort habe, gebe ich Bescheid.

Übrigens, meine Lieblingsaffirmation ist derzeit: “Jeder Tag birgt Neuigkeiten!“